Radwanderwege im ehemaligen Landkreis Aschersleben-Staßfurt
Auf 655 km² vielseitigstem Landstrich im Herzen Sachsen-Anhalts, mittendrin zwischen Harz und Börde. Das Antlitz geprägt von ehrwürdiger Historie wie frischen und überraschenden Ideen.
Das gilt im besonderen für die Stadt Aschersleben, mit über 1.250 Jahren die älteste Stadt in Sachsen-Anhalt. Ob mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder per pedes - 230 Kilometer ausgebaute Rad- und Wanderwege locken zu einem Abstecher in die Natur. Oder eines der Pferde in den Reiterhöfen des Landkreises trägt Sie auf Wunsch über präparierte Waldwege, an Flussufern entlang oder über grüne Wiesen. Auch in der kalten Jahreszeit.
Der Sommer gehört vornehmlich den Wasserratten. Hier kann gesegelt, gesurft und Wasserski gefahren werden. Kanutouren auf der Bode sind möglich. Natur- wie Kultururlaub für alle Sinne erwarten Sie.
Professionelle Tourenzusammenstellung und –begleitung erfahren Sie gern auch bei Radwanderleiter Heinz Luther, Tel. 039482-678, Hans-Stubbe-Str. 8, 06466 Gatersleben
Der Bode-Radweg
In Etgersleben starten wir die Tour durch die sanfte Bodeniederung auf dem überwiegend gut ausgebauten Boderadweg, gelangen so über Egeln-Nord nach Egeln.
Empfehlenswert ein Abstecher in die Ortsmitte zur Wasserburg mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte. Regelmäßig locken auch Burgfeste, Märkte und kulturelle Angebote die Besucher in die imposante Anlage.
Weiter geht es zwischen Feldern und Kleingärten in Richtung Wolmirsleben. Wer schon jetzt eine Erfrischung braucht, lenkt seinen Drahtesel ab Wolmirsleben in Richtung Schachtsee mit Campingplatz.
Der Mühlenbodeweg
Für eine kleine Tour empfehlen wir ab dem Mühlgraben über Tarthun den Bogen zu schlagen. Über das Wäldchen Tarthuner Wöhl mit der touristischen Begegnungsstätte für Kindergruppen und Familien, über Egeln können wir Westeregeln ansteuern. Denn hier sollte man die Historischen Ziegelei und Gipshütten besuchen. Von Westeregeln gelangen wir zum Ausgangspunkt Etgersleben. Wer sich mehr zumutet und hinter Wolmirsleben weiter an der Bode radeln will, erreicht über den Mühlgraben zunächst Unseburg.
Der Boderadweg führt hier durch eine ruhige Auenlandschaft mit Wiesen und Hecken und ehrwürdigen Eichen bis zum Rothenförder Wehr aus dem Jahre 1889. Gelegenheit für eine kurze Rast, wenn man von hier beobachten möchte, wie das Flüsschen Ehle in die Bode mündet. So ausgeruht geht es am Bodedamm weiter in Richtung Athensleben, wo uns der hübsch restaurierte Wasserturm erwartet. Von oben geniesst man einen wunderbaren Blick über die Bodeaue. Danach fahren wir bis zur Athensleber Brücke und am Löderburger See entlang. Schon bald darauf ist das Gaensefurther Schloss in Sicht. Kurz danach trifft unser Weg an der schmalen Gaensefurther Brücke auf den Europaradweg R 1.
Von nun an verlaufen Boderadweg und R 1 gemeinsam auf dem Damm der alten Rossbahn durch Kleingärten, über's Wehr "Am Schütz", durch das Wäldchen "die Horst" und über den Staßfurter Neumarkt.
Wer noch etwas Zeit hat, sollte das zur "Glück-Auf-Tour Sachsen-Anhalt" gehörende Stadt- und Bergbaumuseum besuchen. Es bietet eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und zur Siedesalzgewinnung und Kaliindustrie. Die Salzstadt Staßfurt hält neben Museum und Salzlandtheater noch weitere vielfältige kulturelle und auch sportliche Angebote bereit. Nicht zu vergessen: Mehrmals im Jahr zu den Lokschuppenfesten pilgern Dampflokfans von weit her nach Staßfurt.
