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Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e. V. zeichnet Kita "Regenbogen" in Schönebeck (Elbe) aus

Es ist ein kleines Symbol für eine großartige Arbeit. Einen neuen Baum hat die Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Schönebeck kürzlich erhalten – für ihr tägliches Bemühen um die Integration ausländischer Kinder. Die Einrichtung liegt in einem Stadtteil mit vergleichsweise vielen Flüchtlingen. Gestiftet wurde der Baum vom Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt. Beteiligt an der Aktion war auch die Koordinierungsstelle für Migration und Bildung des Salzlandkreises sowie die Stadtverwaltung von Schönebeck.

Das Landesnetzwerk pflanzt in jedem Landkreis nur einen Baum. „Dieser Baum soll im Sinne unserer gemeinsamen Arbeit in jedem Jahr aufs Neue erblühen, wachsen und Früchte tragen“, sagte der Geschäftsführer Mamad Mohamad. Der zuständige Stabsstellenleiter Marco Schmoldt begründet die Wahl der Kindertagestätte in Schönebeck wie folgt: „Die Mitarbeiter um Leiterin Sabine Krause stehen der Integration der Menschen aus aller Welt sehr offen gegenüber.“ Die Baumpflanzung fand im Rahmen des Kinderfestes statt. Er soll Teil eines neu entstehenden Gartens auf dem Gelände werden.

Die Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Schönebeck ist allerdings nicht die einzige Einrichtung für Vorschulkinder, die sich die Integration im besonderen Maße auf die Fahnen geschrieben hat. Aktuell gibt es fünf Kindertagesstätten in Aschersleben, Bernburg, Calbe und Schönebeck, die sich am geförderten Projekt „Kita international – bewegtes Lernen“ beteiligen. Dabei lernen die Kinder unter anderem, welche Spiele in anderen Teilen der Erde gespielt werden.

Der Salzlandkreis bemüht sich auf vielfältige Weise um die Integration von Flüchtlingen. So berief die Kreisverwaltung vor einigen Jahren sogenannte Soziallotsen, die seither in den Regionen mit viel Offenheit und Zeit geflüchteten Menschen helfen, sich vor Ort zurecht zu finden. Daneben organisiert die Stabsstelle zahlreiche Veranstaltungen, die die Menschen der verschiedenen Nationen näher zusammenbringen. Dazu zählen unter anderem Begegnungsfeste. Aktuell leben rund 6500 Ausländer im Salzlandkreis, 2500 davon sind Flüchtlinge.

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Foto: Salzlandkreis/Pressestelle