„Meilenstein für gesellschaftliche Entwicklung in der Region“

Könnern. Imposant sind die Treppenstufen, ebenso wie die mächtige Slipanlage für die Boote, die hier zu Wasser gelassen werden können – der Saalesteg aus Beton in der Nähe der Georgsburg bei Könnern unterscheidet sich von den anderen Steganlagen, die der Salzlandkreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden entlang der Saale zwischen Könnern und Calbe gebaut hat. Mittlerweile ist die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten aus massivem Beton gebaute Ein- und Ausstiegsmöglichkeit im Rahmen des Großprojekts „Saalesteganlagen im Salzlandkreis“ fertig gestellt. Landrat Markus Bauer übergab deshalb vor einigen Tagen die Anlage gemeinsam mit Bürgermeister Martin Zbyszewski sowie interessierten Könneranern ihrer Bestimmung. Ab sofort kann die Steganlage von Wasserwanderern genutzt werden, kostenfrei natürlich.

Landrat Markus Bauer sagte: „Die Steganlagen sind mehr als Ein- und Ausstiegshilfen für Wasserwanderer. Sie stellen alle echte Meilensteine für die gesellschaftliche Entwicklung im Salzlandkreis dar.“ Denn man habe damit weitere Anreize geschaffen, die Region zwischen Halle und Magdeburg zu entdecken. „Wir sind damit auch wieder als Wohnstandort attraktiver geworden. Das ist wichtig, denn nur wenn Menschen sich bei uns wohnen und wohlfühlen, dann stehen sie Firmen nicht nur als Arbeitskräfte zur Verfügung, sondern der Gesellschaft auch im Ehrenamt.“ Er verwies auf die Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030, die Grundlage solcher Fortschritte ist. Der Landrat dankte auch Bürgermeister Martin Zbyszewski für die erfolgreiche Zusammenarbeit bei diesem Projekt.

Landrat Markus Bauer (4.v.r.) und Könnerns Bürgermeister Martin Zbyszewski (6.v.r.) haben Anfang der Woche gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt sowie Firmenvertreter den Saalesteg in der Nähe der Georgsburg bei Könnern freigegeben.
© Salzlandkreis
Landrat Markus Bauer (4.v.r.) und Könnerns Bürgermeister Martin Zbyszewski (6.v.r.) haben Anfang der Woche gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt sowie Firmenvertreter den Saalesteg in der Nähe der Georgsburg bei Könnern freigegeben.

Der Bürgermeister dankte ebenfalls für die Initiative des Salzlandkreises. „Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Sie stellt wirklich eine schöne Möglichkeit dar. Das berichten uns Besucher regelmäßig.“ Er dankte auch der Betonwerk HTB Könnern GmbH & Co. KG für die Spende über 10 000 Euro. Martin Zbyszewski verwies zugleich auf das Engagement des Heimatvereins. Dieser habe ein Schild mit einem QR-Code errichtet, der die Gäste nicht nur digital begrüßt, sondern auf die Sehenswürdigkeiten in der Region hinweist. Landrat Markus Bauer sagte, das sei genau das, was vom Salzlandkreis gewollt sei. „Dass vor Ort weitere Ideen entstehen, wie die Region vermarktet werden kann.“ Vor Ort sollen auch noch Holzbänke aufgestellt werden, wie der Bürgermeister informierte.

Die Planungs- und Baukosten für den Feststeg aus Beton betrugen aufgrund der besonderen Bauweise rund 1,2 Millionen Euro. Die Stadt Könnern beteiligte sich mit einem Eigenanteil von rund 120 000 Euro an dem Projekt und wird wie die anderen Städte und Gemeinden künftig für die Unterhaltung der Anlage zuständig sein. So sieht es eine Vereinbarung zwischen Salzlandkreis und Könnern vor. Für den Großteil der Kosten konnte der Salzlandkreis Fördermittel von Bund und Land aus dem Fördertopf „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ einwerben. Gebaut werden sollen für die Anlage in Könnern noch Leitern für kleinere Boote sowie ein Unterwasserfahrschutz. Dazu laufen derzeit noch die Planungen. Insgesamt betragen die Planungs- und Baukosten für alle sieben Steganlagen rund fünf Millionen Euro.

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