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Landrat Markus Bauer und Sparkassenvorstand Strube bei Staatsministerin Dorothee Bär

Das Treffen war zukunftsweisend. Anfang dieser Woche stellten Landrat Markus Bauer und der Vorstandsvorsitzende der Salzlandsparkasse, Hans-Michael Strube, die Ideen der Region zur digitalisierten Zukunft bei der Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt in der Berliner Willy-Brandt-Straße 1 vor.

Dorothee Bär hatte sich interessiert die Zeit genommen für ihre Gäste aus Sachsen-Anhalts Mitte. Schließlich engagieren sich die Köpfe von Landkreisverwaltung und Sparkasse im Salzland mit ihren Institutionen seit Jahren in dieser Hinsicht und ihr Vorstoß bis zur Bundesregierung stieß auf offene Ohren. Am Ende reichte die Stunde allein nicht aus, alle Ansätze vor Ort zur möglichen Vernetzung im ländlichen Raum vorzutragen und über ihre Umsetzungsmöglichkeiten zu sprechen. Der Dialog geht weiter.

Landrat Bauer erläuterte eingangs seine Sicht auf die voranschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft und die Chancen, die er darin speziell für den Salzlandkreis erkennt. Ein wichtiger Aspekt dabei, die Abwanderung einzudämmen mit Praxisanwendungen, die ein Arbeiten und Leben auf dem Land als echte Alternative zur Stadt anbieten. Bauer will mit seiner Initiative die ländlich geprägte Region nach Vorbild der „smarten“ Großstädte Deutschlands zur „Smart Region Salzlandkreis“ umbauen. Nach seinen Vorstellungen sollen Digitalisierung und Vernetzung der Alltagsbeziehungen vorangebracht werden. Das würde die Bedeutung räumlicher Entfernungen zur gesellschaftlichen Teilhabe abbauen. Mit innovativer Gestaltung ließe sich die Zusammenarbeit wichtiger Infrastrukturbereiche, von Verwaltung über Bildung bis Mobilität, optimieren. Nachdem zuletzt viel in den Aufbau notwendiger Grundvoraussetzungen, für Infrastruktur und Netzwerk, investiert wurde, will der Landrat im nächsten Schritt die Bausteine mit „smarten“ Informations- und Kommunikationstechnologien weiter vernetzen. Hierfür stehen neben der heimischen Salzlandsparkasse und der Hochschule Anhalt auch europaweit agierende Branchengrößen bereits im engen, partnerschaftlichen Austausch.

Die Berliner Ministerin zeigte sich in der lebendig entwickelten Diskussion beeindruckt vom Stand der Entwicklungen im Salzlandkreis, durchaus geeignet für eine Vorreiterrolle zur Entwicklung einer regionalen digitalen Agenda mit Übertragung des smart city-/smart region-Ansatzes auf eine konkrete ländlich geprägte Region in Deutschland. So öffnete sie auch die Tür ins Heimatministerium, wo man sich, wie Bärs Ressort, derzeit intensiv damit beschäftigt, die Chancengleichheit zwischen Stadt und Land zu fördern und das Gefälle weiter auszugleichen.

Bei einem Gegenbesuch, der nach der ersten Gesprächsrunde mit den Salzlandvertretern vereinbart wurde, möchte sie sich selbst ein Bild vom sachsen-anhaltischen Landkreis und den hier geplanten Entwicklungen machen.