Bernburg. Siebeneinhalb mal um den Äquator: 300.560 Kilometer in 21 Tagen. Bis zum Mond fehlen allerdings noch 20 Prozent der Strecke. Genau 1.436 Salzländer haben vom 14. Juni bis zum 4. Juli beim STADTRADELN im Kreis mitgemacht und dabei 23.784 Fahrten auf dem Rad zurückgelegt. 49 Tonnen klimaschädliches CO₂ wurden vermieden, wenn das Auto dafür stehenblieb. „Das ist ein starkes Ergebnis zum Einstieg. Im Sport würde man nach der verdienten Siegerehrung das Training schnell wieder aufnehmen und neue Ziele und Reize setzen.“ Nun ist Landrat Markus Bauer kein Trainer und Radfahren im Alltag alles andere als Leistungssport, aber der Schirmherr der diesjährigen Aktion im Salzlandkreis denkt bei der Auswertung natürlich auch an die Fortsetzung im nächsten Jahr.
Der Salzlandkreis hatte die Aktionspartner eingeladen, um Danke zu sagen, Erfahrungen zu teilen und die aus kreislicher Sicht erfolgreichsten Teilnehmern zu ehren. Im kreisweiten Ranking der Städte lag Bernburg mit fast 125.000 geradelten Kilomtern am Ende deutlich vorn, die örtliche Volksbank bei den Teams. Die Kita „Regenbogen“ aus Hohenerxleben und das Bernburger Gymnasium Carolinum sind die Kita und die weiterführende Schule im Kreis mit den meisten aktiven Radlern – 46 bzw. 30 hatten sich für die jeweiligen Teams ins Zeug gelegt. Als Einzelstarter mit der höchsten Kilometerzahl erwies sich Matthias Bönicke aus Zappendorf. Er allein fuhr im Aktionszeitraum 2.209 Kilometer, so wie eigentlich immer, fast täglich zur Arbeit nach Bebitz und zurück. Dafür gab es eine Salzlandkiste für ihn und für die beiden Bilungseinrichtungen einen Pokal nebst Urkunde vom Landkreis.
„Der Einstieg ist uns dank vieler aktiver Unterstützer gut gelungen. Danke an alle, die mitgemacht haben, Respekt und Glückwunsch für diejenigen, die sich mit ihren Leistungen hervorgetan haben. Beim nächsten Mal schaffen wir es auch noch, dass Grundschulen mitradeln und sich ihren Pokal bei uns abholen.“ Der Landrat sieht also Steigerungsmöglichkeiten. Für ihn ist eine Fortsetzung im nächsten Jahr, am besten unter gemeinsamer Flagge, keine Frage: „Gemeinschaftliches Radeln, mit den Städten Aschersleben, Bernburg, Calbe, Schönebeck und Staßfurt - und wer sonst noch mit von der Partie ist. Der Salzlandradeltag 2027 gibt den Start. So erreichen wir viele Menschen, die sich für Radfahren begeistern und in Teams oder einzeln für ihre Region antreten. Bei dieser internationalen Kampagne können mit unserer Beteiligung wirklich alle im Salzlandkreis teilnehmen.“
Für den diesjährigen Schirmherrn, Markus Bauer, jedenfalls ist die Gemeinschaftsaktion mit den Teilnehmerstädten im Kreis schon auch ein sportlicher Wettbewerb, aber sie ist eben noch viel mehr. Der Landkreis setzt zusammen mit seinen Kommunen ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität, Gesundheit und mehr Lebensqualität, ganz im Sinne der Zukunftsstrategie. Die Aktion verbindet. „Es ist mein erklärtes Ziel, Radfahren im gesamten Salzlandkreis dauerhaft attraktiver, sicherer und selbstverständlicher zu machen – im Alltag wie in der Freizeit“, erklärt der Landrat.





