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Salzlandkreis verzichtet weiterhin auf Gebühren für die Trinchinenuntersuchung von Schwarzwild

Die verstärkte Jagd von Schwarzwild wird der Salzlandkreis auch im neuen Jagdjahr 2019/2020 unterstützen. Die Verwaltung verzichtet dafür, wie erstmals vor Jahresfrist, auf die Trichinenuntersuchungsgebühr bei den in Salzländer Jagdbezirken erlegten Wildschweinen. So hat es Landrat Markus Bauer entschieden. Hinzu kommen die Entsorgungskosten für unbrauchbare Stücke, wenn der Duncker’sche Muskelegel nachgewiesen wurde. Auch diese Kosten wird erneut der Salzlandkreis tragen.

Mit der jüngsten Festlegung würdigt Markus Bauer die bilanzierten Ergebnisse und verstärkten Bemühungen, denn er weiß: „Unsere Jäger tragen eine hohe Verantwortung bei der Hege und Pflege des Wildbestandes. Das frühe Erkennen und Verhindern der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest sind wichtige Eckpunkte unserer gemeinsamen Arbeit, auch für den Schutz der Hausschweinebestände“. 

Die erste Bilanz nach 2018/19 liegt vor. Im vergangenen Jagdjahr wurden 1 530 Wildschweinproben aus dem Salzlandkreis zur Untersuchung auf Trichinen gebracht. Das sind 365 Proben und damit über 30 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum davor. Reichlich 13.000 EUR beträgt der Gegenwert, mit dem die Landkreisverwaltung für die Jäger eintrat.

Und diese Praxis des Gebührenverzichts soll im Salzlandkreis fortgesetzt werden, denn das Friedrich-Löffler-Institut schätzt die Gefahr des Einschleppens der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland weiterhin als hoch ein. Die Tierseuche stellt eine starke Bedrohung für Haus- und Wildschweinbestände dar und hätte gravierende wirtschaftliche Konsequenzen.

Das Ausbreitungsrisiko nach dem Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Wichtig ist das zeitnahe Erkennen der Tierseuche für die mögliche Eingrenzung und den Schutz der Wild- und Hausschweinebestände. Auch das Land Sachsen-Anhalt hatte hierzu einen Anreiz geschaffen und lobt eine Prämie für Jäger für das Auffinden und Beproben von Fall- und Unfallwild aus.

Weitere wesentliche Faktoren sind die Größe und Dichte der Wildschweinpopulation. Beides hat sich in den vergangenen Jahren spürbar erhöht. Die Gefahr, dass durch mehr und intensivere Kontakte zwischen den Tieren Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest schneller übertragen werden, ist hoch. Eine starke Reduzierung der Wildschweinpopulation unter Beachtung wildbiologischer und jagdrechtlicher Grundsätze kann eine schnelle Ausbreitung der Tierseuche verhindern.

Während die erwerbsmäßig Schweine haltenden Betriebe ihre Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Tierbestände erhöht haben, besteht bei den privaten Schweinehaltungen zum Teil Nachholbedarf.

 

Zur Seite des Fachdienstes Veterinärangelegenheiten und Gesundheitlicher Verbraucherschutz

Hier finden Sie Merkblätter mit allgemeinen Hinweisen und vorbeugenden Maßnahmen gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in den Bestand einsehbar.

 

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