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Sieben „Salzlandfrauen“ 2026 gekürt

Bernburg/SLK. Sieben Salzländer Frauen wurden am Mittnachmittag im Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg für ihr hervorragendes ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Bei der traditionellen Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag erhielten sie den Ehrentitel „Salzlandfrau", mit dem der Kreis seit 2009 jene Frauen öffentlich auszeichnet, die sich in der heimischen Region gesellschaftlich besonders verdient gemacht haben. Eine eigens künstlerisch gestaltete Tonfigur, Urkunde, Blumen und natürlich herzliche Worte gab es für jede der neuen Salzlandfrauen in den Kategorien Junges Ehrenamt, Gesellschaft, Soziales, Kultur, Sport und Lebenswerk.

Alle engagierten Frauen, die sich ehrenamtlich an vielen unterschiedlichen Stellen einbringen, seien ein wichtiger Anker in unserer Gesellschaft, die sich immer rasanter verändert, unterstreicht Landrat Markus Bauer. Er trägt die Schirmherrschaft für die jährliche Ehrenpreisverleihung und sagte: „Sie sind diejenigen, die in Bernburg, in Aschersleben, Schönebeck und Staßfurt, in all unseren wunderbaren Orten und Dörfern anpacken. Sie verändern mutig Dinge. Sie hören geduldig zu. Und Sie haben die Kraft, andere mitzureißen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist ein Geschenk an uns alle.“ Dafür dankte er: „Danke für Ihr Herzblut, danke für Ihre Zeit und danke, dass Sie unser Salzland ein Stück heller machen. Sie tragen dazu bei, wenn Menschen gern im Salzlandkreis leben. Wir brauchen sie alle, um unsere Region gemeinsam zu entwickeln zum Familienstandort mit Perspektive, ganz im Sinne der Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030.“

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bernburg (Saale), Dr. Silvia Ristow, hatte mit ebenso herzlichen und anerkennenden Worten die Festveranstaltung zuvor eröffnet. Als Moderator führte Frank Sieweck von der WMS Energie Mittelsachsen locker durch den Nachmittag im Bernburger Theater. Die Stadtoberhäupter der Städte, in denen die Preisträgerinnen zuhause sind, hielten die Laudationen für die Salzlandfrauen.

Für den musikalischen Rahmen sorgten das Ensemble „Pfeif drauf!“ der Kreismusikschule „Béla Bartók“ sowie der Schul- und Stadtchor von Carolinum und Bernburg. Mit Kaffee, Kuchen und angeregten Unterhaltungen klang der Nachmittag aus.

Der Ehrentitel „Salzlandfrau“ wird im Salzlandkreis jährlich ausgeschrieben zur Würdigung und Ehrung besonderer Verdienste für das Gemeinwohl. Die Vorschläge dazu kommen aus der Bevölkerung. Eine Jury trifft die Entscheidung über die Preisvergabe.

Veranstalter der Ehrenpreisverleihung 2026 sind der Salzlandkreis und die Städte Aschersleben, Staßfurt, Bernburg und Schönebeck mit ihren Gleichstellungsbeauftragten sowie Salzlandsparkasse und Salzlandküche. Finanzielle Unterstützung leisteten zudem die Stadtwerke von Aschersleben, Staßfurt Bernburg und Schönebeck sowie die EMS Energie Mittelsachsen. Die Veranstalter danken allen Sponsoren, die mit finanziellen Zuwendungen maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Ehrenpreisverleihung auch 2026 wieder ein Erfolg wurde.

"Salzlandfrau 2026" - Die Ausgezeichneten

  • Junges Ehrenamt | Julia Schellack (Staßfurt, Löderburg)

    Engagement zeigt sich nicht nur in großen Worten, sondern vor allem in Taten, Herzblut und beständiger Einsatzbereitschaft. Heute möchten wir eine Persönlichkeit ehren, die in außergewöhnlicher Weise genau das verkörpert: jemanden, der sich mit voller Kraft für die Salzstadt Staßfurt, ihre Kultur und ihre Menschen einsetzt.

