Bernburg. Sie reinigen längst nicht mehr nur die Schornsteine. Schornsteinfeger sind mittlerweile ausgewiesene Experten in Sachen Brandschutz, Energieeffizienz und Umweltschutz. Sie kontrollieren deshalb nicht nur die Feuerstätten in den Häusern, sie beraten auch zu modernen Heizungsanlagen bzw. die Modernisierung bestehender Anlagen. Das Berufsbild des Schornsteinfegers hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Geblieben ist aber eins: Der Ruf des Glücksbringers.
Gesundheit, Zufriedenheit und eben Glück wünschte Landrat Markus Bauer vor wenigen Tagen den Schornsteinfegern aus dem Salzlandkreis um Kreismeister Nico Nauendorf im Rahmen des Neujahrsempfangs, zu dem er in seinen Beratungsraum in Bernburg geladen hatte. Das Treffen hat mittlerweile Tradition, arbeiten doch Kreisverwaltung und Schornsteinfeger auf Grundlage des Schornsteinfeger-Handwerksgesetz zusammen. So überwachen die Schornsteinfeger die Kehrpflicht, gegebenenfalls notwendige Ordnungsmaßnahmen bei Verstößen veranlasst die Kreisverwaltung. 20 Betriebe gehören der Kreisgruppe der Schornsteinfeger an, die mit den Fachdiensten Ordnung und Straßenverkehr, Bauordnung sowie Natur und Umwelt regelmäßig zusammenarbeiten.
„Der regelmäßige Austausch ist mir wichtig, denn wir wollen hören, was aktuell die größten Herausforderungen sind und wo wir als Verwaltung vielleicht unterstützen können“, sagte Landrat Markus Bauer. Er dankte für die jederzeit hervorragende Zusammenarbeit. „Auch wir denken, dass ein Erfahrungsaustausch sehr wichtig ist, damit wir zusammen eine Richtung verfolgen und gemeinsam das Ziel erreichen“, sagte Nico Nauendorf. „Denn den Schornsteinfegern liegt die Sicherheit der Menschen im Salzlandkreis am Herzen.“
Bei der Gesprächsrunde in lockerer Atmosphäre ging es um Themen wie Digitalisierung, das Gebäudeenergiegesetz, die kommunale Wärmeplanung, die richtige Heizungswahl beim Neubau oder beim Austausch und die Nachrüstverpflichtung von alten Öfen. Der Informations- und Beratungsbedarf sei immens, so die Schornsteinfeger. Deshalb steigen die Anforderungen an den Beruf von Jahr zu Jahr. Um alle Aufgaben auch künftig zuverlässig erfüllen zu können, sei Nachwuchs wichtig.





