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23. Schönebecker Operettensommer mit "Boccaccio" vom 22. Juni bis 21. Juli 2019

Die Waldbühne im Heimattiergarten „Bierer Berg“ vor den Toren Schönebecks verwandelt sich vom 22. Juni bis 21. Juli in die toskanische Hauptstadt Florenz zur Zeit des späten Mittelalters. Giovanni Boccaccio, ein berühmter Dichter, hält mit seinen freizügigen Liebesgeschichten die Stadt am Arno in Atem. Während sich die weibliche Bevölkerung daran erfreut, sind die Ehemänner in heller Aufregung. Noch dazu, wo Boccaccio selbst sagt: „Ihr selbst, Ihr habt mich inspiriert, Ihr seid‘s, die die Novelle mir diktiert!“
Doch sollten tatsächlich sämtliche Ehefrauen von Florenz untreu sein? Erbost über diese Schriften, wollen sich biedere Bürger an Boccaccio rächen, wobei sie von der Treue ihrer Ehefrauen fest überzeugt sind. Zu Recht? Aufgebracht stürzen sie sich auf den vermeintlichen Dichter, müssen jedoch feststellen, dass sie den Falschen erwischt haben. Es ist Pietro, der Prinz von Palermo, der die schöne Fiametta, Ziehtochter des Gewürzkrämers Lambertuccio und leibliche Tochter des Herzogs von Florenz, heiraten soll.
Mittlerweile haben sich aber Boccaccio und Fiametta ineinander verliebt. Beide wissen allerdings nicht, wer der andere in Wahrheit ist. Kann es für die Beiden ein glückliches Ende geben? 
„Die Liebe darf in der Operette natürlich nicht zu kurz kommen. Es wird gefühlvoll und romantisch werden, mit wunderschöner Musik als Zugabe“, blickt Regisseurin Katharina Kutil mit Freude auf den bevorstehenden 23. Schönebecker Operettensommer. „Eine Komödie steht immer am Rand der Katastrophe. Und das ist genau das, was Spaß macht.“
Neben den „Dauerbrennern“ Alexander Klinger (Lotteringhi), Kim Schrader (Lambertuccio) oder Jörg Sändig (Colporteur) zählen in diesem Jahr auch wieder Marina Medvedeva (Beatrice) oder Elizabeth Wiles (Fiametta) zum insgesamt 14-köpfigen Ensemble. Aber es gibt auch eine Vielzahl von Debütanten beim diesjährigen Schönebecker Operettensommer. Dazu zählen Aylin Winzenburg (Isabella), Astrid von Feder (Peronella), Richard Glöckner (Leonetto), Sebastian Huppmann (Scalza) und der Tänzer Marcelo Doño. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Gerard Oskamp und Benjamin Huth, die choreografische Betreuung übernimmt Anna Wrobel. Das Bühnenbild wurde in bewährter Weise von Toto gestaltet. Für Aylin Winzenburg in der Rolle der Isabella ist es die Premiere auf dem Bierer Berg. „Leider war ich bisher noch nicht als Besucherin beim Schönebecker Operettensommer, aber bereits die Kommunikation mit der Leitung und mit Frau Kutil sowie die Bilder des vergangenen Festivals versprachen eine sehr gute Organisation, einen hohen künstlerischen Anspruch, viel Spaß und Liebe zum Detail“, geht die Mezzosopranistin mit positiven Erwartungen in ihren ersten Sommer auf der grünen Anhöhe vor den Toren der Elbestadt. „Ich freue mich sehr auf das Orchester, Herrn Oskamp und das Team. Ich liebe die Operette. Sie ist, noch mehr als die Oper, eine Ensembleleistung. Alles hängt vom Zusammenspiel und Timing ab und es gibt nicht schöneres, als diese Spielfreude zu teilen und diesen speziellen Humor zusammen zu feiern. Ganz besonders freue ich mich deshalb auf meine Kolleginnen und Kollegen. Und ich freue mich auch wahnsinng, unter der Regie von Katharina Kutil endlich meinen Prinzen zu küssen und mich zukünftig mit meinem Ehemann zu zanken.“

Die wohl schönste und erfolgreichste, aber leider zu selten aufgeführte Operette von Franz von Suppé, der zu den Gründervätern der „Goldenen Wiener Operette“ zählt, wird vom 22. Juni bis 21. Juli immer mittwochs bis sonntags ab 16:00 Uhr auf der Waldbühne Bierer Berg aufgeführt. Das vierwöchige Freiluftfestival fand 1997 zum ersten Mal statt und hat sich in der Zwischenzeit zu einem wahren Zuschauermagneten entwickelt. In den vergangenen fünf Jahren strömten im Durchschnitt 16.222 Operettenfans auf den Bierer Berg. Allein im Jahr 2018 zählten die Veranstalter exakt 17.372 Besucherinnen und Besucher.

Eintrittskarten können im Kartenverkaufsbüro der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie in Schönebeck, Tischlerstraße 13a, erworben oder unter der Rufnummer 03928 400429 reserviert werden. Tickets gibt es aber auch im Internet unter http://www.mitteldeutsche-kammerphilharmonie.de.

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