    In ihrer Rolle als Salzfee der Salzstadt Staßfurt verkörpert sie Identifikation, Engagement und gelebte Regionalverbundenheit in besonderer Weise. Bei unzähligen regionalen und überregionalen Anlässen hat sie die Stadt vertreten, Netzwerke geknüpft, Kontakte gepflegt und Staßfurt mit einem offenen, authentischen Auftreten sichtbar gemacht. Ihr Engagement geht dabei weit über das Übliche hinaus – sie bringt Ideen, Präsenz und Begeisterung ein und ist bereit, dafür auch private Freizeit und Urlaub einzusetzen.

    Darüber hinaus setzt sie sich aktiv für die kulturelle und gesellschaftliche Arbeit in der Stadt ein: Bei Buchlesungen, Ausstellungen, Veranstaltungen im Bergbaumuseum und vielen weiteren Projekten unterstützt sie das kulturelle Leben nachhaltig. Ihr Einsatz ist geprägt von Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch, die Stadt für alle erlebbar zu machen.

    Auch im sozialen Bereich ist ihr Wirken bemerkenswert. Als Pädagogin, Tanzlehrerin und Vorstandsmitglied eines Fördervereins engagiert sie sich mit viel Herzblut für Kinder, Familien und das Gemeinwohl. Mit Geduld und Kreativität vermittelt sie den Kindern nicht nur Fähigkeiten und Wissen, sondern stärkt deren Selbstvertrauen, Teamgeist und Freude am gemeinsamen Tun. Ihre Arbeit bereichert das Gemeinschaftsleben nachhaltig und hinterlässt Spuren, die weit über einzelne Veranstaltungen hinaus wirken.

    Zudem trägt sie durch ihr Engagement in Vereinen, insbesondere im 1. Staßfurter Carnevalsverein, dazu bei, Traditionen zu bewahren, neue Impulse zu setzen und Kinder sowie Jugendliche für Gemeinschaft und Kultur zu begeistern. Ihr offenes Wesen, ihre Hilfsbereitschaft und ihre außergewöhnliche Einsatzbereitschaft machen sie zu einem Vorbild für ehrenamtliches Engagement in unserer Region.

    Menschen wie sie stehen für Heimatverbundenheit, Gemeinschaftssinn und die gelebte Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Sie machen Städte lebenswerter, Traditionen erlebbar und das kulturelle Miteinander stärker.

  • Junges Ehrenamt | Sophie Hühnerbein (Seeland, Hoym)

    Die Preisträgerin engagiert sich seit dem Jahr 2023 mit außergewöhnlicher Hingabe in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Sie übernimmt selbstverständlich und verantwortungsvoll die Gestaltung und Leitung des wöchentlichen Kindertreffs. Dort vermittelt sie den Kindern spielerisch christliche Werte und schafft durch abwechslungsreiche Gemeinschaftsangebote, wie z. B. gemeinsames Basteln, einen geschützten Raum. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und fühlen sich dabei rundum wohl.

    Ganz spielerisch tauchen sie in die Geschichte der Schöpfung ein, indem sie gemeinsam eine geheimnisvolle Schatztruhe öffnen. In den Sommermonaten findet regelmäßig ein Picknick für die Kinder statt, hier werden Geschichten erzählt und ausgetauscht. In der Vorweihnachtszeit wird gemeinsam gebastelt, dabei entstehen ein Adventskranz für die Kirche und Weihnachtsgestecke für die Tische. Die Kinder werden dabei besinnlich auf die Weihnacht eingestimmt. Besonders viel Kraft, freie Zeit und Engagement steckt die Preisträgerin in das jährlich stattfindende Krippenspiel. Ab Oktober wird regelmäßig mit den Kindern geübt und alles rund um das Krippenspiel organisiert. In diesem Jahr ermöglichte sie den Kindern einen Besuch des Adonia-Musicals in Thale, ein Musical, in dem biblische Geschichten mit Gesang, Tanz, Theater und einer Live Band aufgeführt werden. Dieses Erlebnis hat die Kinder nachhaltig begeistert.

