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Saalefee unterwegs auf der Saale

Übung unter realen Bedingungen

Bernburg. Der Salzlandkreis erweitert das eigene Ausbildungsangebot für hiesige Feuerwehren auf Kreisebene. Erstmals sollen Atemschutzgeräteträger bei den Feuerwehren die Möglichkeit erhalten, eine sogenannte Realbrandausbildung zu absolvieren. Dafür sind im laufenden Jahr zunächst drei Seminare geplant. Landrat Markus Bauer sagt: „Wir setzen damit ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte und praxisnahe Ausbildung auf Kreisebene. Wir stärken damit zugleich das Ehrenamt in diesem für die Bevölkerung so wichtigen Bereich. Denn eine motivierte und gut ausgebildete Feuerwehr gehört genauso zu einem attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort.“

Der Landrat dankt in diesem Zusammenhang dem zuständigen Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst für Vorbereitung sowie der BOS112 Risc-Management GmbH in Bernburg, wo die Teilnehmer den ersten Lehrgang Ende April absolvieren werden.

Kreisbrandmeister Tobias Schumann sagt: „Einsätze werden komplexer und gefährlicher. Umso wichtiger ist es, dass unsere Kameradinnen und Kameraden regelmäßig unter realitätsnahen Bedingungen trainieren können.“ Die Feuerwehren der Städte und Gemeinden sind über das Angebot sowie die speziellen Zugangsvoraussetzungen bereits informiert.

Mit dem neuen Angebot reagiert die Kreisverwaltung auf den Wegfall eines ähnlichen Lehrgangs am Institut für Brand- und Katastrophenschutz des Landes Sachsen-Anhalt in Heyrothsberge. „Wir schließen eine Lücke, denn wir wollen eine hochwertige Ausbildung, die die besser schützt, die im Zweifel ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um anderen zu helfen“, sagt der Landrat. Er dankt allen, die sich in diesem für die Gesellschaft so wichtigen Bereich ehrenamtlich engagieren.

Kreisbrandmeister Tobias Schumann ergänzt, der Lehrgang biete ideale Voraussetzungen, um taktisches Vorgehen und Teamarbeit praxisnah zu festigen. „Theorie allein reicht im Feuerwehrdienst nicht aus. Man muss Hitze spüren und Abläufe verinnerlichen.“ Die zuständige Fachdienstleiterin Martina Lorenz erläutert, dass sich der Salzlandkreis stets für ein hohes Ausbildungsniveau der Feuerwehren engagiere – wozu auch die Realbrandausbildung einen großen Beitrag leiste. „Das ist letztlich auch wichtig, um eine ortswehrübergreifende und reibungslose Zusammenarbeit im Ernstfall zu ermöglichen.“

Tatsächlich gilt diese Realbrandausbildung als wichtiger Baustein moderner Feuerwehrschulung. In speziell dafür ausgelegten Anlagen, können Brände kontrolliert bzw. simuliert werden – mit echten Flammen, Hitzeentwicklung und Rauchgasen. So lernen die Feuerwehrfrauen und -männer den sicheren Umgang mit Extremsituationen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

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