Über das Projekt
Jugendforen
Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an der „Partnerschaft für Demokratie“ wird ein Jugendforum eingerichtet. Dafür können vorhandene Strukturen, wie z.B. Jugendparlamente, Jugendbeiräte und/oder Jugendringe genutzt bzw. konzeptionell weiterentwickelt werden.
Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ initiiert Jugendforen im Salzlandkreis:
Ziel eines Jugendforums ist es, aktiv den Gestaltungsprozess in der Stadt im Bereich Kinder- und Jugendarbeit mitzugestalten und so neue Impulse zu setzen.
Bereits in der ersten Förderperiode von Demokratie leben! wurden in 4 Städten Jugendbeiräte/Jugendforum errichtet, die sich in den vergangen Jahren zu festen Größen entwickelt haben. Sie stehen der Jugend in ihrer Stadt als Ansprechpartner für alle Problemlagen zur Verfügung und beraten auch Stadtverwaltung und Politik zu jugendgerechten Themen. Eigene Veranstaltungen werden ebenfalls initiiert. Sitzungen finden seit Juni 2020 wieder regelmäßig statt.
Bernburg
Schüler des Gymnasiums Carolium sowie der Sekundarschule Campus Technicus schließen sich zusammen, um an Bernburgs Gestaltung mitzuwirken. Außerdem wirken einige der Mitglieder als Vertreter*innen der Jugendclubs in Bernburg.
Weitere engagierte Jugendliche sind herzlich willkommen. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen: Luisa.Liebefinke@stejh.deEgeln
Vier motivierte Schüler der Verbandsgemeine Egelner Mulde schlossen sich zu einem Jugendbeirat zusammen. Hier wird besonders dringend Nachwuchs gesucht.
Aschersleben
Eines der am längsten bestehenden Jugendforen ist in Aschersleben ansässig. Auch hier arbeiten Vertreter der verschiedenen Schulen aber auch Berufsschulen zusammen. Interessenten sind herzlich willkommen.
Beitrag auf der Homepage der Stadt Aschersleben
Staßfurt
Der Jugendbeirat arbeitet ebenfalls seit längerer Zeit sehr aktiv und freut sich auf neue Mitglieder.
Beitrag auf der Subdomain "Kinder- und Jugendnetz" der Stadt Staßfurt
Partnerschaft für Demokratie
Das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ ist das Nachfolgeprogramm zum Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“.
In den Jahren 2020 bis 2024 soll mit dem Nachfolgeprogramm eine Förderung des zivilen Engagements und demokratischen Verhaltens auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene erfolgen. Über eine zielgerichtete Zusammenarbeit der regionalen Begleitausschüsse, Projektträger und regionalen Netzwerkstellen wird eine „Partnerschaft für Demokratie“ aufgebaut. Schwerpunkt liegt hier auf dem Ausbau von bewährten Strukturen und Beteiligungsansätzen. Es werden jedoch auch neue Konzepte zu demokratischer Beteiligung entwickelt und erprobt, um eine Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort zu gewährleisten. Eine Weiterentwicklung der bereits bestehenden drei regionalen Netzwerkstellen in Koordinierungs- und Fachstellen ist ausschlaggebend für das Erreichen aller vor Ort relevanten Akteure für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit sowie für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens. Alle lokalen Netzwerke werden aktiv einbezogen und der Bezug zu den Problemlagen hergestellt. Bestehende lokale Bündnisse werden intensiv beteiligt und tragen zur Implementierung nachhaltiger Strukturen bei.
Die „Partnerschaft für Demokratie“ wird genutzt, um die besonderen, situations- und kontextabhängigen Problemlagen und Bedarfe in der Auseinandersetzung mit Demokratie-, Rechtsstaats- und (gruppenbezogener) Menschenfeindlichkeit im Gemeinwesen zu erkennen und schnell handeln und gegebenenfalls gegensteuern zu können.
Grossert, Joachim 14Begleitausschuss
Voraussetzung für die Entwicklung einer „Partnerschaft für Demokratie“ ist die Bildung eines lokalen bzw. regionalen Begleitausschusses, der neben Vertreterinnen und Vertretern aus möglichst allen relevanten Ressorts der kommunalen Verwaltung und anderer staatlicher Institutionen mit lokalen bzw. regionalen Handlungsträgern aus der Zivilgesellschaft besetzt wird.
