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Armin Timler - der vergessene Zeichner

Seit 50 Jahren ist er tot, seine Bilder leben und erlauben demnächst eine gedankliche Reise ins Bördeland und Schönebeck, Barby und Calbe der jüngeren Vergangenheit. In einer Sonderausstellung zeigt das Salzlandmuseum Schönebeck einen Ausschnitt aus fast 100 Zeichnungen im eigenen Bestand, die der Kunstmaler und Pressezeichner Armin Timler hinterlassen hat – zum Gedenken an einen (fast) vergessenen Zeichner, der in Burg und Magdeburg lebte und mit seiner Arbeit Orte und Leben der Region porträtierte.Armin Timler wurde 1896 im heutigen Jerichower Land geboren, besuchte das Gymnasium in Magdeburg und nahm privat Kunstunterricht. Als Soldat im Ersten Weltkrieg wurde sein Weg zum Kunstmaler unterbrochen, aber nicht aufgehalten, auch wenn seine rechte Hand nach einer Verletzung steif blieb. Timler besuchte die Kunstgewerbeschulen von Magdeburg und Hannover und arbeitete dann als freischaffender Maler und als Pressezeichner für verschiedene Blätter, wie Genthiner Zeitung, Magdeburger Tageblatt und Mitteldeutsche Zeitung. Seine Arbeiten erschienen in Zeitungen und in Heimatkalendern. Bis ins hohe Alter gab er außerdem Zeichenunterricht und hielt Vorträge zur Kunstgeschichte. Am 11. April 1976 starb Armin Timler in Magdeburg.
Mit Bleistift, Pinsel und Tusche schuf Timler zahlreiche stimmungsvolle Ansichten von Dörfern, landwirtschaftlichen Höfen und arbeitenden Menschen. Er suchte die romantische Seele der Landschaft und am liebsten geschichtsträchtige Gebäude. Dieser Fokus verschob sich mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs: er zeichnete die Zerstörung Magdeburgs in typischer Timler-Manier in schwarz-weiß. Seine Bilder dokumentieren ein inzwischen fast verloren gegangenes Gesicht unserer Region.
Anlässlich des 50. Todestages von Armin Timler zeigt das Salzlandmuseum von Juli bis Anfang Oktober einen Ausschnitt aus den fast einhundert Zeichnungen im Besitz des Hauses.
Baumaßnahmen
Baumaßnahmen am Salzlandmuseum schreiten voran
Zahlreiche Handwerker aus verschiedenen Gewerken sorgen zur Zeit dafür, dass die Bauarbeiten in und am Salzlandmuseum weiter zügig voranschreiten.
Obwohl das Hinterhaus noch eingerüstet ist, kann man das neue rote Dach bereits erkennen. Bis auf ein paar Restarbeiten sind die Arbeiten der Dachdecker am Museum beendet. Somit hat jetzt das gesamte ehemalige Rathaus von Bad Salzelmen ein komplett neu saniertes Dach mit roten Biberziegeln erhalten.
Die Arbeiten der Zimmerleute, die vorwiegend auf dem Dachboden und im Dachstuhl passierten, sind abgeschlossen. Die alten Dachfenster und Gauben wurden denkmalgerecht wieder aufgearbeitet.
Am Hinterhaus, dem Anbau aus dem Jahr 1913, laufen die Arbeiten zur Fassadensanierung. Außer der Fassade werden auch die Fenstergewände und das Sockelmauerwerk in Abstimmung mit den Denkmalbehörden instand gesetzt. Der Abschluss dieser Arbeiten ist für Ende August geplant, so dass im September mit dem teilweisen Abbau der Rüstung zur Straßenseite begonnen werden könnte.
Im Anschluss daran wird das Vorderhaus am Markplatz wieder eingerüstet. Hier beginnt dann die grundhafte Sanierung der Sandsteinfassade.
Die Dach- und Fassadensanierung am Vorder- und Hinterhaus des Salzlandmuseums wird durch das Land Sachsen-Anhalt, Landesverwaltungsamt, Referat Denkmalschutz, finanziert.
Dachsanierung Salzlandmuseum Schönebeck