    Die Herausforderung, wieder jüngere Kinder für die Gruppe zu gewinnen, meisterte die Preisträgerin mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gestaltete Flyer, verteilte diese im Ort und suchte aktiv das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern der Schule. Mit großer Leidenschaft und Überzeugungskraft gelang es ihr, neue Kinder für die Gruppe zu gewinnen. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz schafft sie es, die Kinder zu begeistern und wertvolle kulturelle Höhepunkte im Ort zu gestalten.

    Die Preisträgerin zeichnet sich in besonderer Weise durch ihren liebevollen und wertschätzenden Umgang mit Kindern aus. Ihre Leidenschaft zeigt eindrucksvoll, welche Kraft eine junge Frau mit Herz, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein entwickeln kann.

  • Gesellschaft | Jeanne Colgan (Bernburg (Saale))

    Heute ist ein besonderer Tag. An dem wir Menschen ehren, die unsere Stadt Bernburg (Saale) und unseren Salzlandkreis prägen – nicht durch Schlagzeilen und große Worte, sondern durch ihre Haltung und ihr beständiges Tun.

    Ehrenamt ist keine Randnotiz in unserer Stadt. Es ist das verbindende Element zwischen Generationen, zwischen Kulturen, zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen und es gibt Persönlichkeiten, die dies über Jahrzehnte hinweg mit Kraft, mit Ideenreichtum und mit unerschütterlichem Engagement ausüben.

    Die heute besonders geehrte Persönlichkeit lebt seit rund 30 Jahren in unserer Stadt. Als amerikanische Staatsbürgerin brachte sie von Beginn an eine internationale Perspektive mit – eine Offenheit, die sie nie als Besonderheit verstand, sondern als Selbstverständlichkeit. Früh engagierte sie sich ehrenamtlich als Ausländerbeauftragte. Schon damals zeigte sich, was sie bis heute auszeichnet: der feste Wille, Brücken zu bauen.

    Mit der Gründung ihrer eigenen Sprachschule leistet sie seit über 20 Jahren einen nachhaltigen Beitrag zur Bildungsarbeit im Salzlandkreis. Als freiberufliche muttersprachliche Englischlehrerin hat sie Generationen von Kindern den spielerischen Zugang zur englischen Sprache eröffnet. Sie unterstützte auch Unternehmen dabei, die Fachsprachenkompetenz ihrer Mitarbeitenden zu stärken. Bildung, so scheint es, ist für sie nicht nur Beruf, sondern Berufung.

    Als im Jahr 2015 viele Geflüchtete auch nach Bernburg (Saale) kamen, stellte sich für viele die Frage: Wie schaffen wir Begegnung? Wie fördern wir Integration nicht nur organisatorisch, sondern auch menschlich?

    Aus dieser Frage entstand eine Idee. Die Idee eines Ortes, der mehr ist als ein Raum. Ein Ort, der Wärme ausstrahlt. Ein Ort, an dem man nicht nur Formulare ausfüllt, sondern einander zuhört. Ein Ort, an dem Neu- und Altbernburger miteinander ins Gespräch kommen können. So entstand der Begegnungsladen „Coffee to Stay“.

    Im Wesentlichen ehrenamtlich getragen, bietet er bis heute etwa 30 Stunden pro Woche offene Integrationsangebote. Einzelberatung, Unterstützung, gemeinsame Aktivitäten und nicht zu vergessen: die legendären selbstgebackenen Köstlichkeiten, die für viele längst zum Symbol dieses warmherzigen Angebots geworden sind.

    Wer sie kennt, weiß: Warmherzigkeit und Tatkraft schließen einander nicht aus. Vor einigen Wochen war sie beim Eisbaden mit am Start – ein Bild, das vielleicht sinnbildlich steht für ihren Mut, für ihre Energie und für ihre Bereitschaft, auch mal ins kalte Wasser zu springen, wenn es darum geht, neue Wege zu gehen.

    Vor über 25 Jahren gründete sie außerdem eine internationale Trommelgruppe – ein Projekt, das weit mehr ist als gemeinsames Musizieren. Es ist Begegnung, Rhythmus als gemeinsame Sprache, kultureller Austausch im besten Sinne. Musik wird hier zum verbindenden Element zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft.

