2009-04-02_Urman
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Urman-Preis an Schülerinnen aus Schönebeck und Calbe


[02.04.2009]   Preisverleihung am 26. März im Schönebecker Schalom-Haus


(Foto: Volksstimme Schönebeck)

Die Mitglieder der Jury des Urman-Preises kamen Anfang März im Kreismuseum zusammen, um die diesjährigen Preisträger zu ermitteln. Der Preis wurde von Judy Urman, die als Jutta Lübschütz in Schönebeck aufwuchs, gestiftet. Ihre Schwester, Ruth Lübschütz, wurde 1944 mit ihrer gesamten Familie in Auschwitrz ermordet. Judy Urman überlebte die Shoa (hebräisch für "Unheil", "große Katastrophe"). Nach einer gefahrvollen, jahrelangen Odyssee hat sie nun schon seit vielen Jahrzehnten gemeinsam mit ihrem Ehemann Ernest Urman und ihren Kindern in den USA eine neue Heimat gefunden.

Im Jahr 1991 rief das Ehepaar Urman anlässlich eines Besuches in Schönebeck diesen Preis ins Leben, der jährlich an Schüler der Gymnasien des Landkreises Schönebeck (ab 2007 Bereich Schönebeck im Salzlandkreis)  verliehen wird. Im Mittelpunkt stehen Arbetien, die sich mit jüdischem Leben beschäftigen. Das können sowohl Aufsätze als auch Kunstwerke, wie Gedichte, Lieder oder Plastiken sein. Die Wahl des Themas innerhalb des abgesteckten Rahmens ist frei. In der Vereinbahrung zum Urman-Preis wurde seinerzeit festgeschrieben:

"Sinn und Absicht ist es, unter der Schuljugend der Gymnasien der Stadt Schönebeck und des Landkreises Schönebeck die Erinnerung an die einst in Schönebeck existierende jüdische Gemeinde zu bewahren und an das, was den jüdischen Frauen, Männern und Kindern auch in dieser deutschen Stadt in der Zeit des Faschismus angetan worden ist."

In diesem Jahr wurden zwei Arbeiten eingereicht.  Den ersten Preis erhielt in einer bewegenden Auszeichnungsveranstaltung ein künstlerisches Werk - ein Theaterstück, das Francis Deichfuß, Julia Kirch und Anna Scharsig geschrieben haben. Es befasst sich mit jüdischer Kultur, aber auch mit Vorurteilen gegenüber jüdischen Mitmenschen. Das Stück ist eine Gemeinschaftsarbeit von Schülerinnen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe und des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums Schönebeck. Den zweiten Preis erheilt Franziska Windirsch vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe für eine Arbeit mit dem Titel "Generationen im Gespräch". In diesem Aufsatz berichtet sie über die Begegnung mit einer Holocaust-Überlebenden.

(leicht veränderter Artikel aus dem Generalanzeiger Schönebeck vom 22.03.2009)

 

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