Amtliche Einwohnerzahl des Landkreises nun bei 215.591
[06.08.2009] Die Bevölkerungszahl ging 2008 um 1,6 % zurück
Bevölkerungsentwicklung im Salzlandkreis im Jahr 2008
Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt hat die aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2008 veröffentlicht. Demnach verfügte der Salzlandkreis zum Jahresende 2008 noch über 215.591 Einwohner. Damit ist im vergangenen Jahr ein Rückgang um weitere 3.631 EW zu verzeichnen gewesen oder 1,7 %. (Zum Vergleich: Im Jahr zuvor betrug der Rückgang 3.505 Personen oder 1,6 %.) Dies ist nach dem Landkreis Mansfeld-Südharz der zweitstärkste Rückgang im Land. Der Bevölkerungsrückgang im Salzlandkreis resultiert aus einem Geburtendefizit, das landesweit prozentual am höchsten ist (-0,6 %) und den Wanderungsverlusten (-1,0 %). In absoluten Zahlen hat sich das Geburtendefizit gegenüber 2007 leicht erhöht, die Wanderungsverluste entsprechen exakt denen von 2007.
Im vergangenen Jahr sind im Salzlandkreis insgesamt 1.501 Kinder geboren worden, 3.001 Personen sind verstorben. 3.995 Menschen sind in den Salzlandkreis gezogen, deutlich mehr (6.243 Personen) sind weggezogen.
Bei den Städten und Gemeinden im Salzlandkreis zeigt sich auf der Grundlage des derzeitigen Gebietsstandes folgendes Bild:
Schönebeck bleibt die einwohnerstärkste Stadt im Salzlandkreis
Die Stadt Schönebeck (Elbe) bleibt mit 34.723 Einwohnern die größte Stadt im Salzlandkreis. Allerdings wird Schönebeck nach den sich abzeichnenden Entwicklungen bei der Gemeindegebietsreform ab dem kommenden Jahr den Spitzenplatz voraussichtlich an die Kreisstadt abtreten müssen. Bernburg (Saale) indes konnte mit 30.307 EW knapp die 30.000-Einwohner-Marke halten, hat allerdings mit einem Rückgang von 616 Einwohnern den zahlenmäßig stärksten Aderlass zu verzeichnen. Unter die 30.000-Einwohner-Marke ist Staßfurt abgerutscht (29.753 EW) und liegt damit nur noch knapp vor der Stadt Aschersleben (29.433 EW) auf Platz 3. Aschersleben wird wohl im kommenden Jahr mit der Eingemeindung von Schackstedt Staßfurt überholen und wieder drittgrößte Stadt im Salzlandkreis werden.
Die vier großen Städte haben insgesamt einen Bevölkerungsrückgang von 2.089 EW hinnehmen müssen.
Die kleinsten Gemeinden sind momentan Lödderitz (230 EW) und Wespen (229 EW).
Die meisten Orte im Salzlandkreis haben im vergangenen Jahr eine rückläufige Bevölkerungszahl zu verzeichnen. Lediglich 6 Dörfer (Giersleben, Glinde, Peißen, Pobzig, Schackstedt und Zuchau) hatten einen leichten Bevölkerungszuwachs. Giersleben hatte mit +19 Einwohnern das größte absolute Wachstum, Zuchau mit einem Plus von 2,5 % den größten relativen Zuwachs.
Den größten absoluten Rückgang hatten alle Städte sowie die Gemeinden Bördeland und Gatersleben zu verzeichnen.
6 Gemeinden haben mehr als 3 % ihre Einwohnerzahl verloren: Etgersleben, Gatersleben, Hakeborn, Poley, Tarthun und Wiendorf. Schlusslicht ist Hakeborn mit einem Rückgang von 4,3 %.