    Seit 2017 ist sie zudem offizielle Gästeführerin in Bernburg (Saale). Besonders am Herzen liegen ihr internationale Gruppen. Mit Begeisterung vermittelt sie Geschichte, Kultur und das Lebensgefühl unserer Stadt – und trägt auch damit zur Verständigung über Grenzen hinweg bei.

    Über Jahrzehnte hinweg verbindet sie berufliches und ehrenamtliches Engagement in außergewöhnlicher Weise. Sie verknüpft Bildung, Kultur und soziales Wirken miteinander, hat Integration nicht als abstrakten Begriff verstanden, sondern als tägliche Aufgabe. Als Teamleiterin des Begegnungsladens prägt sie bis heute einen Ort, der für viele Menschen erster Anlaufpunkt und Hoffnungsort geworden ist.

    Ihr kontinuierlicher Einsatz für Verständigung, interkulturellen Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt hat das Zusammenleben in Stadt und Landkreis nachhaltig bereichert.

  • Soziales | Sandy Schützmannsky (Schönebeck (Elbe))

    Es ist eine große Ehre und eine ganz besondere Freude, heute eine Frau zu würdigen, deren Herz größer ist als jeder Motorradhelm und deren Engagement lauter klingt als jeder Motor, deren herausragendes ehrenamtliches Engagement zur Förderung des Gemeinwohls in Schönebeck Beispiel gebend für uns alle ist.

    Wir ehren eine Frau, die nicht lange redet, wenn man handeln kann. Eine Frau, die anpackt. Die Ideen nicht nur spinnt, sondern sie umsetzt. Die mit offenen Armen, offenem Herzen und offenen Ohren durch unsere Stadt geht – und dabei Menschen zusammenbringt, begeistert und mitreißt.

    Unsere Preisträgerin aus Schönebeck (Elbe) ist eine dieser seltenen Persönlichkeiten, die man trifft – und sofort spürt: Hier steht jemand mit Haltung. Mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Mit dem Mut, auch unbequeme Dinge anzusprechen. Und vor allem mit der tiefen Überzeugung, dass Nächstenliebe kein altmodisches Wort, sondern ein Auftrag ist.

    Alles begann im Jahr 2021, als sie ein Motorrad kaufte. Manch einer hätte damit einfach nur eine Spritztour gemacht. Sie nicht. Sie hatte sofort eine Vision: Im Weihnachtsmannkostüm durch die Stadt zu fahren, um Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Resonanz auf ihr Vorhaben war überwältigend. Also packte sie 2022 noch Schokolade für die Kinder dazu – selbst finanziert, gemeinsam mit ihrem Mann. Und weil leuchtende Kinderaugen bekanntlich süchtig machen – im allerbesten Sinne – wuchs die Idee weiter.

    Aus einer Einzelaktion wurde eine Bewegung. Aus einer Vision wurde Gemeinschaft.
    „Biker for Youth“ nahm Gestalt an. So sammelte sie 2024 von Freunden und Bekannten den Betrag von 800 Euro ein, der sich durch die Einwerbung zusätzlicher Spenden auf eine Höhe von ca. 4.000 Euro summierte. 2025 gründete sie schließlich den gemeinnützigen Verein „Biker 4 Youth“ und startete einen Spendenaufruf, der bereits im November eine beeindruckende Summe von 14.175 Euro erreichte.

    Doch Zahlen allein erzählen noch nicht die wahre Geschichte. Die eigentliche Arbeit beginnt für sie jedes Jahr im September. Dann plant sie Routen, spricht mit Einrichtungen, sammelt die Wünsche der Kinder aus den umliegenden Heimen – darunter die AWO-Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung „Haus Achterbahn“ Schönebeck, der Burghof mit den integrativen Kinder- und Jugendwohngemeinschaften „Haus Martin“, „Haus an der Burg“, „Klick Pömmelte“, die Ambulanten Hilfen und die Tagesgruppe Schönebeck, ebenfalls die Wohngemeinschaft Ankerplatz des VHS-Bildungswerkes in Glinde, die Tagesgruppe der ⁠Nestwärme in Zens, das Caritas-Wohnheim ⁠St. Elisabeth Calbe und das ⁠SOS Kinderdorf Calbe.