Am nordöstlichen Stadtrand verlassen wir Staßfurt in Richtung Ortsteil Hohenerxleben mit seinem Schloss, das über der Bode thront und dessen Schlossbewohner Angebote für nahezu alle Sinne darbieten. Danach können wir die Rückreise antreten.
Strecken entlang der Bode:
ca. 18 km Rundweg Etgersleben - Wolmirsleben - Etgersleben über Tarthun, Egeln, Westeregeln
etwa 28 km Boderadweg/ R 1 von Etgersleben bis Staßfurt und Hohenerxleben
Wege gut und auch für weniger Geübte problemlos befahrbar, Beschilderung nicht durchgängig
Rund um den Löderburger See
Der Ferienpark Löderburger See ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet neben der Strandpromenade mit ausgedehnten Liegewiesen und Strandkorbverleih zum Relaxen auch viele Aktivangebote: die Attraktion Wasserski, aber auch Wassertreter und Ruderboote sowie Rutschen. Da Wasser und Luft auch schnell für Hunger und Durst sorgen, gibt es dementsprechend im Umkreis vielfältige Einkehrmöglichkeiten. Und das natürlich nicht auf die Badesaison beschränkt. Am Ostufer des Sees entsteht ein Campingplatz und in Richtung Athensleben sollen Ferienhäuser die Übernachtungsmöglichkeiten ergänzen. Besonders für Freunde des Angelsports sei auf die Jacobsgrube nordöstlich des Ferienparks sowie die fünf Teiche nördlich von Löderburg hingewiesen.So erreichen wir bequem von Staßfurt aus über den R1 und Boderadweg den See im Ortsteil Löderburg.
Von hier aus können wir einen Abstecher zur Hecklinger Kirche St. Georg und Pancratius empfehlen, die zur "Straße der Romanik" gehört und auch z. B. regelmäßig klangvolle Konzerte offeriert. Und Hecklingen hat noch mehr zu bieten: Das Schloss Gänsefurth im "Gänsefurther Busch" wird zu einem Kinder- und Jugendhotel umgebaut und schon vielfältig wieder genutzt. Hier gibt es einen Bootssteg, denn in diesem Bereich ist die Bode gut mit Kanus oder Paddelbooten befahrbar.
Auf der Strecke der ehemaligen Rossbahn führt ein Wanderweg durch den "Busch". Unweit heißen ein großzügiges Sport- und Freizeitcenter mit Bungalows zum Übernachten sowie ein Reiterhof mit weitläufigen Anlagen die Gäste herzlich willkommen.
Ein Wanderweg zum Flächennaturdenkmal "Weinbergsgrund" beginnt in Verlängerung der Straße am Sport- und Freizeitpark Gänsefurth hinter der Bahnstrecke und Landstraße zwischen Groß Börnecke und Hecklingen. Beim Erklimmen der kleinen Steigung bietet sich eine herrliche Aussicht über die Bodeniederung. Von oben kann man dann in die bis zu 60 m tiefen Steinbrüche hineinsehen.
Wo einst Kalke des unteren Muschelkalks abgebaut wurden, sind heute geologisch und botanisch interessante Beobachtungen möglich. Im Weinbergsgrund haben sich Pflanzen der einstigen Steppenflora erhalten. Auch unter Naturschutz stehende Hahnenfußgewächse kommen vor.
Strecken um den Löderburger See:
Kleiner Ring: ca. 5 km
Großer Ring: ca. 8 km (Bodebrücke am See - Athensleben - Jacobsgrube - Parkplatz am See
Rund um Seeland
Diese mögliche Tour mit Start in Aschersleben führt uns über die Wilslebener Straße, unter der B 6n hindurch und zunächst am Wilslebener See entlang. Von hier hat der Radler bereits nach wenigen hundert Metern nur noch Blicke für die abwechslungsreiche Landschaft. Kilometerweit geht es auf Asphalt oder gut befahrbarem Erdboden vorbei an hohen Bäumen, saftigen Wiesen, auf denen Kühe weiden. An machen Stellen ist der Weg zwar recht schmal, wird aber kurz vor Frose auf der linken Seite wieder breiter und die nächste Station lockt schon: Bis zum AbenteuerLand Königsaue, dem größten und für viele auch schönsten Spielplatz Sachsen-Anhalts, ist es nicht mehr weit.. Neben einzigartigen, kunstvoll gefertigen Spielgeräten gibt es auch jede Menge Holztische und -bänke sowie Grillplätze.
