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Kommunaler Realsteuervergleich 2008 für den Salzlandkreis


[07.12.2009]      Mitteilung des Amtes für Regionalplanung und Wirtschaftsförderung


 

Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt hat den aktuellen Realsteuervergleich der Gemeinden für das Jahr 2008 in einer vergleichenden Darstellung herausgegeben. Die Zahlen zeigen für die Städte und Gemeinden des Salzlandkreises durchaus bemerkenswerte Veränderungen:

Schönebeck ist die neue Nr. 1 im Salzlandkreis bei den Gewerbesteuer-einnahmen

Im Jahr 2008 ist die Stadt Schönebeck (Elbe) die neue Nr. 1 im Salzlandkreis hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen und löst damit Staßfurt ab. Mit 7,9 Mill. Euro belegt Schönebeck den Spitzenplatz vor Aschersleben mit 6,9 Mill. Euro und der Kreisstadt Bernburg (Saale) mit 6,8 Mill. Euro. Alle drei Städte haben im vergangenen Jahr bei den Gewerbesteuereinnahmen deutlich zulegen können jeweils um eine knappe Million Euro. Hingegen hat die Stadt Staßfurt, die 2007 noch knapp vorn lag, 1,9 Mill. Euro weniger an Gewerbesteuern einge-nommen und rangiert mit 5,1 Mill. Euro nur noch auf Platz 4.

Die Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden im Salzlandkreis betrug insge-samt 46,7 Mill. Euro. Dies ist gegenüber 2007 ein leichter Rückgang um 0,5 Mill. Euro. Die TOP 10 – also die zehn Städte und Gemeinden mit den höchsten Gewerbesteuereinnahmen – erzielten etwas mehr als 81 % der gesamten Gewerbesteuereinnahmen im Salzlandkreis. Dieser Anteil lag 2007 noch bei 80 %. Neu in den TOP 10 sind die Städte Alsleben (Saale) und Nienburg (Saale). Sie verdrängten die Stadt Hecklingen und die Gemeinde Peißen.

Schönebeck erneut Spitzenreiter bei der Steuereinnahmekraft

Die Steuereinnahmekraft berücksichtigt neben den Gewerbesteuer- und den Grundsteuereinnahmen auch die Anteile der Gemeinden an der Einkommen- und Umsatzsteuer abzüglich der zu leistenden Gewerbesteuerumlage. Hier liegt die Stadt Schönebeck (Elbe) wie 2007 an der Spitze. Schönebeck weist eine Steuereinnahmekraft von 15,6 Mill. Euro auf, das sind fast 2 Mill. Euro mehr als 2007. Es folgen Bernburg mit 14,6 Mill. Euro (+1,7 Mill. Euro), Aschersleben mit 13,2 Mill. Euro (+1,4 Mill. Euro) und Staßfurt mit 10,0 Mill. Euro (-1,2 Mill. Euro).

Insgesamt betrug 2008 die Steuereinnahmekraft der Städte und Gemeinden 97,6 Mill. Euro, gegenüber 2007 eine deutliche Steigerung um mehr als 8 % (+7,5 Mill. Euro). Auf die TOP 10 entfallen damit 3/4 der gesamten Steuereinnahmekraft.

Mittelzentren im Salzlandkreis können sich beim Städtevergleich sehen lassen

Die Mittelzentren können sich gegenüber vergleichbaren Städten im Land Sachsen-Anhalt bei der steuerlichen Leistungsfähigkeit durchaus sehen lassen.

Staßfurt kann trotz des deutlichen Rückgangs bei den Steuereinnahmen mit Eisleben und Quedlinburg mithalten. In Salzwedel, Haldensleben und Burg sind die Gewerbesteuereinnahmen und die Steuereinnahmekraft hingegen 2008 deutlich höher gewesen.

Aschersleben kann sich weiterhin messen lassen mit Städten mit vergleichbarer Einwohnerzahl. Lediglich Weißenfels hat 2008 etwas höher Gewerbesteuereinnahmen vorzuweisen. Allerdings liegen die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Aschersleben deutlich höher als in Köthen, Sangerhausen und Naumburg. So konnte Aschersleben mehr als doppelt so hohe Gewerbesteuereinnahmen wie Naumburg vorweisen.

Bernburg und Schönebeck liegen auf dem Niveau der Städte Stendal und Merseburg. Lediglich die Stadt Wernigerode hat eine etwas höhere Steuereinnahmekraft vorweisen gehabt.

Steuereinnahmen je Einwohner

Bezieht man die Steuereinnahmen auf Einwohnerzahl (Einnahmen je Einwohner) stehen einige kleinere Gemeinden an der Spitze.

Bei den Gewerbesteuern ist die Gemeinde Gatersleben mit 1.267 Euro je EW der Sieger 2008 im Salzlandkreis, das ist landesweit der 23. Platz. Bei den Städten und Gemeinden mit mehr als 2.000 EW liegt Gatersleben hinter Barleben, Brehna und Rogätz landesweit sogar auf dem 4. Platz. Im Salzlandkreis folgen Gröna mit 810 Euro je EW und der Stadt Alsleben mit 762 Euro je EW.

Bei den Anteilen der Gemeinden an der Einkommensteuer steht Westdorf mit 222 Euro je EW an der Spitze. Es folgen Gerlebogk mit 217 Euro je EW und Pretzien mit 207 Euro je EW.

Analyse der Steuereinnahmen im Hinblick auf den Gebietsstand ab 2010

Interessant ist im Hinblick auf die neuen Gemeindegebietsstrukturen ein Vergleich der Steu-ereinnahmen im Jahr 2008.

Hier würde die Stadt Bernburg (Saale) vor Schönebeck (Elbe) liegen, gefolgt von Aschersleben und Staßfurt. Die vier Städte würden rund 2/3 der Steuereinnahmen im gesamten Salzlandkreis auf sich vereinen.

Bei den Steuereinnahmen je Einwohner würde hingegen die Stadt Seeland vor der Ver-bandsgemeinde Saale-Wipper und der Stadt Calbe (Saale) rangieren.


Statistik:

Steuereinnahmen 2008 - Tabelle

Steuereinnahmen 2008 - Diagramm, Gebietsstand 01.2010

Steuereinnahmen pro Einwohner 2008 - Diagramm, Gebietsstand 01.2010

 


Herausgeber der Information:

Salzlandkreis
Amt für Regionalplanung und Wirtschaftsförderung
06400 Bernburg

Tel. 03473 955-1316
Fax. 03473 955-1372
Email: twechselberger@kreis-slk.de
Internet: www.salzlandkreis.de

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