Bernburg. Je mehr Pedalritter es überfahren, desto schneller verschwindet das mit Kreide aufgesprühte Logo auch wieder. Landrat Markus Bauer – am Freitag in Bernburg vor dem Kreishaus - und seine beauftragten Verwaltungsmitarbeiter – Tage zuvor in den Orten im Kreis - haben letzte Hand angelegt vor dem STADTRADELN -Start am Montag. Sie haben, für jeden erkennbar an einzelnen Wegen und Plätzen, auf die Gemeinschaftsaktion aufmerksam gemacht.
„Jetzt liegt es bei den Salzländern, in ihren Beinen und den Köpfen, wie die Premiere 2026 gelingt.“ Markus Bauer hofft natürlich, dass die Resonanz groß ist und Lust macht auf mehr. Der Kreis ist erstmals mit von der Partie bei der internationalen Kampagne STADTRADELN und der Landrat stolzer Schirmherr: „Mit unserer Beteiligung ermöglichen wir allen die gleichzeitige Teilnahme, die sonst keine Möglichkeit finden über ihre Städte und Gemeinden.“
Die Stadt Calbe fährt schon. Aschersleben, Bernburg, Schönebeck und Staßfurt radeln mit dem Salzlandkreis gemeinschaftlich im vereinbarten Aktionszeitraum vom 14. Juni bis zum 4. Juli. Sie hatten sich dazu in einer Arbeitsgruppe intensiv vorbereitet. Für alle gilt, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zu fahren und dabei Kilometer für die Kommune zu sammeln. Drei Wochen lang Rad statt Auto! Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit - jeder geradelte Kilometer zählt.
Mitmachen können alle, die im Salzlandkreis wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, Einzelpersonen ebenso wie Teams. Wer möchte, kann ein eigenes Team gründen oder sich einem bestehenden anschließen. Bisher angemeldet sind 119 Teams. Im Vordergrund stehen der gemeinsame Spaß an der Bewegung, der Teamgedanke und das Engagement für eine nachhaltige Zukunft.
Schirmherr Markus Bauer erklärt: „Für mich ist die Gemeinschaftsaktion mit unseren Teilnehmerstädten im Kreis schon auch ein sportlicher Wettbewerb, aber sie ist eben noch viel mehr. Der Landkreis setzt zusammen mit seinen Kommunen ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität, Gesundheit und mehr Lebensqualität, ganz im Sinne unserer Zukunftsstrategie. Die Aktion verbindet uns, wenn wir im fairen Wettstreit bestmögliche Ergebnisse herauskitzeln. Schließlich ist es mein erklärtes Ziel, Radfahren im gesamten Salzlandkreis dauerhaft attraktiver, sicherer und selbstverständlicher zu machen – im Alltag wie in der Freizeit.“
Zumal die Salzländer in einer ländlichen Region leben, die schon jetzt von Radfahrern geschätzt wird. Drei beliebte Fernradwege und das lokale Netz verbinden die Städte und Gemeinden, bedeuten Lebensqualität und ermöglichen sanften Tourismus. Weil ein attraktiver Landkreis eine moderne Infrastruktur braucht, investieren der Salzlandkreis und auch die zugehörigen Kommunen gezielt in das Netz, sanieren bestehende Verbindungen, schließen Lücken und schaffen neue Strecken für sichere Schulwege und komfortable Wege zum Arbeitsplatz.
Auch auf diesen und für diese Strecken bewegt sich, wer beim STADTRADELN Kilometer sammelt. Wer die STADTRADELN-App nutzt, hilft darüber hinaus mit anonymisierten Verkehrsdaten, die zeigen, welche Routen viel genutzt werden und wo die Verantwortlichen planerisch ansetzen müssen.
„Also, werden Sie Teil der Bewegung“, lädt Landrat Markus Bauer alle Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen ein. Anmelden geht direkt über die zentrale Aktionsplattform www.stadtradeln.de mit Registrierung für den Salzlandkreis und Login.
Welche Stadt am Ende die nötige Radlänge vorn liegt, weiß der Landrat natürlich auch nicht. Aber er kündigt für die Teilnehmer, die sich beim Salzlandkreis angemeldet haben, schon mal an: „Die Kita, Grundschule und weiterführende Schule mit den meisten aktiven Teilnehmern bekommt einen Pokal von uns und der Teilnehmer mit den meisten individuell gefahrenen Kilometern erhält eine Salzlandkiste. Und im nächsten Jahr sind wir wieder mit von der Partie. Der dann schon zwölfte Salzlandradeltag 2027 soll unser gemeinsamer Auftakt werden.“
Die STADTRADELN-Kampagne wird von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Sachsen-Anhalt e.V. sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales unterstützt.





