Brumby. Das schafft deutsche Ingenieurskunst! Ein orange-silberner, gut drei Meter hoher Roboterarm nimmt ein etwa 100 Zentimeter langes Stahlrohr und platziert es in ein sogenanntes Umformwerkzeug, in der sich der Abdruck für das Produkt befindet, das gleich bei mehreren Tausend bar Druck entsteht. Nach wenigen Sekunden wird ein Bauteil geformt sein, das in Autos, Lkw oder Motorrädern zum Einsatz kommen kann. Dank des Innenhochdruckverfahrens präzise verformt, homogen und vergleichsweise leicht.
„Wir statten mit unseren Produkten jährlich rund eine Million Fahrzeuge aus“, erläutert Thorsten Schneider, Mitglied der Geschäftsleitung der Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG. Der Automobilzulieferer betreibt ein Werk in einem Gewerbegebiet im Staßfurter Ortsteil Brumby. Landrat Markus Bauer hatte das Unternehmen vor einigen Tagen gemeinsam mit dem für Kreisentwicklung zuständigen Fachdienstleiter Tilo Wechselberger im Rahmen seiner regelmäßigen Gespräche mit Wirtschaftsvertretern besucht.
Dort ließ sich Markus Bauer über die Entwicklung des Unternehmens und die aktuellen Herausforderungen informieren. Zugleich erläuterte der Landrat mit Verweis auf die Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030, inwiefern die Kreisverwaltung Unternehmen unterstützen kann: „Indem wir gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Rahmenbedingungen insbesondere im Bereich Wohnen schaffen, die Grundlage für ein attraktives Leben für Familien sind.“
Dazu zählen neben passendem Wohnraum u.a. verlässliche Bildungsangebote und ein verlässliches Nahverkehrsangebot. „Wenn Menschen bei uns leben und arbeiten, stehen sie nach Feierabend im Ehrenamt der Gesellschaft zur Verfügung. Gewerbesteuern sind auch wichtig. Mit Blick auf den demografischen Trend seien junge engagierte Familien jedoch der größtmögliche Gewinn für die Region.“ Der Landrat zeigte sich überzeugt, dass der Salzlandkreis zwischen Halle und Magdeburg auch dank Unternehmen wie der Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG viel Potenzial bietet.
Nach Angaben von Thorsten Schneider zählt der Standort in Brumby seit Jahren zu einem verlässlichen Arbeitgeber. Aktuell stehen knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort in Lohn und Brot. Dank des speziellen Angebots und trotz tiefgreifender Veränderungen in der Automobilbranche sei das Werk über Jahre mit Aufträgen ausgelastet. Gleichwohl seien steigende Energiepreise und ein Mangel an qualifizierten und gewillten Arbeitskräften eine Herausforderung, so das Mitglied der Geschäftsleitung. Vorrangig beschäftigt das Unternehmen Metallbauer und Industriemechaniker.
Landrat Markus Bauer dankte für die Möglichkeit des Unternehmensbesuchs. Es sei wichtig, sich persönlich kennenzulernen und im Gespräch zu bleiben. So könne man mit allen Akteuren in der Region gemeinsame Ziele definieren und Probleme lösen, bevor sie zu groß werden. „Als Kreisverwaltung verstehen wir uns als verlässlicher Partner der hiesigen Unternehmen.“





