Calbe/Bernburg. Die heiße Phase beginnt in den Sommerferien 2027! Dann soll die umfangreiche Sanierung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Calbe beginnen – mit dem Umzug in speziell für den Unterricht konzipierte Container. Die entsprechenden Vorbereitungen werden nach den aktuellen Planungen demnächst abgeschlossen sein. Dann steht dem Mega-Projekt nichts mehr im Weg!
Rund zehn Millionen Euro investiert der Salzlandkreis in den Schulstandort in Calbe! „Es ist die bisher größte Einzelinvestition im Bildungsbereich. Das zeigt, wie wichtig uns das Gymnasium ist“, sagt Landrat Markus Bauer. Er bezeichnet das Projekt als wichtigen Faktor für den Salzlandkreis als attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Ende 2029 soll eine Schule entstanden sein, die modernen Standards genügt – sowohl in Bezug auf die digitalen Möglichkeiten als auch den Energieverbrauch.
Die für Bildung zuständige Fachbereichsleiterin Anke Meyer erklärte im Kreistag, welche Herausforderungen es in der Vergangenheit gab. Demnach mussten erste Planungen noch einmal überarbeitet werden. Damit verbunden waren neue Ausschreibungen, weitere einzuhaltende Fristen und deutlich höhere Kosten für das Gesamtprojekt. Mittlerweile seien jedoch Antworten für alle mit den unvorhergesehenen Verzögerungen verbundenen Fragestellungen gefunden worden.
„Wir wären natürlich alle gern schon weiter, allein schon im Interesse der Schüler und Lehrer, die beste Bedingungen verdienen“, erläutert Anke Meyer. Ursprünglich waren für das Projekt rund sechs Millionen Euro veranschlagt, 5,4 Millionen Euro dank des Engagements der Stadt Calbe aus dem Städtebauprogramm des Landes. Die Bauarbeiten sollten im Herbst 2025 beginnen.
Nun wird es voraussichtlich erst in einem Jahr richtig losgehen. Dafür erhält das Schulgebäude des Friedrich-Schiller-Gymnasiums eine neue Fassade, neue Fenster und eine Verschattungsanlage. Damit können die Bedingungen in den Unterrichtsräumen auch bei heißen Außentemperaturen verbessert werden. Überhaupt strebt die Kreisverwaltung mit der Sanierung eine deutliche Senkung des Energiebedarfs an.
Zudem wird das Gebäude mit einer zeitgemäßen betriebs- und sicherheitsrelevanten Ausstattung versehen. Dazu gehören die Gewährleistung der Barrierefreiheit durch den Einbau eines Aufzugs im Schulgebäude sowie die Installation einer neuen Lüftungsanlage in der Aula. Darüber hinaus erfolgt eine teilweise Erneuerung der Möblierung in den Klassenräumen. Mit diesen Maßnahmen werden die Förderinhalte des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ umgesetzt.
Grundlage für einzelne Sanierungsbestandteile sind entsprechende Vorgaben. Fachbereichsleiterin Anke Meyer erklärt: „Wir wissen natürlich um die Wünsche vor Ort, müssen aber auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts genau im Blick behalten.“ Das überprüft auch das für die Kontrolle von öffentlichen Liegenschaften zuständige Amt für Immobilien- und Baumanagement des Landes Sachsen-Anhalt. Für die Zeit der Sanierungsarbeiten werden 12 Unterrichtsräume als Container bereitgestellt, die in der Nähe der Sportanlagen errichtet werden.
Landrat Markus Bauer sagte dem Schülerrat des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in der jüngsten Kreistagssitzung zu, sie persönlich noch einmal über den aktuellen Stand der Dinge bei einem Vor-Ort-Termin zu informieren. Er dankte ihnen für ihren Mut, in der Einwohnerfragestunde im Kreistag das Thema anzusprechen.






