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Ausstellung über Bernburger Schuhfabrik Klöden/VEB Bernia wird am Di., 04.09.2018 im Kreisarchiv eröffnet

 

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Vom 04.09. bis 30.10.2018  ist im Kreisarchiv in der Bernburger Thomas-Müntzer-Straße 32 die Ausstellung zur „Schuhfabrik Herbert Klöden/VEB Bernia Schuhfabrik Bernburg“ zu sehen. Bei der zahlreich besuchten Ausstellungseröffnung war die Schwiegertochter des Firmengründers, Rosemarie Klöden, dabei.

Die Unterlagen des zuletzt volkseigenen Bernburger Betriebes wurden Anfang der 1990er Jahre in Magdeburg und später in Großbeeren sicher aufbewahrt. Nun fanden sie wieder in die Saalestadt zurück. Das Kreisarchiv übernahm mit großer Freude den interessanten Bestand und stellt ihn nun der regionalen Öffentlichkeit mit einer kleinen Exposition vor. 

Sie erzählt von der Gründung im Jahr 1946, der Bildung der Kommanditgesellschaft bis zur Umwandlung in den Volkseigenen Betrieb 1972. Dabei spiegeln die Dokumente die wirtschaftliche Entwicklung in der DDR und den Umgang mit Selbständigen, von den Nachkriegsjahren bis hin zur Wende. Die Archiv-Mitarbeiterinnen nehmen Besucher mit auf eine Reise in Zeiten, in denen man Stroh- und Igelit-Schuhe herstellte und das Bernia-Lied sang.

Im Vorfeld fragte das Kreisarchiv Bürgerinnen und Bürger des Bernburger Landes nach persönlichen Erinnerungen an Bernia und auch, wer das Bernia-Lied noch singen kann. Es gab mehrere Rückmeldungen, von denen hier ein vorgestell sei: 

Einzigartige Spende einer aufmerksamen Bürgerin in Vorbereitung unserer Bernia-Ausstellung

Am 22. August besuchte uns Frau Sander aus Gerlebogk im Kreisarchiv und erzählte, dass sie auf dem Dachboden einen Fund machte. Die ihr bekannte, aber bereits verstorbene, Frau Ursula Poser war in den 1950er Jahren in der Schuhfabrik Klöden als Stenotypistin beschäftigt. In dem gemeinsam durchgeblätterten „Belegschaftsverzeichnis“ fanden wir sie, mit genauen Daten! Frau Sander „zauberte“ nun ein Paar ungetragene Bernia-Hausschuhe, in originaler Verpackung (!), hervor. Dieses sowie das Einstellungsschreiben und die Beurteilung der Frau Poser rundeten das Konvolut ab. Auf Grund der geklebten Schuhetiketten und des Logos auf dem Karton, stellten wir fest, dass Schuhe und Karton aus den 1950er Jahren stammen. Die Vermutung liegt nahe, dass Frau Poser diese Hausschuhe beim Ausscheiden aus dem Betrieb geschenkt bekam oder käuflich erwarb und nie benutzte.

 

Bildbericht von der Ausstellungseröffnung

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