Wir über uns

Die Förderschule „Lebensweg“ ist eine von 2 Förderschulen in Trägerschaft des Salzlandkreises in der Region Bernburg. Die Schule liegt integriert in einem Wohngebiet in der Nachbarschaft der Grundschule "Regenbogen".
Die Förderschule „Lebensweg“ ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
Die Schüler, die unsere Schule besuchen, sind im Alter und Entwicklungsstand, in ihren kognitiven, sprachlichen, motorischen, emotionalen und sozialen Fähig- und Fertigkeiten sehr unterschiedlich. Sie unterscheiden sich in ihren Möglichkeiten, die Welt zu erkennen, zu erfahren und zu verstehen.
Der Unterricht findet in Vorhaben und Projekten statt. Die Inhalte werden umfassend, fächerübergreifend, handlungsorientiert und lebenspraktisch erarbeitet. Dadurch ist unsere Schule ein
Lebens-, Erfahrungs- und Lernraum
für unsere Schüler.
Abgeleitet von den Unterrichtszielen richten sich unsere Bemühungen darauf, die Schüler auf ihr gegenwärtiges und zukünftiges Leben vorzubereiten. Sie auf ein Leben in größtmöglicher Selbstständigkeit und Selbstbestimmung vorzubereiten, ist Aufgabe der Förderschule „Lebensweg“. Davon abgeleitet lautet das Leitbild unserer Schule:
„Am Leben lernen für ein selbstbestimmtes Leben“.
Im Schuljahr 2021/22 lernen insgesamt 98 Schüler in 15 Klassen bei uns. Sie werden von 17 Lehrkräften sowie 15 Pädagogischen Mitarbeitern und 2 Therapeuten unterrichtet und betreut.
Gründung
district de SalzbourgSeit über 30 Jahren entwickelt sich unsere Schule als ein Haus der verschiedenen Aktivitäten, in dem sich behinderte Kinder und Jugendliche angenommen fühlen und Hilfe für ihr weiteres Leben bekommen. Die Überlegung der Eltern und Pädagogen hinsichtlich eines schulformbezogenen und an den Besonderheiten der Schülerschaft orientierten Schulnamens gaben den Ausschlag für die Wahl des sachbezogenen Namens „Lebensweg“. Der Schulname spiegelt Grundsätze und Zielsetzungen der pädagogischen Arbeit der Schule in Zusammenarbeit mit den Eltern und der Öffentlichkeit wieder.Die Förderschule „Lebensweg“ ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Unsere Schule hat ihren Ursprung in der Tages- und Wochenstätte der Kinderneuropsychiatrischen Klinik des Bezirkskrankenhauses in Bernburg. Die Übernahme der rehabilitationspädagogischen Fördereinrichtung des Gesundheitswesens in den Bereich Bildung und deren Umprofilierung erfolgte zum 01.01.1991.
Charte
Am Leben lernen für ein selbstbestimmtes Leben
district de SalzbourgLeitsätze
- Grundkonsens an unserer Schule ist, Schüler und Schülerinnen in einem Klima der Geborgenheit ihren Fähigkeiten entsprechend, zu fördern und zu fordern. Es ist daher der pädagogische Auftrag der Schule, sich am einzelnen Schüler zu orientieren und an seine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen anzuknüpfen.
- Wir gehen von der jeweiligen Stärke und Vorliebe der Schüler aus. Dazu ist es unabdingbar, herauszufinden, wo die Stärken und Interessen des Schülers liegen
- Wir möchten den Schülern Persönlichkeitsentfaltung ermöglichen, indem wir auf ihre Bedürfnisse, Ideen und Anregungen eingehen, ihre Neugierde und ihr Interesse für eine Sache wecken, unterstützen und bestärken
- Wissensvermittlung soll durch ganzheitliche Erfahrungen „Mit allen Sinnen“ und durch eigenes Handeln der Schüler geschehen und erlebbar sein.
