Klimaanpassungsmanagement Salzlandkreis


Zum 1. August 2025 wurde vom Salzlandkreis ein Klimaanpassungsmanagement eingerichtet. Ziel des Erstvorhabens ist die Erstellung eines Klimaanpassungskonzepts. Klimaveränderungen stellen für den Salzlandkreis sowohl Risiken als auch Chancen dar. Im Rahmen des Konzepts sollen diese Risiken und Chancen frühzeitig identifiziert und gemeinsam mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden.
Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) unter der Förderrichtlinie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS) im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK).
Projekttitel: ANK-DAS A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für die eigenen Zuständigkeiten des Salzlandkreises.
Projektlaufzeit: 1. August 2025 bis zum 31. Juli 2027
Förderkennzeichen: 67DAAN0741
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz
Durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) werden verschiedenste Maßnahmen gefördert, welche den Schutz von Natur und Klima verbinden. Durch die Etablierung intakter Ökosysteme in ländlichen sowie städtischen Gebieten wird die biologische Vielfalt gefördert und zugleich durch die Bindung von Kohlenstoffdioxid (CO2) ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.


Wie können Städte in Zeiten zunehmender Hitze und Trockenheit klimaresilient und attraktiv gestaltet werden? Dieser Frage gingen das Klimaanpassungs- und Klimamanagement des Salzlandkreises zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern mehrerer kreisangehöriger Kommunen und der Stadt Halle am 17.08.2026 gemeinsam nach. Das Lutherviertel in Halle (Saale) ist überregional für sein innovatives Konzept zur Nutzung von Niederschlagswasser in Kombination mit einer klimaresilienten Innenhofgestaltung bekannt. Vor Ort erläuterte der zuständige Planer die vielfältigen Maßnahmen der blau-grünen Infrastruktur.
Anfallendes Regenwasser von den Dachflächen wird nicht in der Kanalisation „entsorgt“, sondern in den Innenhöfen in Rigolen gespeichert und zeitverzögert an den Boden abgegeben. Dieses Wasser versorgt die vielfältige Bepflanzung der Innenhöfe. Diese umfasst den alten Baumbestand, neue Bäume, Stauden, Wildblumenwiesen und Rasenflächen. Die Neugestaltung der Innenhöfe wertet das Wohnumfeld optisch auf, sorgt für Kühlung an heißen Tagen und hat zu einer deutlichen Steigerung der Nachfrage anliegender Mietwohnungen geführt.
Diese Elemente der wassersensiblen Stadtentwicklung bieten auch für Unternehmen der Abwasserwirtschaft Vorteile. Sie verringern die Einleitung von Niederschlagswasser in das öffentliche Kanalsystem erheblich und fangen Starkregenereignisse ab.
Zukunftskonzept für das historische Saline-Ensemble: Zu Besuch beim SALTSA-Projekt
Im Anschluss an den Besuch des Lutherviertels wurde die Gelegenheit zum Austausch mit den Projektverantwortlichen des SALTSA-Projekts genutzt. Das im Frühjahr 2026 gestartete Projekt widmet sich der Frage, wie ungenutzte Bereiche der historischen Industrieanlage zukünftig für Kultur, Bildung und Wissenschaft entwickelt werden können.
Klimaanpassungsmanagerin
Zuständige Stelle