Ganz Freckleben kann jetzt in Giga-Geschwindigkeit surfen

Infrastrukturministerin Lydia Hüskens und Landrat Markus Bauer geben letzten geförderten Abschnitt im Ort zur Nutzung frei. Damit schließt Salzlandkreis endgültig das Projekt zum flächendeckenden Breitbandausbau in der Region ab.


Frecklebens Ortsbürgermeister Frank Hänsgen, Andreas Meyer von der Deutschen Telekom, Infrastrukturministerin Dr. Lydia Hüskens, Landrat Markus Bauer und Ascherslebens Oberbürgermeister Steffen Amme (v.l.) bei der Freigabe in Freckleben am Mittwochnachmittag. Bildquelle: Marko Jeschor / Pressestelle Salzlandkreis

Frecklebens Ortsbürgermeister Frank Hänsgen, Andreas Meyer von der Deutschen Telekom, Infrastrukturministerin Dr. Lydia Hüskens, Landrat Markus Bauer und Ascherslebens Oberbürgermeister Steffen Amme (v.l.) bei der Freigabe in Freckleben am Mittwochnachmittag. Bildquelle: Marko Jeschor / Pressestelle Salzlandkreis 

Freckleben. Ganz Freckleben kann jetzt superschnell im Internet surfen! Mit Hilfe des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt hat der Salzlandkreis die letzten verbliebenen Haushalte in Ascherslebens Ortsteil Freckleben mit einem Breitbandanschluss versorgt. Damit sind jetzt Bandbreiten von bis zu 1Gbit/s. möglich. Dafür hatte das Land noch einmal rund 520 000 Euro Fördermittel bereit gestellt. Freckleben ist der letzte Ort im Salzlandkreis, der über öffentliche Gelder von der Kreisverwaltung ausgebaut worden ist. Zum Abschluss der Bauarbeiten und zur Inbetriebnahme der Infrastruktur kamen Ministerin Dr. Lydia Hüskens und Landrat Markus Bauer sowie Ascherslebens Oberbürgermeister Steffen Amme am Mittwoch persönlich nach Freckleben.

Landrat Markus Bauer sagte vor Ort, dank des Engagements des Salzlandkreises und mit Hilfe des Landes und der EU seien in den vergangenen Jahren viele kleine Orte in der Region mit Breitbandanschlüssen versorgt worden, die ansonsten von den Telekommunikationsunternehmen aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit nicht ohne Weiteres eigenständig erschlossen worden wären. „Wir haben dafür gesorgt, dass die Rahmenbedingungen im ländlichen Bereich genauso gut sind wie in den Großstädten Magdeburg oder Halle. Eine moderne Infrastruktur ist für Unternehmen und Familien gleichermaßen wichtig, die ihr unternehmerisches und privates Glück abseits der Metropolregionen suchen.“ Es sei ihm wichtig, dass die Bereiche Wohnen, Wirtschaft und Wissenschaft stets zusammengedacht werden.

Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, sagte bei der Inbetriebnahme: „Das Land setzt beim Gigabitausbau konsequent auf Glasfaser, denn nur das stellt auf Dauer sicher, dass die Datenraten der Zukunft bewältigt werden können. So schaffen wir einen Anreiz für weitere Unternehmensansiedlungen, erhöhen die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger und sorgen zugleich für gute digitale Rahmenbedingungen, etwa für Homeoffice oder medizinische Teleanwendungen.“ Die Ministerin betonte: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, überall in Sachsen-Anhalt moderne Strukturen zu schaffen, damit sich Menschen ansiedeln, Unternehmen entstehen und weiterwachsen können. Nur so werden wir den ländlichen Raum außerhalb der Ballungszentren attraktiver machen und unser Bundesland anziehender auch für Menschen aus anderen Regionen.“

Beide dankten insbesondere den Anwohnern um Franz Prantl, die an verschiedenen Stellen auf die Straßenzüge in Freckleben aufmerksam gemacht hatten, die weder eigenwirtschaftlich von Telekommunikationsunternehmen noch im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus erschlossen worden waren. Daraufhin hatte der Salzlandkreis erneut Fördermittel beantragt und auch bewilligt bekommen. Nach einer ordnungsgemäßen Ausschreibung erhielt die Telekom Deutschland AG den Zuschlag. Sie verlegte für insgesamt 125 Haushalte zwischen der Wipper im Süden und der Bahntrasse im Norden des Ortes die entsprechenden Kabel und baute die Verteilerkästen. Der Abschluss der Arbeiten verzögerte sich allerdings, weil die Querung der Bahntrasse erst vor wenigen Wochen ermöglicht worden war.

Oberbürgermeister Steffen Amme erklärte: „Die digitale Infrastruktur ist entscheidend für die Zukunft unserer Stadt. Ziel ist es daher, mit dem Ausbau eines schnelleren Breitbandnetzes die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Es freut mich, dass nun in Freckleben alle Haushalte mit Breitband versorgt sind. Dies stärkt die Wirtschaft vor Ort und verbessert die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Mit dem Abschluss in Freckleben hat der Salzlandkreis erfolgreich eine Infrastruktur geschaffen, die auch künftig den Anforderungen gerecht wird. Mehr als 33 Millionen Euro allein an Fördermitteln flossen in die Region. Hinzu kamen und kommen noch immer die Investitionen der Telekommunikationsunternehmen, die sich im Salzlandkreis eigenständig für den Ausbau engagieren. Markus Bauer: „Wir haben dank der Unterstützung von EU, Bund und Land flächendeckend mehr als 36 000 Haushalte und 3 800 Firmen im Salzlandkreis mit Highspeed-Internet versorgt.“ Grundlage waren Überlegungen der Kreisverwaltung im Jahr 2015. Danach wurden über ein aufwändiges Markterkundungsverfahren in Kooperation mit den Städten und Gemeinden die Bereiche festgelegt, die sich als förderfähig erwiesen. Ein Großteil der Erschließung wurde bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen.

 

 

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