- Eckpfeiler in der schulischen Erziehungsarbeit sind für uns Toleranz, Rücksichtnahme und Kooperation. Das schafft ein Klima, das allen Beteiligten Vertrauen und Zuversicht ermöglicht.
Lernen in Stufen
Der Unterricht an unserer Schule orientiert sich am Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung des bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur. In Anlehnung an diese Richtlinien ist es daher der pädagogische Auftrag der Schule, sich am einzelnen Schüler zu orientieren und an seine Fähigkeiten, Fertigkeiten, Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen anzuknüpfen.
Die Schulzeit an unserer Schule umfasst in der Regel 12 Schulbesuchsjahre. Die SchülerInnen durchlaufen während ihrer gesamten Schulzeit die Grundstufe (Klasse 1-4), die Mittelstufe (Klasse 5-6), die Oberstufe (Klasse 7-9) und die Berufsschulstufe (Klasse 10-12).
Unterstufe
Die Schüler sollen durch feste Strukturen, Rituale und wiederkehrende Abläufe mit dem Unterrichtsalltag vertraut gemacht werden und Gelegenheit bekommen, sich mit elementaren Unterrichtsinhalten auseinanderzusetzen. Die Themen in dieser Stufe spiegeln Formen des ganzheitlichen kindlichen Lernens wieder.
Körperliche Bewegung ist ein Grundbedürfnis aller Kinder und äußert sich in einem starken Bewegungsdrang. Deshalb hat der Bereich Bewegung, Sport und Schwimmen in der Unterstufe eine große Bedeutung. Auch in der Hofpause gibt es auf dem Schulhof viele Bewegungsangebote (Fahrräder, Roller, Ballspiele, Kletterburg u. a.).Mittelstufe
In der Mittelstufe wird die Arbeit der Unterstufe fortgesetzt und erweitert.
Die Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe werden verstärkt in die Planung und Durchführung von Vorhaben, Projekten und Unterrichtsgängen einbezogen.
Lernen und Arbeiten wird selbstständiger, Arbeitsformen wie Freiarbeit und Stationslernen werden eingeführt.Oberstufe
Nachdem die Schüler die Mittelstufe durchlaufen haben, werden sie in der Oberstufe beschult. Die meisten Oberstufenschüler sind vom Alter her mitten in ihrer Pubertät, einige der Schüler befinden sich schon an der Schwelle zum Erwachsenenleben. Dementsprechend werden Unterrichtsthemen und Methoden vielfach von jugendlichem Interesse, Problemen, Lebenssituationen etc. mitgeprägt (z. B. Freundschaft und Liebe, Stärkung der eigenen Ich-Identität, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen sowie zunehmende Selbstständigkeit). Besonders auch Themen, die sich mit Reifungsprozessen bei den Schülern und Schülerinnen beschäftigen, haben in der Oberstufe ihren Platz.
Berufsschulstufe
Wenn die Schüler im 10. Schuljahr sind, beginnt für sie die 3-jährige Berufschulstufe.
Es ist Aufgabe und Ziel der Berufsschulstufe, die Schüler auf ihr Leben als Erwachsene vorzubereiten. In der Berufsschulstufe sollen die Schüler u. a. Grundfähigkeiten und Grundfertigkeiten im sozialen, lebenspraktischen und berufsbezogenen Bereich erlangen, um in der Werkstatt für Behinderte aufgenommen zu werden oder um einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft zu erhalten.
Die Entwicklung der Persönlichkeit ist ein wichtiges Förderziel in der Berufsschulstufe.
Die Förderung einer angemessenen Arbeitshaltung (Konzentration, Ausdauer, Sorgfalt, Genauigkeit, Arbeitstempo und Pünktlichkeit) ist ein weiterer Schwerpunkt.
Die Schüler sollen im Hinblick auf ihr späteres Berufsfeld gefördert und auch auf eine individuelle Lebensführung und -gestaltung vorbereitet werden.Berufsvorbereitung/Berufliche Eingliederung
Die Schule übernimmt einen wesentlichen Teil der Vorbereitung auf das zukünftige Berufsleben der Jugendlichen. Dabei sind Möglichkeiten zur Berufsorientierung zu bieten und zu nutzen.
