Groß Rosenburg. Alle Herausforderungen sind gelöst, die Planungen nunmehr abgeschlossen – jetzt hat der Kreistag den Weg für den Bau der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Saale zwischen Groß Rosenburg und Tornitz endgültig frei gemacht. Bei einer Enthaltung wurde die Vergabe der Bauleistungen an die Bietergemeinschaft Arlt Bauunternehmen GmbH und die ZSB Zwickauer Sonderstahlbau GmbH beschlossen. Das Unternehmen betreibt auch einen Standort in Calbe.
Landrat Markus Bauer sagte nach der Entscheidung: „Dieses Projekt wird nicht nur die Wege innerhalb der Einheitsgemeinde Barby enorm verkürzen und damit Impulse für einen nachhaltigen Alltagsverkehr geben. Die Brücke wird auch den Tourismus in der Region entscheidend voranbringen, weil sie den Elberadweg und den Saaleradweg an dieser Stelle besser miteinander verbindet. Das ist Wirtschaftsförderung pur und ganz im Sinne unserer Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030!“ Er verglich das Projekt mit der Saalebrücke in Bernburg, die sich längst etabliert hat. Der Landrat dankte deshalb den Kreistagsmitgliedern für ihre Unterstützung.
Während der Planungsphase musste die Kreisverwaltung einige unerwartete Hürden nehmen, entsprechend verzögerte sich der Fortschritt, wie der für Kreisentwicklung zuständige Fachdienstleiter Tilo Wechselberger erläutert. So gab es mehrere Anläufe bei den Ausschreibungen, komplizierte Grundstücksfragen mussten geklärt und Anpassungen aufgrund naturschutzrechtlicher Belange mehrmals vorgenommen werden.
Deshalb beginnt der Bau voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres mit der Entfernung der Gehölze, die Eröffnung der dann in einem Blau strahlenden Fachwerkbrücke aus Stahl ist für April 2028 geplant. Knapp sieben Millionen Euro kostet das Projekt, für das der Salzlandkreis fünf Millionen Euro aus dem Nationalen Klimaschutzprogramm des Bundes erhält. Die Differenz stemmt der Salzlandkreis aufgrund der Bedeutung des Projekts aus Eigenmitteln.
Aus Sicht des Salzlandkreises wird die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke vor allem die nachhaltige Mobilität in der Region Barby befördern. Sie stellt auch eine Alternative zu den drei Fähren dar, die insbesondere bei Niedrigwasser im Sommer nicht genutzt werden können. Dank E-Bikes seien heute auch größere Entfernungen problemlos möglich, erläutert Landrat Markus Bauer. Aufgeladen werden können die E-Bikes künftig ganz in der Nähe - an Ladestationen auf den Bahnhöfen in Sachsendorf und Gnadau. Die Stationen werden im Rahmen des Brückenprojekts ebenfalls gebaut. Die Ausschreibung dafür erfolgt noch.





