Landrat zeigt in Bernburg neue Ausstellung mit einer alten Bekannten.
Das Foto (Salzlandkreis, M. Bothe) oben zeigt Annekatrin Lutze mit ihrem Mann Ingolf neben Markus Bauer, nachdem die Bilder der kleinen Ausstellung im Landratsamt nach den Vorstellungen der Freizeitkünstlerin gehängt und ausgerichtet wurden.
Bernburg. Zurück in der Heimat: Farbige Stadtansichten von Bernburg, auch aus Plötzkau, Staßfurt, Schönebeck und Barby zieren seit wenigen Tagen die weißen Wände im Landratsbereich. Gemalt und gezeichnet hat sie Annekatrin Lutze in den 2000er Jahren, als sie ihr früheres Leben hier vor Ort verbracht hat.
„Schön, dass wir uns auf diese Weise wiedersehen.“ Mit herzlichem Dank begrüßte Landrat Markus Bauer die Hobbymalerin, die er vor allem auch aus ihrer jahrelangen beruflichen Arbeit im Marketing für die Salzlandsparkasse kennt. Inzwischen hat es sie mit ihrem Mann ins sächsische Nachbarland verschlagen. Bernburg ist ein wichtiger Bezugspunkt geblieben.
Mit dem untrüglichen Blick jener, die ihre heimatliche Umgebung und die Besonderheiten kennen und schätzen, mit individuellen Umsetzungsideen und mit geübter Hand entstanden die Motive in Öl, als Aquarell oder Zeichnung auf Papier: an der Saale, Schloss und Schlosskirche, Schmidt’s Ausspann, am Brahlenberg oder einfach am Tagebau. Neben neun Bernburger Ansichten hat Annekatrin Lutze mit ihren Bildern auch sechs weitere Einblicke in die Salzland-Region für die Präsentation ausgewählt. „Irgendwie war ich immer mit Kunst und Künstlern verbunden, auch wenn ich letztlich Finanzwesen studiert hatte. Mein Fundus ist groß aus den vielen Jahren, da ich in meiner Freizeit mit Leidenschaft gemalt habe, damals auch im Kunstkreis Sachsen-Anhalt oder später bei den Dienstagsmalern in Bernburg. Wenn jetzt also jemand Interesse zeigt und etwas davon erwerben möchte, für einen kleinen Betrag, die Lücke in der Ausstellung würde ich jederzeit wieder schließen“, versichert die Urheberin der Kunstwerke, die nun bis zum nächsten Sommer im Landratsamt am Bernburger Karlsplatz zu sehen sind.
„Ich bin da ganz offen,“ wiederholt der Landrat sein Angebot. Das dritte Jahre schon stellt er regelmäßig passionierten Freizeitkünstlern der Region die Wände in seinem Bürobereich für kleine Ausstellungen zur Verfügung, bietet Raum für Kreative. Mit nonverbaler Sendung, schon zur Begrüßung der Gäste im Raum, eröffne das oftmals guten Austausch im Anschluss. „Jedem meiner Gesprächspartner vermittle ich immer wieder gern, was der Salzlandkreis zu bieten hat. In jeder Hinsicht“, sagt der Chef des Hauses. Das waren zuvor schon Fotografien, Schüler-Projektarbeiten und Bilder aus dem gymnasialen Kunstunterricht. Mittlerweile finden solche künstlerischen Arbeiten auch Raum im Empfangsbereich zum Kreistagssitzungssaal. Vereine, künstlerische wie Kindergruppen und Einzelschaffende mit geeigneten Arbeiten kommen in Frage. Das darf durchaus als Einladung verstanden werden.