Unzählige Erfolgsgeschichten
Landrat Markus Bauer betont beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Salzlandsparkasse und des Salzlandkreises, dass man auf die Entwicklung der Region sehr stolz sein kann. Warum Unternehmer wie Hans-Jürgen Schwarz dazu beitragen.
Aschersleben. Auf dem Buchdeckel Halle und Magdeburg, auf dem Buchrücken der Salzlandkreis – mit dieser Metapher erläuterte Landrat Markus Bauer beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Salzlandsparkasse und Salzlandkreis am Freitagabend im Ballhaus in Aschersleben die Bedeutung der Region – sowohl für das Land als auch für die Menschen, die hier leben. Seine Botschaft: In der goldenen Mitte zwischen den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts halten wir nicht nur zusammen, wir schreiben auch unsere eigenen Erfolgsgeschichten – wirtschaftlich und gesellschaftlich. „Jeder gehört zu diesen Autoren dieses von uns selbst geschriebenen Buches: made in Salzlandkreis!“ Man dürfe deshalb auf die Entwicklung der Region seit 1990 durchaus stolz sein – bei allen Herausforderungen, die es gäbe! Wer das verkenne, verkenne die Realität.
Mit diesen Worten eröffnete der Landrat den Neujahrsempfang, zu dem eben viele dieser Erfolgsautoren eingeladen waren, um gemeinsam das neue Jahr unter dem Motto „Erreichtes, Erstrebtes, Erträumtes“ zu begehen und der zu den wichtigsten Veranstaltungen im Salzlandkreis zählt. Gekommen waren Vertreter von Hilfsorganisationen genauso wie Unternehmer, Politiker, Vertreter aus dem Bereich Bildung und Kultur sowie Vereinsvertreter. Allen dankte Markus Bauer für ihr Engagement für die Gesellschaft. Zugleich blickte er noch einmal zurück: Dafür verwies der Landrat unter anderem auf die, die sich nach 1990 selbstständig machten, Unternehmen aufbauten und damit Verantwortung übernahmen. „Das war und ist eine riesige Leistung für die Region – die Basis für unsere Entwicklung.“ Er hob auch die hervor, die die Firmen mittlerweile an eine neue Generation übergeben haben, sowie die, die sich zuletzt im Salzlandkreis angesiedelt und damit in die Region investiert haben. „All das sind Erfolgsgeschichten und der Grund, weshalb wir tatsächlich von blühenden Landschaften sprechen können.“
Mit Hans-Jürgen Schwarz, Geschäftsführer des Schönebecker Rettungswagen-Herstellers Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG, beschrieb einer dieser vielen Leistungsträger aus dem Salzlandkreis auf der Bühne seine ganz persönliche Geschichte. Eine Geschichte, die eben Anfang der 1990er Jahre in einem Vier-Mann-Betrieb begann, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen, wie er sagte. Und die sich über die Jahre zu einem wahren Beststeller entwickelte – die Zahl der Mitarbeiter stieg ebenso wie die Umsatzzahlen. Mittlerweile ist das Unternehmen Marktführer und exportiert speziell auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Fahrzeuge: bis nach Neuseeland! Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in vielen Bereichen im Salzlandkreis gemeinnützig. Mit Blick auf eben jenes Beispiel wünschte sich Landrat Markus Bauer, dass künftig alle Produkte aus dem Salzlandkreis das Label „made in Salzlandkreis“ erhalten, um der Welt zu zeigen, wofür die Region steht: für Zusammenhalt, Mut und Leistungsbereitschaft!
In seiner Neujahrsrede betonte Markus Bauer darüber hinaus, dass man auf Grundlage der Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030 weiterhin dafür arbeiten werde, die Region zu einem attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort zu entwickeln. Das Ziel müsse sein, insbesondere Familien auf Grundlage moderner Schulen und einer wohnortnahen Versorgung die Rahmenbedingungen zu bieten, die sie benötigen, um sich wohl zu fühlen. Damit wecke man letztlich auch die Lust, sich im Salzlandkreis zu engagieren. Wirtschaftlich, aber eben auch im Ehrenamt, das jede Unterstützung verdiene, weil es die Menschen zusammenbringe. „Diese Aufgabe wird auch nie beendet sein.“ Der Landrat verwies in diesem Zusammenhang auf das Engagement der Kreisverwaltung. So seien in den vergangenen Jahren mindestens 65 Millionen Euro in Schulen, Straßen, in die touristische Infrastruktur sowie in weitere öffentliche Gebäude geflossen. In den kommenden Jahren stünden weitere Millionen Euro Fördermittel für die Kommunen bereit, um die Region zu entwickeln.
Der Vorstandsvorsitzende der Salzlandsparkasse, Hans-Michael Strube, erinnerte an seine Neujahrsrede 2025. Demnach wünschte er sich erneut, dass man stärker die Dinge wertschätze, die erreicht worden seien, statt ständig nur zu meckern. Der Salzlandkreis sei wirklich schön, weil ihn so viele Menschen mit ihrem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Engagement täglich wertvoller machen. Allerdings entstehe leider viel zu häufig der Eindruck, dass das Gegenteil der Fall sei. Er forderte, sich im laufenden Jahr wieder stärker auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind. Denn jedem stehe nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Die Salzlandsparkasse unterstütze dabei sowohl die Unternehmen als auch die Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren. Beim Neujahrsempfang erhielten der Verein Lyrachor Aschersleben, die Abteilung Tanzen des Vereins Aktivleben, der Förderverein Katharinenschule Schneidlingen und der Verein Schöpfrad jeweils 1000 Euro. Die stammen aus den Eintrittsgeldern der Gäste des Neujahrsempfangs. Der Lyrachor hatte die Veranstaltung musikalisch eröffnet.
Neben den beiden Neujahrsansprachen hielt Prof. Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, als diesjähriger Ehrengast ein Impulsreferat über wirtschaftliche Zusammenhänge. Darüber hinaus erörterten Hans-Jürgen Schwarz, Dr. Otto Drosihin, Geschäftsführer der mediaprint solutions GmbH Paderborn, zu der auch das Grafische Centrum Cuno in Calbe gehört, Michael Haßkerl, Vorstandsmitglied der Salzlandsparkasse, und Prof. Dr. Thomas Brockmeier die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Dabei wurde von allen der Wunsch deutlich, dass „Unternehmer wieder mehr Unternehmer sein dürfen“.
Zum Bild oben: Der Salzlandkreis präsentiert das neue Label "made in Salzlandkreis"
Zum Bild unten: Die Sparkassenvorstände Hans-Michael Strube (l.) und Michael Haßkerl (r.) übergeben jeweils 1000 Euro an den Verein Lyrachor Aschersleben, die Abteilung Tanzen des Vereins Aktivleben, an den Förderverein Katharinenschule Schneidlingen und den Verein Schöpfrad jeweils 1000 Euro