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Ausbau des Schienennetzes im Salzlandkreis geplant

Schnellere und bessere Zugverbindungen plant das Land und hat dabei auch den Salzlandkreis im Blick. Der Bau einer Verbindungskurve bei Calbe ist ein solches Projekt. Es würde die Fahrzeit auf der Direktverbindung zwischen Bernburg und Magdeburg weiter verringern. Dieses Projekt wurde auf Wunsch des Salzlandkreises in den ÖPNV-Plan des Landes Sachsen-Anhalt 2020 - 2030 aufgenommen. Die Züge könnten, von Calbe (Saale) kommend, am so genannten Abzweig Seehof direkt in Richtung Gnadau-Schönebeck fahren. Derzeit fahren sie nach Calbe-Ost und müssen dort „Kopf machen“, das heißt, sie müssen nach einer Übergangszeit die Fahrtrichtung wechseln. Die neue Verbindungskurve würde die Fahrzeit von der Kreisstadt Bernburg zur Landeshauptstadt Magdeburg verringern und die Strecke attraktiver machen. 

Eine neue Linie als Regionalexpress von Magdeburg über Schönebeck, Barby, Zerbst, Dessau-Roßlau nach Leipzig wird außerdem derzeit zwischen Bund und den Ländern sowie weiteren Beteiligten auf Umsetzbarkeit geprüft. Das geht zurück auf einen Vorschlag von Landrat Markus Bauer gegenüber Landesverkehrsminister Webel, eine, nach Möglichkeit elektrifizierte, Schienenverbindung von Magdeburg über Schönebeck, Barby, Zerbst, Dessau-Roßlau nach Leipzig zu planen und umzusetzen. Das Land unterstützt diese Idee, die es deshalb in den bundesweiten Zielfahrplan Deutschland-Takt 2030 geschafft hat.

Mit einem Zukunftsbündnis Schiene will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mehr Fahrgäste und Güter auf die Schiene bringen, mit gutem Service und hoher Qualität das Bahnfahren pünktlicher, schneller und die Anschlüsse direkter und verlässlicher machen. Der Zielfahrplan Deutschland-Takt integriert Nah- und Fernverkehr. Der Ausbau der Schieneninfrastruktur wird sich an diesem Ziel orientieren. Konkret sollen neue Strecken ausgebaut werden, teilweise auch zweigleisig und elektrifiziert.

Im Haus von Landrat Markus Bauer begrüßt man die Zielstellung des Bundesverkehrsministeriums und die Vorstellungen des Landes Sachsen-Anhalt. „Das sind hervorragende Nachrichten für den Salzlandkreis. Sie zeigen, dass der Ausbau des Schienennetzes nicht nur Sache von Ballungszentren sein kann. Der ländliche Raum erfährt einen wichtigen Entwicklungsimpuls und Mobilität kann zukunftssicher organisiert werden. In kommunalpolitischer Zusammenarbeit kommen wir unseren Zielen wieder ein Stück näher. Ich sehe hier nicht zuletzt eine hoffnungsvolle Botschaft für den Erhalt der Elbbrücke Barby“, sagt Markus Bauer gegenüber der Presse. 

Denn die Anbindung kleinerer zentraler Orte ist für die Erreichbarkeit von Versorgung, Arbeitsplätzen und Freizeitangeboten besonders bedeutsam. Darüber hinaus können die ländlichen Räume auch weiterhin als Wohnstandorte dienen, wenn es kurze Verbindungen in Mittel- und Oberzentren gibt. Der Salzlandkreis wird die Projekte deshalb mit aller Kraft unterstützen.

 

Hintergrund:

Landrat Markus Bauer hatte sich im Mai 2018 direkt an Minister Webel gewandt und sich für den Erhalt der elbquerenden Schienenverbindung Barby-Güterglück stark gemacht. Sein Vorschlag, eine – nach Möglichkeit elektrifizierte – Schienenverbindung von Magdeburg über Schönebeck, Barby, Zerbst, Dessau-Roßlau nach Leipzig zu planen und umzusetzen ist mit großer Unterstützung des Landes in den bundesweiten Zielfahrplan Deutschland-Takt 2030 aufgenommen worden. Aber nicht nur dieses Projekt ist für die Zukunftssicherung im Salzlandkreis wichtig. So ist im kürzlich präsentierten ÖPNV-Plan des Landes Sachsen-Anhalt 2020-2030 der Neubau einer Verbindungskurve Calbe als ein Projekt zu finden. Damit kann eine weitere Verbesserung der Bahndirektverbindung Bernburg-Magdeburg erreicht werden. Dies ermöglicht kürzere Fahrzeiten innerhalb des Landkreises (z. B. von Könnern nach Schönebeck) und ist wichtig für den Ausbildungsverkehr und stärkt den Berufsschulstandort Schönebeck. Seit dem neuen Fahrplan verkehrt die Regionalbahn 48 bereits von Halle über Könnern nach Bernburg und von dort weiter nach Magdeburg. Dafür hat sich der Landrat beim Minister ausdrücklich bedankt, der in seiner jetzt vorliegenden Antwort die Unterstützung der gemeinsamen Projekte zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur hervorhebt. Die Reaktivierung der elbquerenden Schienenquerung hat Landrat Bauer im Dezember 2018 mit dem Nachbarkreis Anhalt-Bitterfeld und den Städten Barby und Zerbst besprochen. Es gibt dazu das einmütige Bekenntnis, das Projekt und damit den Erhalt der Elbbrücke Barby gemeinsam zu unterstützen

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