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Amphibienwanderung beginnt - Zäune werden aufgestellt

Es ist wieder soweit. Sobald die Temperaturen milder werden, beginnt die Amphibienwanderung. Kröten, Molche sowie Frösche machen sich zurzeit auf den Weg aus den Winterquartieren zu ihren Laichplätzen. Oft riskieren die Tiere dabei ihr Leben, da sie Straßen und Wege überqueren müssen. Schutzzäune und unterirdische Tunnel sind Maßnahmen, die die Amphibien bei ihren Wanderungen schützen sollen.

Das ist auch im Salzlandkreis nicht anders. „Seit Kurzem werden an 14 Standorten auf einer Länge von vier Kilometern zusätzliche Schutzzäune errichtet“, informiert Steffen Amme vom Fachdienst Natur und Umwelt des Salzlandkreises. Mit 800 Metern befindet sich der längste Abschnitt im Raum Schönebeck an der neuen Elbbrücke. Große Probleme bei der Wanderung der Amphibien verursachen stark befahrene Straßen wie die 246a bei Schönebeck, die die Wanderwege schneiden.

„Das Ziel der Tiere sind die Gewässer, in denen sie selbst geboren wurden. Jahr für Jahr kehren die erwachsenen Tiere dorthin zurück, um ihre Eier abzulegen, den sogenannten Laich. Doch der Weg zu den Laichgewässern ist gefährlich, da sie oft Straßen überqueren müssen“, berichtet der Biologe weiter. Die meisten Amphibien leben zeitweise im Wasser und zeitweise an Land. Bei den meisten Arten beginnt das Leben im Wasser, so zum Beispiel bei den Erdkröten. Sie legen Eier im Wasser ab, aus denen sich nach einigen Tagen Kaulquappen entwickeln. Nach zwei bis drei Monaten verwandeln sich die Kaulquappen und werden zu Landtieren. Erdkröten brauchen also Lebensraum im Wasser und an Land.

Zur Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde des Salzlandkreises stellen Mitarbeiter der Ökologischen Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (ÖSEG) und des Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrums (BBRZ) an vielen Straßenrändern zusätzlich Zäune auf. Das machen sie an jenen Abschnitten, die oft von den Amphibien überquert werden, zum Beispiel in direkter Nähe zu einem Gewässer. Wenn nun die Amphibien auf ihrer Wanderung versuchen, an den Schutzzäunen vorbei zu kommen, fallen sie in die etwa alle zehn Meter in die Erde eingelassenen Eimer. Diese müssen nun für die gesamte Zeit der Wanderung, je nach Witterung, sechs Wochen lang an jedem Morgen über die Straße zum Laichplatz getragen werde. Auch an den Wochenenden darf die Unterstützung der wandernden Tiere nicht unterbrochen werden.

Das Absuchen erfolgt durch eigene Mitarbeiter des Salzlandkreises, ehrenamtliche Naturschützer, zum Beispiel der NABU-Ortsgruppe Schönebeck, aber auch durch interessierte Bürger.

 

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undefinedKrötenzaun an der B 246a zwischen Schönebeck (Elbe) und Plötzky.

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