Gegen Ende der Schulzeit bekommen Maßnahmen der Hinführung an die Berufswelt zunehmend besondere Bedeutung.
Der Lehrplan weist im Unterrichtsfach Arbeit und Beruf die Teilnahme an Betriebspraktika aus. Stärker als in den vorausgehenden Schulstufen wird die pädagogische Arbeit in der Berufsschulstufe deshalb durch die regionalen und lokalen Gegebenheiten mitbestimmt.
In der Berufsschulstufe sollen die Schüler viele Lebensbereiche durch Praktika unmittelbar kennenlernen. Neben den Bereichen des Wohnen und der Freizeit sollen die Schüler in verschiedene Bereiche der beruflichen Arbeit eingeführt werden.
Hierzu dienen Betriebserkundungen und Betriebspraktika in geeigneten Arbeitsstätten. Die Schüler sollen in kleinen Gruppen in Begleitung der ihnen vertrauten Lehrkräfte über einen begrenzten Zeitraum am Arbeits- und Sozialleben der Arbeitsstätte aktiv teilnehmen.Praktikumsbetriebe
- Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe Bernburg
- Ökostation Neugattersleben
- Förderverein Bildung und Arbeit e. V.
- Stadtbibliothek Bernburg
- Hagebaumarkt Bernburg
Im Klassenverband oder in kleinen Gruppen werden o. g. Einrichtungen einmal wöchentlich aufgesucht.
Unterricht und Förderung
district de SalzbourgUnsere Schüler werden in Unter-, Mittel-, Ober- und Berufsschulstufenklassen unterrichtet. Die oft sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen unserer Schüler und Schülerinnen und ihre zum Teil sehr individuellen Lernbedürfnisse stellen an unseren Unterricht besondere Anforderungen.
Der Unterricht findet vorwiegend in Vorhaben und Projekten statt, die Inhalte werden fächerübergreifend, handlungsorientiert und lebenspraktisch erarbeitet.
Unterrichtsinhalte
Gemeinsames Lernen
Die Schule hat die einmalige Chance und die besondere Pflicht, einen wirkungsvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderung zu leisten.
Persönlichkeit und soziale Beziehungen
Das Miteinander ist ein zentrales pädagogisches Prinzip der Förderschule für Geistigbehinderte. Soziale Integration und die Entwicklung lebensbedeutsamer Kompetenzen sind Aufgabe der Förderschule.
Wahrnehmung und Bewegung
Im Mittelpunkt des Unterrichts, der Wahrnehmung und Bewegung fördert, stehen spielerische und alltagsbezogene Handlungssituationen.
Denken und Lernen
Denkerziehung ist ein durchgängiger Grundsatz für jede Unterrichtsstunde.
Kommunikation und Sprache
Neben der gesprochenen Sprache können Gebärden, Bilder, Symbole und elektronische Hilfen die kommunikativen Möglichkeiten erweitern oder ersetzen.
Selbstversorgung
Der Schulalltag bietet vielfältige natürliche Anlässe, in denen alle Bereiche lebenspraktischer Selbstständigkeit in verschiedenen Situationen geübt werden können.
Deutsch
Lesen heißt verstehen von Körpersprache, Bildern, Symbolen, Signalen, Wörtern und Texten. Schreiben heißt darstellen eigener Gedanken und Aufschreiben von Inhalten.
Mathematik
Im Unterricht werden mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt und mit praktischen Anwendungsfeldern verknüpft.
Bewegung und Sport
Sich bewegen heißt, auf vielfältige Weise mit der umgebenden Welt in Kontakt zu treten.
Kunst/Musik
Der Unterricht im Lernbereich Werken schult Handlungs-, Material-, Methoden- und Sozialkompetenz.
Hauswirtschaft
Das Beherrschen von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten ist Voraussetzung für die Fähigkeit, sich soweit wie möglich selbst zu versorgen.