    Und wissen Sie, was ganz oben auf der Wunschliste der Kinder steht? Nicht Spielzeug.
    Nicht Technik. Sondern: Eine Familie. Menschen, die Zeit haben. Jemand, der zuhört.

    Wenn sie und ihre Mitstreiter mit Motorrädern und Quads vorfahren, kommen die Kinder voller Vorfreude aus den Häusern. Es wird gemeinsam gesungen. Geschenke werden überreicht. Und dann dürfen sich die Mädchen und Jungen für ein Polaroid-Foto auf „ihr“ Motorrad setzen. Ganz bewusst ein Polaroid. Kein Bild, das in einer Handygalerie verschwindet – sondern ein Moment, der sofort greifbar ist. Ein Erinnerungsstück, das bleibt. Danach werden Runden auf dem Parkplatz gedreht. Es wird gebastelt, gebacken, geredet, manchmal auch geweint. Es sind Tage voller Freude – und voller leiser Geschichten. Eine Achterbahn der Gefühle. Denn die größten Wünsche dieser Kinder lassen sich nicht kaufen.

    Ein großer Teil der Kinder kennt unsere für den Titel „Salzlandfrau“ Vorgeschlagene und deren Begleiter bereits seit 2023, sie basteln jedes Jahr etwas für die Besucher und zeigen stolz die Polaroid-Bilder der vergangenen Jahre – das sind Momente, die gehen ganz tief. Unsere heutige Preisträgerin hat eine ganz besondere Gabe: Kinder fühlen sich bei ihr sicher. Gesehen. Ernst genommen. Und es spielt keine Rolle, wie alt jemand ist, wie groß, ob mit oder ohne Beeinträchtigung – sie begegnet jedem Menschen mit demselben Respekt.

    Doch ihr Engagement endet nicht im Advent. Als Mitglied im Förderverein der Schönebecker Stadtteilfeuerwehr Felgeleben bereitet sie den jährlichen Tag der offenen Tür vor, indem sie schon bei der Planung intensiv hilft und dann für die dort angebotenen Kinderaktionen, wie z.B. Mini-Disco, Strähnen flechten, Schmuckstücke gravieren, Babybörse durchführen, Bastelstraße leiten, Luftballons verkaufen oder Hüpfburg bereitstellen verantwortlich zeichnet.

    Viele Menschen verbinden mit ihr Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Da sie großen Ärger darüber empfand, dass es 2025 so wenige traditionelle Martinsumzüge gab, organisierte sie kurzfristig selbst eine solche Veranstaltung, zu der sich dann 116 Menschen hinzugesellt und anschließend bei ihr zuhause eine Grillwurst gegessen haben. Ihre Begründung? Die Nächstenliebe darf nicht vergessen werden. Und sie muss unseren Kindern weitergegeben werden.

  • Sport | Gudrun Schäfer (Bördeland, Kleinmühlingen)

    Unsere Preisträgerin, die in der Landwirtschaft arbeitete und zwei Töchter sowie drei Enkelkinder hat, engagierte sich schon zu Berufszeiten unermüdlich dafür, nicht nur die Jugend und dabei insbesondere die Jüngsten für den Radsport zu begeistern, sondern auch die Geschichte der Friedensfahrt „Berlin-Prag-Warschau“ zu bewahren.

    Seit 20 Jahren unterstützt sie mit viel Hingabe, Liebe und Leidenschaft ihren Ehemann, der 1. Vorsitzender des Friedensfahrtmuseums in Kleinmühlingen ist, hält ihm den Rücken frei, macht Führungen am Wochenende und für Gruppen bei Bedarf auch an anderen Tagen.

    Zudem präsentiert sie jährlich ab den Monaten April/Mai das Friedensfahrtmuseum auf verschiedenen Veranstaltungen wie z.B. zum Tag der offenen Heide in Gardelegen, bei
    der Meile der Demokratie in Magdeburg, beim Kirschblütenfest in Staßfurt oder bei den Elbradeltagen an einem Stand mit Flyern einschließlich Kuchen und Getränken.

