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Landräte Sachsen-Anhalts fordern flächendeckendes Glasfasernetz bis 2025

Pressemitteilung  des Landkreistages Sachsen-Anhalt vom 02.02.2018

Digitale Agenda Sachsen-Anhalt greift zu kurz

Die elf Landräte aus Sachsen-Anhalt haben auf ihrer Tagung in Gröbern, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, das Land aufgefordert, die Anstrengungen beim Breitbandausbau ganz wesentlich zu erhöhen.
„Damit Sachsen-Anhalt wettbewerbsfähig bleibt, muss auch im ländlichen Raum bis zum Jahr 2025 ein flächendeckendes Glasfasernetz aufgebaut werden. Kupfertechnologie darf daher nicht weiter Grundlage der Landesförderung sein“, stellte Michael Ziche, Präsident des Landkreistages Sachsen-Anhalt, fest.
Angesichts dieser dringend notwendigen Weichenstellung für eine moderne Infrastruktur in Sachsen-Anhalt zeigten sich die Landräte enttäuscht von der Digitalen Agenda, die die Landesregierung Ende letzten Jahres vorgelegt hat.
„Nach dem Konzept des Landes soll es erst ab 2030 möglich sein, in Sachsen-Anhalt Daten in Gigabit-Geschwindigkeit über Glasfasernetze auszutauschen. Europa, Bund und die meisten anderen Bundesländer nennen hierfür als Ziel das Jahr 2025. Da dürfen wir schon strategisch nicht zurückbleiben“, erklärte Präsident Ziche.

Hintergrund:
Sachsen-Anhalt belegt beim Ausbau mit schnellem Internet derzeit den letzten Platz im Bundesranking. Nur knapp 3 % der Haushalte sind direkt mit zukunftsfähigem Glasfaser versorgt.
Der Landkreistag hatte bereits auf seiner Landkreisversammlung am 14. September 2017 ein Strategiepapier (Anlage) beschlossen, in dem der flächendeckende Ausbau mit Glasfaser bis 2025 und eine entsprechende Neuausrichtung der Förderstrategie vom Bund und Land gefordert werden.

 

Aufbruch in die Zukunft: Landkreise werden digital

Strategiepapier der 30. Landkreisversammlung am 14. September 2017 im Kloster Michaelstein, Landkreis Harz