Bernburg/Wedlitz. Nächster Spatenstich für bessere Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum: Der Salzlandkreis hat mittlerweile an seinen Kreisstraßen mit den zur Verfügung gestellten Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt alle Hochwasserschäden aus 2013 behoben. Fast alle, denn die ebenso betroffene Kreisstraße 2101 zwischen Wedlitz, Stadt Nienburg (Saale) und der Landestraße 73 wurde bisher nicht erneuert, weil in diesem Bereich der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) derzeit noch plant, einen Deich umzuverlegen.
Klar ist: nicht vom Deichbau betroffen wird der 340 Meter lange Abschnitt vom Ortsausgang Wedlitz, Richtung Nienburg, bis zum ersten ländlichen Weg. Den nimmt der Salzlandkreis deshalb jetzt in Angriff. Die verbleibende Strecke muss warten bis der LHW seine Planung abgeschlossen hat.
Am heutigen Mittwoch war offizieller Spatenstich mit Landrat und Baubeteiligten. Markus Bauer sagt: „Jedes Stück Straße bringt uns voran. Unsere Ziele sind ein moderner, anziehender Wohn- und Wirtschaftsstandort und die entsprechende Infrastruktur. Mit dem Fachdienst Kreis- und Wirtschaftsentwicklung und Tourismus und mit den beauftragten Firmen der Region setzen wir hier alle personellen und finanziellen Ressourcen ein. Ich denke, das ist eine wertvolle Unterstützung der betreffenden Orte, für ansässige Unternehmen und Einrichtungen und natürlich für alle Nutzer der Straßen.“
Im Fall der K 2101 bei Wedlitz weist die Fahrbahnoberfläche zahlreiche Schäden auf, die beim letzten großen Hochwasser entstanden und weiter aufgewachsen sind. Mit dem grundhaften Ausbau wird die Fahrbahn auf freier Strecke gleichzeitig auf 6,5 Meter verbreitert, was aktuellen Standards entspricht. Anschließend erhalten insgesamt rund 2.200 Quadratmeter Fläche Asphalt. Mit dem Bau beauftragt ist die Firma Jaeger Spezial- und Tiefbau GmbH + Co KG Bernburg. Um die Planung kümmert sich PMI, Planungsbüro Magdeburg Ingenieurgesellschaft mbH.
Zur Bauvorbereitung mussten in den bisherigen Straßenrandstreifen zwei Bäume gefällt werden. Das erfolgte im Januar, und auch die naturschutzrechtlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit Ausgleichspflanzungen entlang der K 2373 zwischen Schackenthal und Schackstedt wurden bereits begonnen.
Für die Gesamtmaßnahme sind 456.000 Euro Investitionskosten veranschlagt, die der Salzlandkreis ausschließlich über das Fördermittelprogramm des Landes zur Beseitigung von Hochwasserschäden (Juni-Hochwasser 2013) finanziert.
Die Bauphase mit Vollsperrung soll voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein. „Bis dahin bitten wir alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Maßnahmen und notwendigen Einschränkungen“, sagt Landkreis-Fachdienstleiter Tilo Wechselberger. Für den allgemeinen Straßenverkehr ist eine Umleitung im überörtlichen Netz ausgeschildert, wie er außerdem informiert. Für die Linienbusse im ÖPNV der Kreisverkehrsgesellschaft wurde eine Umleitungsstrecke über ländliche Wege hergerichtet.