    Darüber hinaus hilft unsere für den Ehrenpreis nominierte Frau seit mehr als 15 Jahren tatkräftig mit, die kleinen Friedensfahrten in den Orten Schönebeck, Gnadau, Pömmelte sowie Kleinmühlingen zu organisieren. An diesen Veranstaltungen nehmen Kindergartenkinder schon mit Laufrad und Bobbycar (wie in Klein-sowie Großmühlingen, Ranies und Zens) oder Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren mit Fahrrädern (wie auf der Schönebecker Salineinsel, in Calbe, Bernburg, Barby, Egeln und Welsleben) teil.

    Zu den Vorbereitungen, die unsere für den Titel „Salzlandfrau“ vorgeschlagene Frau dabei überaus gewissenhaft übernimmt, gehören die Abstimmungen sowohl mit den jeweiligen Städten, Ordnungsämtern und dem DRK-Rettungswagen als auch mit der Polizei vor Ort. Des Weiteren sind die Straßen abzufahren, um mögliche Gefahren zu sichten, und natürlich Spenden für Gewinne, T-Shirts etc. einzuwerben.

    Auch wenn unsere zu ehrende Frau immer auf die Unterstützung der Kitas, Schulen, Gemeinden, Freiwilligen Feuerwehren, des DRK, der Vereinsmitglieder, aktiver Bürger und des Bundesprogramms Demokratie Leben zählen kann, hat sie es verdient, für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt zu werden.

  • Kultur | Sigrid Kullack (Salzstadt Staßfurt)

    Manche Menschen wirken nicht laut und nicht mit großem Auftritt. Sie sind einfach da. Verlässlich. Jahrzehntelang. Und genau diese Menschen sind es, die eine Stadt tragen, die Gemeinschaft zusammenhalten und dafür sorgen, dass Geschichte, Werte und Menschlichkeit nicht verloren gehen.

    Heute ehren wir eine Persönlichkeit, die ihr Leben in den Dienst der Gesellschaft gestellt hat. Jemanden, der Verantwortung nicht als Schlagwort versteht, sondern als Haltung. Jemanden, der zeigt, dass Ehrenamt kein Nebenbei-Hobby ist, sondern ein stilles Lebenswerk.

    Seit vielen Jahrzehnten prägt diese Frau das gesellschaftliche, kulturelle und erinnerungskulturelle Leben in Staßfurt und im Salzlandkreis. Ihr Engagement ist von Beständigkeit, persönlicher Verantwortung und echter Mitmenschlichkeit getragen. Sie bewahrt Traditionen, schafft Begegnungen und erinnert dort, wo Erinnerung unbequem, aber notwendig ist.

    Ein besonderer Schwerpunkt ihres Wirkens liegt in der Pflege der bergmännischen Tradition. Als Mitglied des Staßfurter Bergmannsvereins hat sie fast von Anfang an daran mitgewirkt, Geschichte lebendig zu halten. Sie hat die Frauengruppe des Vereins ins Leben gerufen, über viele Jahre geprägt und mit Leben gefüllt. Bei den Bergaufzügen zum Barbaratag verleiht sie mit ihren Rezitationen den bergmännischen Werten Stimme und Bedeutung – ruhig, würdevoll und für alle verständlich.

    Auch bei städtischen Veranstaltungen, etwa beim Salzlandfest, trägt sie mit ihren Beiträgen dazu bei, dass regionale Identität nicht zur Folklore verkommt, sondern als Teil unserer Gegenwart erlebbar bleibt.

    Besonders eindrucksvoll ist ihr Engagement in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit. Beim jährlichen Gedenken an die Reichspogromnacht auf dem jüdischen Friedhof in Staßfurt hat sie wiederholt mit bewegenden Worten an Verantwortung, Menschlichkeit und Zivilcourage erinnert. Diese Reden waren keine Pflichtübungen, sondern ein deutliches Zeichen dafür, dass Erinnern Haltung braucht.

    Seit 2015 engagiert sie sich zudem in der Staßfurter Friedensinitiative für ein friedliches Zusammenleben. Woche für Woche begleitet sie Gespräche, moderiert Begegnungen und hält den Dialog am Leben. Auch bei Gedenkveranstaltungen zum Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken hat sie mit ihren Beiträgen eindringliche menschliche Akzente gesetzt.

