Aschersleben. Vorsicht Tierseuchengefahr! 40 Säcke mit Überresten geschlachteter Schafe hat der Fachdienst für Gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärangelegenheiten des Salzlandkreises auf einem Feldweg an der Landesstraße 85 bei Klein Schierstedt (Stadt Aschersleben) gefunden. Unbekannte hatten die Abfälle dort illegal entsorgt, vermutlich in den vergangenen zwei Wochen. Das Problem: Von diesen Schlachtabfällen geht ein gesundheitliches Risiko für Mensch und Tier aus, weil Krankheitserreger übertragen werden können. Eine solche illegale Beseitigung stellt deshalb mindestens eine Ordnungswidrigkeit dar, in schweren Fällen auch eine Straftat.

Der Fachdienst hat die Säcke mit den Schlachtabfällen nach einem Hinweis eines Bürgers über ein Meldeportal des Landes umgehend über die dafür vorgesehen Möglichkeiten entsorgen lassen und die Ermittlungen zum Verursacher aufgenommen. In diesem Zusammenhang bittet die Kreisverwaltung um Hinweise. Diese können telefonisch oder per E-Mail gegeben werden:
Sofern der Verursacher ermittelt wird, muss er mit einem Bußgeldverfahren rechnen auch die Kosten für die ordnungsgemäße Entsorgung tragen. Schlachtabfälle müssen in Sachsen-Anhalt von einem zugelassenen Beseitigungsbetrieb entsorgt und verbrannt werden.
Schlachtabfälle sind Tierische Nebenprodukte. Sie unterliegen besonderen rechtlichen Anforderungen an Sammlung, Transport und Beseitigung. Sie müssen in Sachsen-Anhalt von einem zugelassenen Beseitigungsbetrieb entsorgt und verbrannt werden. Dafür muss die SecAnim GmbH beauftragt werden. Personen, die Schlachten, kennen in der Regel den vorgesehenen Entsorgungsweg. Werden illegal entsorgte Schlachtabfälle außerhalb geschlossener Ortschaften gefunden, ist der Salzlandkreis für die ordnungsgemäße Beseitigung zuständig, innerhalb der Orte sind die Ordnungsämter zuständig.
Der Salzlandkreis muss immer wieder illegal entsorgten Müll einsammeln. Wegen Schlachtabfällen rückten Mitarbeiter des Fachdienstes für Gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärangelegenheiten allein in diesem Jahr 13 Mal aus, im vergangenen Jahr zehn Mal. Die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit.
