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Nienburg (Saale) ist erste Stadt mit flächendeckendem Breitbandanschluss im Salzlandkreis

 

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Schüler der Grundschule Nienburg bedanken sich für den schnellen Internetanschluss

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Beim "Startschuss" v.l.: Nienburgs Bürgermeisterin Susan Falke, Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann, Dr. Vesta von Bossel, Vorstandsbeauftrage für Breitbandausbau von der Telekom, Landrat Markus Bauer und Daniel Knohr, Regionalleiter Atene KOM GmbH 

Foto: Salzlandkreis/Pressestelle

 

Der Salzlandkreis hat beim Breitbandausbau ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht. Mit Nienburg ist erstmals eine Stadt mit all ihren Ortsteilen vollständig an das Highspeed-Internet angeschlossen. Nach rund einem Jahr Bauzeit hat Landrat Markus Bauer den Beginn einer neuen Ära am Mittwoch gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann, Nienburgs Bürgermeisterin Susan Falke sowie Dr. Vesta von Bossel, Vorstandsbeauftragte für Breitbandausbau bei der Deutschen Telekom, offiziell eingeläutet. „Damit schaffen wir die Voraussetzung für die digitale Vernetzung der Gesellschaft und damit für Innovationen“, sagte Landrat Markus Bauer.

Ab sofort stehen über 3.000 Privathaushalten sowie Firmen in der Einheitsgemeinde entsprechend den Förderkriterien Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung. Dafür flossen rund 2,2 Mio. EUR in die Infrastruktur, knapp 109.000 EUR davon waren Fördermittel. Dafür hat die Deutsche Telekom rund 35 km Glasfaser verlegt. Außerdem hat das Unternehmen fast 50 Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet. Zum Ausbaugebiet gehören Bereiche der Kernstadt Nienburgs sowie die Ortsteile Wispitz, Wedlitz, Jesar, Neugattersleben, Gerbitz, Grimschleben, Altenburg, Pobzig, Gramsdorf und Borgesdorf. In Latdorf baute die Telekom die Anschlüsse eigenwirtschaftlich.

Landrat Markus Bauer zeigte sich erfreut über den Abschluss der Arbeiten in Nienburg sowie die weiteren Fortschritte beim Breitbandausbau im Salzlandkreis. „Wir wollen den Salzlandkreis mit Hilfe der Digitalisierung als Wohn- Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiterentwickeln. Dafür benötigt jeder einen schnellen Internetzugang.“ Vom jetzt in Nienburg erfolgten und in weiteren Teilen geplanten Ausbau können seiner Aussage nach sowohl Firmen profitieren, die ihre Geschäfte digital abwickeln und auch neue Geschäftsfelder erschließen.

Daneben trage die Versorgung mit Highspeed-Internet dazu bei, dass die Menschen sich in ihrer Heimat abseits der großen Metropolen auch in Zukunft wohlfühlen können. Dieses Gefühl sei bei der weiteren Entwicklung der Region wichtig. „All unsere Bemühungen sind insofern auch als eine Art Wertschätzung der Menschen im ländlichen Raum und insbesondere in den kleineren Orten zu verstehen“, sagte Markus Bauer.

Nienburgs Bürgermeisterin Susan Falke zeigte sich erfreut über den Abschluss. „Für die Stadt und speziell für die Ortsteile ist der Breitbandausbau ein großer Schritt in das digitale Zeitalter. Damit können jetzt auch endlich im ländlichen Raum die verschiedensten digitalen Dienstleistungen von den Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genommen werden. Das erhöht die Lebensqualität in vielen Bereichen und sollte in der heutigen Zeit im Rahmen der Daseinsfürsorge Standard sein.“

Der Landrat nutzte die Gelegenheit in Nienburg, um den Städten und Gemeinden für das entgegengebrachte Vertrauen zu danken. Hintergrund ist, dass es sich um eine freiwillige Aufgabe handelt, die der Salzlandkreis für die Kommunen übernommen hat. Der Landrat betonte zugleich, dass man sich gern der Aufgabe stelle – auch um gleichwertige Standards garantieren zu können. Zugleich sprach er seinen Dank allen Vertragspartnern für die insgesamt reibungslose Umsetzung des Breitbandausbaus in den Fördergebieten aus.

