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Ländliche Entwicklung - LEADER

Miteinander zur Ländlichen Entwicklung

Im Zuge zunehmender Globalisierung und europäischer Integration hat in den letzten Jahren auch die Aufmerksamkeit für räumliche Disparitäten zwischen europäischen Regionen sowie zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zugenommen. Die Europäische Union (EU) bemüht sich im Rahmen ihrer Förderpolitik, diese Probleme durch eine aktive Unterstützung von Entwicklungsinitiativen in stagnierenden und weiter zurückfallenden ländlichen Gebieten anzugehen. Dabei ändert sich die Entwicklungsphilosophie der EU zunehmend von einem von oben verordneten und verwalteten Ansatz (top-down) zu einem von unten entwickelten Ansatz (bottom-up). Gemeinsam sollen regionale Akteure daran arbeiten, regionale Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Möglichst alle Akteure (Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, Unternehmen, Verbände, Verwaltung), die für eine Region wichtig sind, sollten mitmachen und überlegen, wie sie gemeinsam die Region, in der sie leben, voranbringen können. Dabei gibt es verschiedene Herangehensweisen.

Integrierte Ländliche Entwicklung

  • 1. Integrierte ländliche Entwicklung in der Region Salzland

    Ansprechpartner im Salzlandkreis:

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    Für die integrierte ländliche Entwicklung im Salzlandkreis hat die Region in der Förderphase 2007 – 2013 ein Integriertes ländliches Entwicklungskonzept aufgestellt, das auch noch zur Identifikation von Förderschwerpunkten in der Förderphase 2014 – 2020 mit Verlängerungs-zeitraum bis 2022 angewendet wurde. In der bereits laufenden Förderphase 2021 – 2027 soll dieses Konzept nicht mehr herangezogen werden, da im ländlichen Raum die Förderung vorwiegend über die Lokalen Aktionsgruppen LEADER/CLLD erfolgt.

  • 2. LEADER-Methoden zur Entwicklung von 5 LEADER/CLLD-Gebieten

    Seit dem Jahre 2006 wird in verschiedenen Teilen des Salzlandkreises an der Umsetzung der Leader-Methode zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes innerhalb von Lokalen Aktionsgruppen (LAG) gearbeitet. LEADER-spezifische Ansätze sind:

    • der territoriale Ansatz – regionale Besonderheiten als Chance entdecken
    • der Bottom-up-Ansatz – bürgerschaftliches Engagement als Grundlage für die Entwicklung der Region
    • der strategische Ansatz – mit privaten und öffentlichen Akteuren eine Entwicklungsstrategie erarbeiten, die den Abbau von Schwächen und die Erhöhung von positiven Wirkungen der Stärken einer Region zum Ziel hat.
    • der integrierte Ansatz - Durch die Zusammenarbeit verschiedener Sektoren und Ebenen die Planung und Durchführung von Projekten fördern.
    • der vernetzte Ansatz - Informieren, vorhandenes Know-how nutzen, voneinander lernen und gemeinsam arbeiten.

    Die Arbeit der Akteure in der Förderphase 2007 – 2013 war so erfolgreich, dass 174 Projekt mit einer Gesamtinvestition von ca. 22,5 Mill. EUR umgesetzt und ca. 11 Mill. EUR Fördermittel in der Region eingesetzt werden konnten.

    Und auch in der Förderphase 2014 - 2020 haben die 5 Lokalen Aktionsgruppen (LAG) im Salzlandkreis und auch grenzüberschreitend wesentlich zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Städten und Dörfern beigetragen. Es wurden 206 Projekte gefördert und umgesetzt, dabei wurden 23,9 Mio. EUR von Kommunen, Unternehmen, Kirchengemeinden und Privaten investiert. Diese Projekte wurden mit 13,4 Mio. EUR gefördert.

    Für die Förderphase 2021-2027 wurden von den Lokalen Aktionsgruppen große Änderungen seitens des Landes Sachsen-Anhalt erwartet. Alle Gruppen, die sich wieder um eine Förderung bemühen wollten, mussten eine LAG als juristische Rechtsform gründen, so dass die heutigen Lokalen Aktionsgruppen im Bereich des Salzlandkreises als Vereine organisiert sind, aber auch mehr Entscheidungsgewalt in Bezug auf die Förderregularien haben. Die Ziele der weiteren Entwicklung wurden in Lokalen Entwicklungsstrategien (LES) festgehalten, die jetzt auch mit Hilfe einer Förderung für Einzelmaßnahmen umgesetzt werden sollen. Interessierte Bürger können sich über die bisherigen Projekte auf den Internetseiten der LAGs zu den vorausgegangenen Förderphasen informieren oder wenden sich bitte an folgende Ansprechpartner:

    LAG "Unteres Saaletal und Petersberg" e.V.

    LAG-Management

    Frau Anne Bosse

    +49 391 736-1720

    leader-saale-petersberg.de


    LAG "Bördeland" e.V.

    Vorsitz

    Herr Marco Schmoldt

    LAG-Management

    Herr Fabian Schenk

    +49 391 736-1765

    lag-boerdeland.de


    LAG "Elbe-Saale" e.V.

    Vorsitz

    Herr Jan Braunsberger

    LAG-Management

    Frau Nora Mielchen

    +49 5149 1860-87

    leader-elbe-saale.de


    LAG "Börde-Bode-Auen" e.V.

    LAG-Management

    Frau Gudrun Viehweg

    +49 5149 1860-81

    leader-boerdebodeauen.de


    LAG "Nordharz-Aschersleben-Seeland" e.V.

    LAG-Management

    Frau Steffi Rienäcker

    +49 3943 935808

    lag-nordharz-aschersleben-seeland.de/startseite

  • 2.1. Weiterführende Informationen

    Die LAGs werden auch in dieser Förderphase durch professionelle Managements betreut, die die Projektträger beraten, Kontakte zu Bewilligungsstellen herstellen und so die gezielte Umsetzung der Entwicklungsstrategie begleiten sollen.

    Weitere Informationsquellen sind die Netzwerkseiten des Landes Sachsen-Anhalt und des Bundes:

  • 2.2. YouTube Imagefilme

  • 3. Förderung LAG Management

Haben Sie eine Projektidee, dann informieren Sie sich hier und nehmen Kontakt mit dem für Ihren Ort zuständigen LAG-Manager auf:

LAGRäumliche Zuständigkeit
Unteres Saaletal und Petersberg
  • Bernburg (Saale)
  • Könnern
  • Nienburg (Saale)
  • Communauté de communes Saale-Wipper
Bördeland
  • Gemeinde Bördeland
Elbe-Saale
  • Barby
  • Calbe (Saale)
  • Schönebeck (Elbe)
Börde-Bode-Auen
  • Hecklingen
  • Staßfurt
  • Communauté de communes Egelner Mulde
Nordharz-Aschersleben-Seeland
  • Aschersleben
  • Zélande

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