    Darüber hinaus bringt sie sich seit vielen Jahren aktiv in die Arbeit der Staßfurter URANIA ein. Hier wirkt sie als pädagogische Ratgeberin, fördert Bildungsangebote, begleitet Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und ermutigt zur persönlichen Weiterentwicklung. Sie war maßgeblich an der Gründung und Begleitung eines interkulturellen Chores beteiligt, der weit mehr ist als ein musikalisches Projekt: ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Integration.

    Was all diese Tätigkeiten verbindet, ist nicht der Wunsch nach Anerkennung, sondern eine innere Haltung. Dieses Engagement geschieht leise, zuverlässig und ohne Anspruch auf Bühne oder Applaus. Hinter den Kulissen hilft sie bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, denkt mit, packt an, übernimmt Verantwortung. Nicht, weil es jemand erwartet. Sondern weil sie es für richtig hält.

    Diese Frau steht beispielhaft für ein Ehrenamt, das Gemeinschaft stiftet, Erinnerung bewahrt und Werte vermittelt. Sie verbindet Traditionsbewusstsein mit gesellschaftlicher Verantwortung, Bildung mit Menschlichkeit und Haltung mit Herzenswärme. Solche Lebenswerke entstehen nicht über Nacht. Sie wachsen über Jahre, oft über Jahrzehnte. Und sie verdienen Anerkennung.

    Die Salzstadt Staßfurt ist stolz, dass eine solche Persönlichkeit aus ihrer Mitte kommt.

  • Lebenswerk | Ernestine Görl (Nienburg (Saale)

    Geboren wurde unsere schon länger junge Preisträgerin - sie wird im Juli 85 Jahre alt - nicht in unserem schönen Salzlandkreis, sondern in Falkenau, im heutigen Landkreis Mittelsachsen. 1981 ist sie nach Nienburg (Saale] gezogen. Seit 1985 ist sie stolze Besitzerin eines kleinen Häuschens in der Nähe des Stadtzentrums. Seit dieser Zeit kann ich persönlich mich auch an sie erinnern, weil ich mit meinen Eltern in unmittelbarer Nähe gewohnt habe.

    In ihrem langen Berufsleben lag der Fokus unserer Preisträgerin auf Kindern und Jugendlichen, hauptsächlich bei denen, die es im Leben durch körperliche oder geistige Beeinträchtigungen schwer hatten. Ihre ruhige und besonnene Art war damals schon die gute Grundlage für ihr lebenslanges soziales Engagement.

    Auch heute noch ist unsere Preisträgerin keine laute, keine allzeit präsente Person. Sie agiert stets still und im Hintergrund, ist aber, wenn man es weiß, im Stadtbild bei Wind und Wetter wahrnehmbar. Seit vielen Jahrzehnten setzt sich unsere Preisträgerin immer noch ganz selbstverständlich und uneigennützig für freilaufende Tiere, insbesondere Katzen, ein. Sie hat in unserer Stadt und am Ortsrand Futterstellen und Unterschlupfmöglichkeiten für herrenlose Tiere eingerichtet und zeigt ein großes Herz für Lebewesen, die keinen Besitzer haben oder einfach ausgesetzt wurden.

    Dieses Herz ist so groß, dass man unsere Preisträgerin auch schon mal mit einer Streunerkatze oder einem Fundtier im „Gepäck" auf dem Fahrrad in Richtung Bernburg fahren sieht, wo es dann beim Tierarzt die nötige Behandlung erfährt oder kastriert werden kann, um eine ungehindert wachsende Population einzudämmen. Das alles passiert absolut uneigennützig und oft ohne eine unmittelbare Wahrnehmung in der Gesellschaft, ist aber für eben diese von immenser Wichtigkeit.

    Die Nominierung unserer Preisträgerin haben wir auf Vorschlag des städtischen Ordnungsamtes, mit dem sie eng zusammenarbeitet und dem sie auch mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn es um Fundtiere jederart geht, vorangetrieben.

    Eigentlich haben wir sie für den Preis in der Kategorie „Soziales" vorgeschlagen, wohlwissend, dass die Preisträgerinnen bisher immer für ihr soziales Wirken „am Menschen" ausgezeichnet wurden.

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