
Schönebeck. Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung am Donnerstagnachmittag, 3. September, wird der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer, erwartet und ein Grußwort sprechen. Das Salzlandmuseum lädt ein. Die Wanderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“ wird im Salzlandmuseum bis zum Ende der jüdischen Wochen in Schönebeck laufen, endet mit ihnen am 21. November.
„Wir haben uns schon jetzt diese Ausstellung von der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin ins Haus geholt, damit wir mehr Zeit gewinnen, uns inhaltlich mit dem allzeit relevanten Thema auseinanderzusetzen“, erklärt Museumsleiterin Petra Koch. „Aus diesem Grund begleiten wir über die kommenden Wochen die Ausstellung vor Ort mit museumspädagogischen Programmen für junge und ältere Besucher.“ Die Museumsleiterin nennt die einzelnen Angebote, die für Interessierte kostenfrei buchbar sind:
Bei einem eintägigen Workshop lernen die Teilnehmer die Ausstellung kennen und setzen sich anschließend mit antisemitischen Mythen und Ressentiments im schulischen und außerschulischen Alltag auseinander.
Über vier Stunden können sich außerdem speziell junge Teilnehmer ab 14 Jahre bei einem Projekttag anhand der Ausstellung mit jüdischer Vielfalt auseinandersetzen.
Darüber hinaus bietet das Salzlandmuseum allen Besucherinnen und Besuchern im November, während der jüdischen Wochen in Schönebeck, die Möglichkeit, mit einer Virtual-Reality-Brille auf Zeitreise zu gehen, zwischen Nationalsozialismus und Heute, nämlich per VR-Brille das Anne-Frank-Haus in Amsterdam zu besuchen oder mit einem Zeitzeugen einen virtuellen Rundgang durch das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek zu absolvieren. Auch dieses Angebot ist frei buchbar, kostenlos.
Zur Wanderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt.“
Im Kontext des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ entstand unter Federführung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt die Wanderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“. Sie porträtiert zwölf Menschen, die von den Nationalsozialisten als Jüdinnen bzw. Juden markiert und als Konsequenz daraus gewaltsam aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurden. Zudem stellt sie die mit den sieben beteiligten Gedenkstätten verbundenen historischen Orte als NS-Tatorte vor. Damit einher geht eine Einordnung und Vorstellung der sechs Tatorte und heutigen Gedenkstätten Lichtenburg, Bernburg, Langenstein, Gardelegen, Roter Ochse Halle und Moritzplatz Magdeburg, denn die nationalsozialistischen Verbrechen fanden nicht nur fern im Osten statt, sondern direkt vor der Haustür, in der eigenen Nachbarschaft.
Eröffnung der Sonderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt!“ (vom 3.9. – 21.11.26) | Do, 3. Sept., 16.30 – 17.30 Uhr | Salzlandmuseum Schönebeck, Galeriesaal






