Bernburg/SLK.Sie setzen sich ein – für eine starke Gemeinschaft: für rollatorgerechte Gehwege, sichere Zugänge, mehr Sitzbänke im Ort oder einfach für Begegnungen bei einem Plausch mit Kaffee und Kuchen. Die Seniorinnen- und Seniorenvertretungen im Salzlandkreis bringen Themen auf den Tisch, die den Alltag vieler Menschen verbessern – und machen eine große Bevölkerungsgruppe sichtbar, die sonst oft zu wenig Beachtung findet.
Einladung zum Dialog in der Kreisverwaltung
Vor diesem Hintergrund hatte Landrat Markus Bauer die Mitglieder des Kreisseniorenrates zu einer Gesprächsrunde in das Kreishaus eingeladen. Ein Treffen, das mittlerweile in guter Tradition stattfindet. Ein wichtiger Termin. Ziel war es, das ehrenamtliche Engagement der Senioren zu würdigen, Erfahrungen auszutauschen und über aktuelle sowie künftige Aufgaben zu sprechen.
Bauer betonte die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs: Die Tradition des jährlichen Treffens solle fortgeführt werden, um gemeinsam zurückzublicken und neue Herausforderungen in den Blick zu nehmen. „Wir wollen im Gespräch bleiben – zu Themen, die die Menschen direkt betreffen“, sagte der Landrat.
Beratung und Mitwirkung im Kreistag
Besonders hob Bauer den Beitrag der Seniorenvertretungen als wichtige Stimme im Landkreis hervor. Sie vertreten die Interessen älterer Menschen in kommunalen Gremien und wirken beratend auch im Kreistag mit. Damit tragen sie dazu bei, dass Anliegen und Erfahrungen der älteren Generation frühzeitig in politische Entscheidungen einfließen können.
Im Salzlandkreis sind derzeit 13 Seniorenvertretungen aktiv. Sie engagieren sich ehrenamtlich in Projekten zur Mobilität, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlichen Teilhabe, insbesondere im ländlichen Raum. Viele Ideen entstehen unmittelbar vor Ort aus der Initiative der Mitglieder.
Der Vorsitzende des Kreisseniorenrates, Harald Lütkemeier, machte deutlich, dass auch künftig zahlreiche Aufgaben anstehen – etwa die Verbesserung der Barrierefreiheit, die Pflegekoordination sowie die Sicherung von Mobilität und Daseinsvorsorge. „Wir müssen generationsübergreifend zusammenarbeiten, um die Lebensbedingungen für ältere Menschen nachhaltig zu verbessern“, betonte er.
Im Erfahrungsaustausch wurden viele Beispiele aus der Praxis vorgestellt.
Engagement mit Herz und Erfahrung
Annemarie Rockmann, Vertreterin der Region Aschersleben, hob hervor, wie wichtig das Miteinander der Generationen ist: „Alt und Jung zusammenzuhalten und für die Senioren da zu sein – am Ende den Menschen helfen zu können, gleich in welcher Lage sie sind, das ist unser Ziel.“
Frank Habich aus der Egelner Mulde berichtete aus seiner Arbeit vor Ort. Häufig gehe es um konkrete Hilfe im Alltag, etwa beim Ausfüllen von Anträgen oder bei Fragen rund um Angebote und Unterstützung. „Ich freue mich über jeden, dem ich helfen kann“, sagte Habich.
Wertschätzung und Unterstützung durch den Landkreis
Landrat Markus Bauer bekräftigte, dass der Landkreis die Arbeit der Seniorenvertretungen weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen werde. Ihr Mitwirken mache den Salzlandkreis lebenswerter – für alle Generationen.






