Bernburg/Calbe. Sie wird blau und im Salzlandkreis gebaut. Für den Brückenschlag über die Saale zwischen Groß Rosenburg und Tornitz erhielt erst im Juli die Bietergemeinschaft von Arlt Bauunternehmen und ZSB Zwickauer Sonderstahlbau den öffentlichen Bauauftrag aus der Kreisverwaltung. Eng zusammen mit dem Unternehmen ZSB arbeitet die SBS Stahlbau Schönebeck GmbH. Sie hat ihren Sitz im Industriepark Calbe an der Saale, mit großen Produktionshallen, Lagerflächen, Schwerlastkränen, modernen Maschinen und Fertigungsanlagen für deutschlandweite Projekte. Im SBS-Firmenlogo Brückensilhouetten – das steht für Stahlbaukompetenz und moderne Technologien und passt perfekt zum Auftrag. Dort also, bei SBS vor Ort in Calbe, wird deshalb die neue Saalebrücke aus Stahl gefertigt. 2028 soll sie – strahlend blau - Radfahrern und Fußgängern neue Verbindung schaffen in der reizvollen Region zwischen Saale- und Elberadweg.
Der Salzlandkreis investiert knapp sieben Millionen Euro für das Brückenbauprojekt mit zusätzlich E-Bike-Ladestationen, fünf Millionen Euro davon gefördert vom Bund aus dem Nationalen Klimaschutzprogramm.
„Made in Salzlandkreis, mehr als bei diesem großen Infrastrukturprojekt geht nicht“, sagt Landrat Markus Bauer. „Von der Idee und Entwicklung bis zum Bau und zur Umsetzung. Das zeigt bis Berlin unsere Leistungskraft und ein regionales Label, auf das wir zu Recht stolz sein können, das wir aber auch gemeinsam in der Region weiter entwickeln wollen.“ Vor wenigen Tagen stattete der Landrat der hiesigen Stahlbaufirma auf Einladung von Betriebsleiter Sebastian Henning einen persönlichen Besuch ab.
Die Region um Calbe und Schönebeck im Salzlandkreis besitzt eine lange Tradition im Stahl- und Metallbau, war Teil bedeutender ostdeutscher Stahl- und Metallleichtbaukombinate. 2014 wurde aus der Elbe Stahlbau GmbH die Stahlbau Schönebeck GmbH. Inzwischen entwickelte sich die Firma mit rund 80 Mitarbeitern zu einem schlagkräftigen Stahlbauunternehmen am Markt. Die Handschrift der SBS im Bereich Fertigung von Großbauteilen steckt bereits jetzt in vielen großen Brückenbauwerken Deutschlands.
Und die SBS-Entwicklung geht weiter. Der Ausbau des Werkes läuft auf Hochtouren. Die Geschäftsleitung mit Thomas Baumann, Ronny Nierbauer und Sebastian Henning, der seit fast zehn Jahren im Betrieb ist und seit 2023 auch als Betriebsleiter fungiert, stellen sich hinter die selbstbewusste Idee des Labels „Made in Salzlandkreis“. „Darauf lässt sich gemeinsam etwas aufbauen“, bietet er dem Landrat interessiert weitere Zusammenarbeit an. „Auch wir als wirtschaftliches Unternehmen wollen jetzt für die Zukunft arbeiten. Im kommenden Jahr montieren wir erstmal die Brückenteile laut Auftrag, schweißen und geben ihnen die blaue Farbe. Es ist doch eine schöne Vorstellung, wenn unsere Arbeit nicht nur woanders, sondern auch in der Heimat Beachtung und Anerkennung findet.“
Das möchte Markus Bauer für den Salzlandkreis nur unterstreichen: „Mit unserem Potenzial in der Wirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung, mit einem gemeinsamen Herangehen können wir die jeweiligen Ziele am erfolgreichsten umsetzen, den Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Salzlandkreis selbstbewusst entwickeln und bekannter machen. Weil drin steckt, was drauf steht: „Made in Salzlandkreis.“






