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Über die Arbeit der Bürgerinfo-Hotline des Salzlandkreises

Seit nunmehr vier Wochen ist die Bürgerinfo-Hotline beim Salzlandkreis freigeschaltet. Die Behörde, ihr Krisenstab und der Fachdienst Gesundheit reagierten mit als die Ersten im Land auf die vielen Anrufe und Fragen zur Ausbreitung des Corona-Virus. Zu der Zeit sagte Landrat Markus Bauer: „Wir wollen Transparenz herstellen, um unnötige Verunsicherung in der Bevölkerung zu vermeiden.“

Wo anfänglich in der Tat überaus große Verunsicherung unter allen Einwohnern herrschte, so ist sie inzwischen eingeübter Praxis und geordneter Routine gewichen, mit der die Verwaltung regulierend eingreifen kann. „Wir sind sehr froh über die jüngste Entwicklung“, resümiert Amtsärztin Heike Leonhardt. „Es gab und gibt viele berechtigte Fragen, auf die wir Antwort geben. Auch wenn wir nicht immer die Sorgen der Anrufer ausräumen können, manchmal helfen schon Zuhören und ein freundliches, beruhigendes Wort. Unsere Mitarbeiterinnen an den Telefonen sind gut vorbereitet und spenden zuweilen auch Trost als Soforthilfe“, versichert die Ressortchefin. 

Jeden Tagesbeginn stimmen sich die Landkreis-Verantwortlichen in kleiner Runde mit dem Landrat ab, ordnen alle neu eingelaufenen Informationen und legen notwendige Maßnahmen mit Verantwortlichkeiten fest. Dazu gehört täglich der Rücklauf von Infos zur Bürgerhotline in Bernburg. Einige Kolleginnen von Kreisvolkshochschule und -musikschule unterstützen die Mitarbeiter im Gesundheitsbereich. Die Einrichtungen der Bildungsakademie müssen geschlossen bleiben, dafür wartet hier jede Menge Arbeit. Selbst die Schuleingangsuntersuchungen und Untersuchungen des jugendzahnärztlichen Dienstes mussten zwischenzeitlich bis Ende April ausgesetzt werden. Alle organisatorischen Fäden zwischen Krisenstab und Telefonservice zu Corona liegen in der Hand eines hinzugezogenen Koordinators, um die gesundheitsfachliche Arbeit zu entlasten.  

Seit wenigen Tagen helfen Mitarbeiterinnen des Salzlandkreises Ameos beim Versenden der Laborergebnisse. Andere informieren telefonisch, innerhalb von 48 Stunden, alle im Ameos-Zentrallabor Bernburg Getesteten aus den Bereichen Bernburg, Haldensleben, Halberstadt und Alfeld über das Testergebnis. Hier geht die Hilfestellung also bis in die Nachbarlandkreise Harz und Börde. 

Anfänglich hat der Salzlandkreis sein Hotline-Angebot ganz schnell auf Dreischichtbetrieb mit vier Arbeitsplätzen hochgefahren, so groß war der Ansturm. Nach den ersten vier Wochen hat er sich auf ein gleichmäßiges Maß eingepegelt. Vor allem in den späten Nachmittags- und Abendstunden kamen zuletzt wenig Anfragen. Seit letztem Wochenende kann deshalb auf zwei Schichten reduziert werden. Zehn Stunden täglich, bis 18 Uhr, ist besetzt. Am Samstag und Sonntag fünf Stunden, bis 14 Uhr.

An den Telefonplätzen der Hotline nehmen die Mitarbeiter alle Anrufe entgegen zur Problematik des Corona-Virus. Hier ist es egal, ob es um Hinweise zu den Testzentren, um die Einhaltung von Sicherheit und Hygiene oder um Fragestellungen zur Kinder-Notbetreuung geht. Zu jedem Thema werden die Anrufer eine freundliche und zufriedenstellende Antwort erhalten. Auch Fragen zur Unterstützung der Firmen und zur Möglichkeit der Beschaffung von Schutzbekleidung sind bereits bei der Hotline eingegangen.

„Der Berg an Aufgaben, die vielfältigen Fragen unserer Mitmenschen zeigen, wie wichtig die installierte Möglichkeit zur Informationsbeschaffung, zu Meinungsaustausch und Aufklärungsarbeit für die Menschen im Salzlandkreis ist“, schätzt Landrat Markus Bauer den Wert des ausgedehnten Hotline-Angebots hoch ein. „Auch wenn die Zahl der Anrufer gerade leicht zurückgegangen war, sie kann jederzeit wieder ansteigen“, mahnt er weiterhin zu großer Aufmerksamkeit. „Es hat sich gezeigt, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoch motiviert sind, sich selbst informieren, während der Telefonpausen, aber auch in ihrer Freizeit. Sie leisten Dienst da, wo sie jetzt gebraucht werden.“

 

 

 


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