2009-04-07_Lok
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Abschied von legendärer Güterzugdampflok aus Staßfurt


[07.04.2009]   Historischer Salzlandexpress  fährt am 25. April nach Salzwedel; Interessenten melden sich bis 13. April


Deutschlands größte betriebsfähige Güterzugdampflok auf Fahrt mit dem Salzland-Express
(Foto: Jürgen Krebs)

 

Am Sonnabend, dem 25. April soll der historische Salzland-Express aus Staßfurt letztmalig von der größten betriebsfähigen Güterzugdampflok Deutschlands, der 44 1486, von Staßfurt nach Salzwedel gezogen werden. Danach muss die Lok aufs Altenteil, denn die Untersuchungsfristen laufen im Mai ab und eine mehrere hunderttausend Euro teure Hauptuntersuchung kann der Staßfurter Verein allein nicht schultern.  Damit ginge dann in Sachsen-Anhalt wieder ein europaweit bekannter und in Deutschland einmaliger Tourismusmagnet verloren.
 
An diesem Wochenende findet in Salzwedel auch das Eisenbahnfest der dortigen Dampflokfreunde statt, dass Sie besuchen können. Aber auch für diejenigen Fahrgäste, die einfach nur einen schönen Tag verleben wollen, bietet Salzwedel einiges, denn die über 750jährige Kreisstadt ist inzwischen ein beliebtes Reiseziel in der Altmark. Fachwerkarchitektur und norddeutsche Backsteingotik mit imposanten Kirchenensembles prägen das Stadtbild. Viele kleine Geschäfte, Cafés, Kneipen und Restaurants und zwei Museen laden zu einem Besuch in diese lebendige und doch beschauliche Stadt ein. Ihre Spezialität ist seit 150 Jahren der über offener Flamme gebackene Baumkuchen.

Schon von weitem ist der 86 m hohe und etwas schiefe Marienkirchturm zu sehen. Beim Bummel durch die engen Gassen der von kleinen Flußläufen durchzogenen Altstadt gewinnt man einen ersten Eindruck von dieser viel Abwechslung bietenden Stadt. Um die Burg herum entstand ein erstes, 1112 erstmal erwähntes Gemeinwesen. Direkt neben der Altstadt wurde eine zweite Stadt, seit 1247 Neustadt, gegründet. Die Bewohner dieser Doppelstadt waren jahrhundertelang zerstritten. Deshalb wurde die Stadtmauer nicht nur als Schutz vor fremden Übergriffen, sondern auch zur Abgrenzung zwischen den Städten angelegt.

Der Jeetzehafen mit dem Hansehof aus dem 15. Jahrhundert zeugt noch von der Zugehörigkeit Salzwedels zur Hanse. Sehenswert ist der Burggarten mit Resten der alten Burg (Burgkapelle St. Anna, Burgturm und Burgwall), Bürgerhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die ehemalige Probstei (Danneil-Museum), ein Ritterhaus mit Balken- und Portalschnitzereien, das Terrakottenhaus, die Neustädter Lateinschule, acht Kilometer noch erhaltene Stadtmauer mit Steintor und Neuperver Tor, die älteste Kirche Salzwedels - die romanische Lorenzkirche, die jahrelang als Salzlager diente -, die Kirchen St. Marien und St. Katharinen, die Mönchskirche (Konzert- und Ausstellungshalle) und das Geburtshaus von Jenny von Westphalen, Ehefrau von Karl Marx, jetzt Museum.
 
Während des rund 4stündigen Aufenthaltes in der Hansestadt Salzwedel, haben die Fahrgäste genügend Zeit, den historischen Stadtkern kennen zu lernen und sich im Cafe Kruse den berühmten Salzwedeler Baumkuchen schmecken zu lassen.

Die Fahrgäste fahren im Dampfzug, der von der einmaligen schweren Güterzuglok 44 1486 gezogen wird ab Staßfurt, Förderstedt, Eickendorf, Schönebeck-Salzelmen, Schönebeck (Elbe) oder Magdeburg Hbf nach Salzwedel. Dort kann auch überall ein- und ausgestiegen werden.

Die Abfahrt in Staßfurt ist für ca. 7:45 Uhr und die Rückkehr für ca. 20 Uhr vorgesehen.  Die endgültigen Zeiten hängen von der Fahrplanerstellung durch den Betreiber der Eisenbahninfrastruktur ab und werden nach Eingang des Fahrplans veröffentlicht.

Für Fahrkarten mit Platzreservierung können im Vorverkauf über die FahrKartenAgentur im Bahnhof Schönebeck (Elbe) bestellt bzw. erworben werden (Tel: 03928/422983) bzw. die Online im Internet (www.salzland-express.de) bestellt werden. Interessenten sollten sich bis Ostermontag dort gemeldet, da bis zu diesem Zeitpunkt wegen der erforderlichen Kostendeckung eine Mindestteilnehmerzahl erforderlich ist. 

Wer ggf. Interesse an einer Stadtführung oder einem Besuch in einer Baumkuchenbäckerei hat sollte dies bei der Fahrkartenbuchung bekunden.

Text: Jürgen Krebs, www.salzland-express.de 

 

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