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Landkreis baut jetzt auch in Staßfurt Breitband aus

Arbeiten für mehr als 5300 Haushalte und Gewerbetreibende in der Kernstadt beginnen.

Staßfurt. Der Startschuss für den Breitbandausbau in den drei Mittelzentren Bernburg, Aschersleben und Staßfurt des Salzlandkreises sowie Könnern ist am Montag in Staßfurt gefallen. In der Maybachstraße wurde symbolisch der erste Verteilerkasten von der Deutsche Telekom GmbH ertüchtigt. In den nächsten Wochen geht es auch in den anderen großen Städten los.

Das Besondere in Staßfurt: Von den Bauarbeiten in der Kernstadt können 5 386 Haushalte und 949 Gewerbebetriebe profitieren – die meisten in einem einzelnen Fördergebiet. Die Bürger dort können nach den Ausbauplänen spätestens ab Ende März 2020 auf schnelles Internet mit mindestens 50 MB/s setzen.

Landrat Markus Bauer sagt, die Mittelzentren erfüllen mit Blick auf die Wirtschaft und Daseinsvorsorge wichtige Funktionen im Salzlandkreis. Deshalb sei es wichtig, dass gerade dort die Voraussetzungen für die digitale Entwicklung der Region geschaffen werden. „Eine schnelle Internetverbindung ist mittlerweile genauso wichtig wie ein Gas- oder Wasseranschluss.“ Er dankte allen Projektpartnern ausdrücklich für das Engagement.

In den Mittelzentren sowie Könnern, in den sogenannten EFRE-Arealen, wird in den nächsten Monaten mit insgesamt 2,5 Millionen Euro Fördermitteln die Wirtschaftlichkeit soweit hergestellt, dass die Telekommunikationsunternehmen rund 12 Millionen Euro investierten.

In Staßfurt werden 137,1 Kilometer Glasfaser, 73 Multifunktionsgehäuse und 21 Netzverteiler verlegt bzw. errichtet. Einschränkungen während der Bauarbeiten soll es fast keine geben. Die Gesamtkosten dafür betragen 4,2 Millionen Euro, 356 000 Euro davon sind Fördermittel. Wichtig: Die Bürger müssen die Erhöhung der
Internetgeschwindigkeit beantragen. Nach dem Ausbau stehen nicht automatisch höhere Bandbreiten zur Verfügung.

Der Salzlandkreis zählt angesichts der Geschwindigkeit beim geförderten Breitbandausbau aktuell zu den besten Landkreisen in Sachsen-Anhalt. Dafür fließen insgesamt rund 33 Millionen Euro in die entsprechende Infrastruktur. Bis Mitte 2020 sollen – abhängig von den Witterungsverhältnissen – alle bisher unterversorgten Regionen des Landkreises mit schnellem Internet angeschlossen werden. Ohne das Engagement des Salzlandkreises beim Ausbau gäbe es die flächendecke Initiative nicht. Der Landrat betont, es handele sich um eine freiwillige Aufgabe.

Fortschritte gibt unterdessen auch in den anderen Regionen des Salzlandkreises: Zu großen Teilen abgeschlossen sind dabei die Arbeiten in Nienburg. Dort muss lediglich die Technik noch eingebaut werden. In Bernburgs Ortsteilen ist der Baustart mittlerweile erfolgt, in Ascherslebens Ortsteilen Schackenthal und Schackstedt sowie in Seeland steht der Ausbaustart unmittelbar bevor. In Barby und Calbe sind die Verteilerkästen gesetzt, der Tiefbau geht im dritten Quartal los, in Bördeland im vierten Quartal. In der Verbandsgemeinde Saale-Wipper und in Hecklingen geht es ab 2020 los. Mit Staßfurts Ortsteil Üllnitz ist der erste Ort bereits vollständig erschlossen – ein Jahr nach dem Spatenstich. Zur Gesamteinordnung: Die Region Schönebeck und die Egelner Mulde sind bereits mit entsprechenden Breitbandanschlüssen versorgt. Beide Kommunen gehören somit nicht zum Fördergebiet.

Vom Breitbandausbau im Salzlandkreis profitieren laut Landrat Markus Bauer alle: Die hiesige Wirtschaft, die mittlerweile einen großen Teil der Kommunikation und sogar ihre Geschäfte über das Internet abwickelt. Von starken Unternehmen wiederum profitieren die Bürger und auch der Salzlandkreis als Wohn- und Bildungsstandort. „Damit wird der Salzlandkreis attraktiver und kann sich neben den Oberzentren weiter profilieren.“ Nicht zuletzt schafft der Landkreis damit auch annähernd gleichwertige Lebensverhältnisse – insbesondere in den ländlichen Regionen.

Weitere Informationen unter www.breitband.salzlandkreis.de

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(v.l.): Joachim Fricke und Andreas Meyer von der Deutschen Telekom, Landrat Markus Bauer und Staßfurts OB Sven Wagner

                                                                                                                                   Foto: Pressestelle Salzlandkreis

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