Dem schloss sich auch Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann an. Er sagte: „Alle Einwohner und Unternehmen der Stadt haben jetzt Zugang zu schnellem Internet. Bund, Land, Landkreis, Stadt und Telekom haben dafür an einem Strang gezogen.“ Er kündigte zugleich an, dass mithilfe der öffentlichen Fördermittel und des Eigenausbaus der Netzbetreiber nach und nach weitere Regionen im Salzlandkreis und in ganz Sachsen-Anhalt erschlossen werden. „Dabei richten wir den Blick schon jetzt auf die nächste Stufe – den Gigabit-Ausbau, der möglichst bis 2025 im Land Realität werden soll.“

Dr. Vesta von Bossel von der Deutschen Telekom sagte: „Die Deutsche Telekom engagiert sich wie kein anderes Unternehmen für den Breitbandausbau – nicht nur in städtischen, sondern auch in ländlichen Gebieten. Das schnelle Netz in kurzer Zeit nach Nienburg zu bringen, war eine große Herausforderung, die wir heute schneller als geplant erfolgreich abschließen. Damit ermöglichen wir es den Menschen, mit 100 Mbit/s im Internet zu surfen, wo es vorher nur minimale Bandbreiten gab.“ Ihren Worten zufolge konnte die Telekom den Ausbau durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Kommune beschleunigen. „Insbesondere die schnellen Genehmigungsverfahren haben uns in diesem Ausbauprojekt unterstützt. Gerade kurze Genehmigungsverfahren sind ein wichtiger Hebel, um den Breitbandausbau zu beschleunigen“, sagte die Vorstandsbeauftragte für den Breitbandausbau bei der Telekom.

Wer das schnelle Internet der Telekom nutzen möchte, kann bereits jetzt online, telefonisch oder im Fachhandel buchen. Neben Nienburg baut die Telekom auch in den Städten Aschersleben, Bernburg samt Ortsteilen, Könnern, Staßfurts Kernstadt, Bördeland und das Gewerbegebiet in Hecklingen schnelle Internetverbindungen aus. Davon profitieren rund insgesamt rund 24.300 Haushalte. Dafür werden rund 825 km Glasfaser verlegt und 492 neue Verteilerkästen gebaut.

Der Salzlandkreis zählt angesichts der Geschwindigkeit beim geförderten Breitbandausbau aktuell zu den besten Landkreisen in Sachsen-Anhalt. Dafür fließen insgesamt rund 33 Mio. EUR in die entsprechende Infrastruktur. Bis Herbst 2020 sollen alle bisher unterversorgten Regionen des Landkreises mit schnellem Internet angeschlossen werden. Das sind rund 36.000 Haushalte. Ohne dieses Engagement des Salzlandkreises beim Ausbau gäbe es die flächendecke Initiative nicht. Zur Erklärung: Nicht aktiv darf der Salzlandkreis mit dem Ausbau dort werden, wo die Förderkriterien nicht eingehalten werden können bzw. die Telekommunikationsfirmen einen eigenwirtschaftlichen Ausbau zugesagt haben. Neben Telekom arbeitet der Salzlandkreis mit MDDSL und GlasCom zusammen.

 

Fortschritte beim Breitbandausbau gibt es unterdessen auch in den anderen Regionen des Salzlandkreises: So sind in Staßfurts Kernstadt erste Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Bis Sommer nächsten Jahres werden dort über 10.000 Haushalte mit Breitbandanschlüssen versorgt. Etwas schneller geht es in den Ortsteilen Staßfurts. Dort sollen die Arbeiten bis Anfang nächsten Jahres beendet sein. In Bernburg und den Bernburger Ortsteilen wird unterdessen bereits kräftig gebaggert. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die geplanten Anschlüsse liegen. Einen ähnlichen Zeitplan gibt es auch für Könnern.

In Ascherslebens Kernstadt haben die Arbeiten ebenfalls begonnen. Im Herbst 2020 wird dort alles fertig sein – ebenso wie in den Ortsteilen Ascherslebens. Einen ähnlichen Zeitplan gibt es auch für Barby, Seeland und Calbe. Bis Ende nächsten Jahres werden die Breitbandanschlüsse zudem in Bördeland, in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper sowie im Gewerbegebiet Hecklingen gelegt sein.  Katharina Werner vom zuständigen Fachdienst Informations- und Kommunikationstechnik des Salzlandkreises erklärt, dass es aufgrund begrenzter Kapazitäten der bauausführenden Firmen zu Verzögerungen kommt. „Es wird derzeit überall in Deutschland gebaut.“ Hinzu kämen auch Schwierigkeiten bei den Arbeiten am Untergrund. Generell gelte aber die Formel: Sobald der Tiefbau beginnt, sollen die Arbeiten innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden.

 

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