Eine Stärkung zwischendurch ist allerdings auch knapp zwei Kilometer weiter an der ausgebauten Seelandpromenade mit Panoramablick in Schadeleben möglich Dort lädt auch ein breiter Sandstrand am Ufer des Concordiasees die Gäste zum Verweilen ein. Der See kann seit 2002 wassersportlich genutzt werden. Auch ein Bootsverleih kann während der Saison genutzt werden.
Von Schadeleben mit der entstehenden Ferienhaussiedlung geht es weiter in Richtung Friedrichsaue, Nachterstedt über Frose mit seiner bekannten Stiftskirche (Straße der Romanik) bis zum Aussichtspunkt Neu Königsaue. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über den Königsauer See - ein Biosphärenreservat für Zugvögel und zahlreiche geschützte Tiere. Die letzten Kilometer zurück nach Aschersleben vergehen wie im Flug. Bis zum Abzweig Frose führt der Weg zwischen Feldern hindurch und danach biegt man auf den Anfangsweg ein.
Strecken um Seeland:
Rundkurs von Aschersleben über das AbenteuerLand Königsaue um den Concordiasee herum zum Aussichtspunkt Neu Königsaue und zurück etwa 40, meist Asphalt oder fester Boden, nur kurzzeitig auf öffentlichen Straßen, wenige leichte Anstiege
Ins Eine-Wippertal
Die Stadt Aschersleben überrascht mit touristischen Attraktionen: eine fast vollständig erhaltene und reichlich 2 km lange Stadtbefestigungsanlage aus dem 15. und 16. Jahrhundert rund um die historische Altstadt zum Beispiel. 15 Wehr- und Wachtürme können vom grünen Promenadenring aus betrachtet und teilweise auch begangen werden. Vielleicht schließt man sich Führung bei Tage oder auch dem Nachtwächter zu einem abendlichen Rundgang an.Neben den städtischen Sehenswürdigkeiten und Parkanlagen erstrecken sich auch jenseits der Stadtgrenzen ausgedehnte Park- und Erholungsanlagen.
Im Tal der Eine, unterhalb des beliebten Tierparks und am Freibad vorbei, erreichen wir in südlicher Richtung über Westdorf die Burgruine Arnstein im Nachbarlandkreis, die sich über Harkerode erhebt und beliebtes Ausflugsziel und oft Bildmotiv von Malern war und ist.
Über den südöstlichen Stadtrand von Aschersleben führt uns der Wipperradweg in das klimatisch milde Wippertal. Zuvor kann man ortsausgangs den Speckstein bewundern, ein bemerkenswerter kultischer Stein aus vorgeschichtlicher Zeit, der wahrscheinlich Teil einer Grabkammer war. Für eine etwas ausgedehntere Tour wählen wir den neu gebauten Radweg entlang der Bahnstrecke über Groß Schierstedt.
Allein das Naturerlebnis ist ein lohnendes Ziel. Wir ergänzen das noch durch ein besonderes Highlight im nächsten Ort, Freckleben. Hier grüsst uns schon weithin sichtbar die alte Burganlage der Grafen zu Freckleben/Stade. In einer Heimatstube am Fuße des Bergfrieds kann sich der Besucher mit der Geschichte des Ortes und mit dem Leben der Menschen in der Region vertraut machen.
Freckleben verfügt auch über eine interessante und seltene romanische Winkelkirche, die man sich anschauen kann bevor man den Heimweg antritt.
Strecken im Eine- und Wippertal:
Einetal: Unter der Alten Burg - Freibad - Bäckermühle - Westdorf - Welbsleben - Arnstein (ca. 11 km)
Wippertal:
Route A Aschersleben - Groß Schierstedt - Mehringen - Drohndorf - Freckleben - Burg Freckleben (ca. 13 km)
Route B Aschersleben - Mehringen - Drohndorf - Freckleben - Burg Freckleben (ca. 10 km)












