Dauerausstellungen

Die Sammlung

Die Sammlung beinhaltet ca. 60.000 Gegenstände aus Kunst, Kultur, Geschichte, Naturkunde, Volkskunde und Technik aus dem Salzlandkreis. Einige Sammlungsbereiche sind von überregionaler Bedeutung wie die Elbeschifffahrt und die Salzgeschichte. Jedoch kann nur ein kleiner Teil dauerhaft ausgestellt werden. Die übrigen Depotbestände werden in Sonderausstellungen gezeigt. Ein weiterer Teil des Bestandes befindet sich als Leihgabe in anderen Museen wie dem Technikmuseum in Berlin oder dem Kulturhistorischen Museum in Magdeburg.


Rundgang durch das Salzlandmuseum


Salzspu(e)ren

Der Name der Ausstellung „Salzspu(e)ren“ bedeutet sowohl „Salzspuren finden“ als auch das „Salz spüren“. In dieser wird die regionale Salzgewinnung und die Geschichte das Salzabbaus näher erklärt: von der Entdeckung der Solequellen in Groß Salze, über die Arbeit der Sieder und Pfännerschaft bis hin zur industriellen Verarbeitung im späteren preußischen Salinebetrieb. Das „weiße Gold“ ist nicht nur Namensgeber für das Salzlandmuseum und den Salzlandkreis. Sein Einfluss ist besonders im Stadtteil Bad Salzelmen erkennbar. Die prunkvoll ausgestattete Johanniskirche und das ehemalige Rathaus, indem sich das Salzlandmuseum befindet, zeugen vom aus dem Salzhandel stammenden mittelalterlichen Reichtum. Prägend war die gewinnbringende Salzherstellung darüber hinaus auf die Entwicklung der Industrie in Schönebeck und der Region über die Jahrhunderte.


LebensStröme

Nach der letzten Eiszeit entwickelten sich die Flüsse Elbe, Saale und Bode zu regelrechten Lebensadern im heutigen Salzlandkreis. Die drei Flussläufe sind auch heute noch die Grundlage für eine Vielzahl von Lebewesen, beispielsweise für den Elbebiber. Kurz vor der Ausrottung stehend wurde die Population des Bibers, dem Symboltier der Elbtalauen, mithilfe der Gründung von Naturschutzreservaten erhalten und stieg wieder stetig an.  

Doch nicht nur die Tierwelt, sondern ebenso die an den Strömen lebenden Menschen wurden von der Schifffahrt geprägt. Die harte Arbeit der Treidler und die bescheidene Existenz der Matrosen werden gleichermaßen betrachtet, wie die sich technisch weiterentwickelnden Verkehrsmittel auf dem Wasser. Vom einfachen Floß, über Hansekogge und Gierseilfähre, zu Dampf- oder Kettenschiffen ─ all diese Transportmittel trugen zur Bedeutung der Binnenschifffahrt im weltweiten Warenhandel bis in das 20. Jahrhundert bei.


Ringheiligtum Pömmelte

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersuchte vor allem Wolfgang Wanckel, Reeder und Heimatforscher aus Schönebeck (Elbe), die Region um Schönebeck. Durch akribische Untersuchungen konnten er und seine Mitstreiter eine wertvolle frühgeschichtliche Sammlung für das heutige Salzlandmuseum anlegen. Sie ermöglicht einen Einblick in die Lebenswelt unserer Vorfahren von der Jungsteinzeit bis zur frühen Bronzezeit.

2016 wurde das vor etwa 4.300 Jahren entstandene Ringheiligtum bei Pömmelte nach archäologischen Grabungen vor Ort rekonstruiert. Die Dauerausstellung im Salzlandmuseum zeigt die dabei wieder zu Tage getretenen Grabungsfunde ─ unter anderem Schädel, Pfeilspitzen und Grabbeigaben. Zudem sind weitere originale Objekte aus der Region zu sehen, die einen Einblick in das Leben der frühen Kulturen und deren Nutzung der Kreisgrabenanlage geben. Die Ausstellung geht auch auf die verschiedenen Sinnebenen des Heiligtums ein, welche die Fundstätte als ganz besondere Kultstätte hervorheben.

Der Besuch des Salzlandmuseums kann mit einer Besichtigung des unweit von Schönebeck gelegenen Ringheiligtums verbunden werden. Das Ringheiligtum ist ganzjährig frei zugänglich.

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