Plötzkau/SLK. Kommt die Sommerhitze, ist die Natur im Zinkenbusch bei Plötzkau jetzt vorbereitet: Frischwasser aus der Saale fließt in das Angelgewässer am Saale-Radweg. Die Fläche ist begrünt, nachdem ein gezielter Deichdurchbruch den bisher abgetrennten Altarm wieder verbindet.
„Die Probleme der zurückliegenden Jahre mit hohen Wassertemperaturen, Fischsterben und Verlandung an dieser Stelle haben uns keine Ruhe gelassen. Ich bin sehr froh über das Ergebnis, das wir mit finanzieller Unterstützung der Salzlandsparkasse erreicht haben. Es dient dem Naturschutz und dem Hochwasserschutz gleichermaßen, ein Gewinn für den Wohnstandort Salzlandkreis“, sagt Landrat Markus Bauer. Er dankt allen Beteiligten für das Engagement und die Zusammenarbeit.
Die Renaturierung im Zinkenbusch ist ein Projekt des Verbands Naturpark „Unteres Saaletal“ in enger Zusammenarbeit mit dem Salzlandkreis. Der Verein verwaltet das gleichnamige Naturschutzgebiet an der Saale zwischen Halles Nordwesten bis hinter Nienburg. Sein Vorsitzender Tilo Wechselberger arbeitet beruflich in der Kreisverwaltung als Fachdienstleiter für Kreis- und Wirtschaftsentwicklung und Tourismus. Er kennt das Projekt und die fachlichen und finanziellen Herausforderungen für den Verein von beiden Seiten.
Erste Planungen und Voruntersuchungen reichen fünf Jahre zurück, ehe Fördermittel beantragt, alle erforderlichen wasser-, abfall-, boden- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen eingeholt und die Firmen für Planung und Bau gefunden waren und arbeiten konnten. Mit der Planung wurde die KUBENS Ingenieurgesellschaft mbH betraut. Die naturschutzfachlichen Unterlagen erarbeitete der Naturpark selbst. Und schließlich erledigte Anfang dieses Jahres die Firma Jäger Spezial- und Tiefbau die Bauarbeiten.
Zwischen beiden Altarmen wurde auf rund 55 Meter Länge ein Deichdurchstich geschaffen, die Böschungen angepasst und der ausgehobene Boden vor Ort wieder eingebaut. Die neue Verbindung soll Tiere wie Biber und Fischotter schützen und zugleich den Hochwasserschutz verbessern.
Die Gesamtkosten für das Projekt mit Planungsleistung belaufen sich auf 85.000 Euro. Für die Realisierung standen 40.000 Euro Fördermittel aus dem VDN-Projekt „für Klimaschutz und biologische Vielfalt in Feuchtlebensräumen in Naturparken“ mit der Förderung des „Kaufland Klimafonds mit freundlicher Unterstützung von Coca-Cola Europacific Partners DE“ zur Verfügung sowie 24.000 Euro aus der Gewinnausschüttung der Salzlandsparkasse.