Der Begleitausschuss
- ist ein strategisch handelndes und regelmäßig tagendes Gremium zur Entwicklung, Implementierung und Umsetzung sowie der nachhaltigen Verankerung der „Partnerschaft für Demokratie“;
- unterstützt und begleitet die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in der „Partnerschaft für Demokratie“;
- legt die Eckpunkte der Gesamtstrategie nach Beratung in der Demokratiekonferenz fest;
- analysiert lokale bzw. regionale Unterstützungsmöglichkeiten und organisiert deren Einbindung;
- berät die Koordinierungs- und Fachstelle und das federführende Amt in der praktischen Arbeit der „Partnerschaft für Demokratie“, insbesondere bei der Umsetzung und Fortschreibung sowie der nachhaltige Verankerung;
- entscheidet über die Einzelmaßnahmen, die zur Umsetzung der Zielstellungen der „Partnerschaft für Demokratie“ durchgeführt werden sollen und begleitet diese.
Erfahrungen
Fördermittel
Im Salzlandkreis sind drei Partnerschaften für Demokratie tätig:
- Bernburg (Saale), Staßfurt, Aschersleben
- Calbe (Saale), Barby, Bördeland
- Schönebeck (Elbe)
Bernburg, Staßfurt und Aschersleben sind unter der Regie des Salzlandkreises zusammen mit dem Kooperationspartner Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg.
Calbe, Barby, Bördeland und Schönebeck laufen über den Träger Rückenwind e.V.
Die zur Verfügung stehenden Fördermittel am Beispiel Bernburg, Staßfurt und Aschersleben beliefen sich in den letzten Jahren auf ca. 100.000 Euro von Bundesseite. Tendenz ist von Jahr zu Jahr steigend. In den letzten zwei Jahren gab auch das Land Sachsen-Anhalt eine Unterstützung von weiteren 10.000 Euro zu jeder Partnerschaft hinzu. In 2020 wurden der Region 125.000 Euro Bundesmittel und 10.000 Euro Landesmittel bereit gestellt.
Anzahl der Projekte
In den letzten Jahren haben sich Mikroprojekte (bis 500 Euro) sehr gut bewährt. Davon können pro Jahr 30 angeboten werden, um umgesetzt zu werden.
Vereine, Institutionen, Kirchen, und gemeinnützige Einrichtungen nehmen diese Unterstützung gern in Anspruch.
Auch größere Veranstaltungen wurden gefördert, wie z.B. BISS- der Salzlandkreis bewegt sich, Instant Acts und die Interkulturelle Woche im Salzlandkreis. Die Anzahl der Anfragen stieg jährlich kontinuierlich an, sodass mittlerweile zwischen 7-10 Großprojekte über 500 Euro jährlich unterstützt werden (z.B. die Kinderstadt Bärenhausen, das Kindercafé in Staßfurt und die Wirtschaftsjunioren in Aschersleben).
Federführung
Das federführende Amt ist in der kommunalen Verwaltung im Fachdienst Jugend und Familie angesiedelt. Es fungiert als zentraler Ansprechpartner vor Ort für das Bundesministerium bzw. die Regiestelle im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Anlaufstelle für lokale Akteur*innen und Partner für die einzurichtende Koordinierungs- und Fachstelle.
Suchergebnisse werden geladenKeine Abteilungen gefunden.Das federführende Amt ist insbesondere zuständig für:
- die rechtsverbindliche Antragstellung für die „Partnerschaft für Demokratie“ auf Zuwendung von Bundesmitteln aus dem Programm;
- die rechtliche Verantwortung der Umsetzung der „Partnerschaften für Demokratie“;
- die ordnungsgemäße Mittelverwendung und die Weiterleitung der zugewendeten Bundesmittel an Dritte;
- die rechtsverbindliche Mittelanforderung bei der Regiestelle;
- die Abrechnung der Fördermittel gegenüber der Regiestelle (Verwendungsnachweis) und die damit zusammenhängende Erstprüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Bundesmittel;
- die Organisation, Berufung bzw. Bereitstellung einer Koordinierungs- und Fachstelle und des Begleitausschusses.
Suchergebnisse werden geladenKeine Mitarbeitende gefunden.




