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Realsteuervergleich 2016 für den Salzlandkreis

Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt hat den Realsteuervergleich für das Jahr 2016 herausgegeben. Die Zahlen zeigen für die Städte und Gemeinden des Salzlandkreises einige bemerkenswerte Ergebnisse. Der Fachdienst Kreis- und Wirtschaftsentwicklung und Tourismus der Landkreisverwaltung hat sie nachfolgend aufbereitet.

Bernburg bleibt bei den Gewerbesteuereinnahmen die Nummer Eins im Salzlandkreis.

Bernburg behauptet sich auch 2016 als die Nummer Eins im Salzlandkreis bei den Gewerbesteuereinnahmen. Mit 11,1 Millionen Euro liegt die Kreisstadt vor der Stadt Staßfurt auf Platz 2 mit 10,4 Millionen Euro. Der Abstand hat sich aber deutlich verringert, nachdem Staßfurt um knapp 1,2 Mio. Euro zulegen und die 10-Millionen-Euro-Marke überspringen konnte. Bernburg hingegen fehlen knapp 1,8 Millionen zum Ergebnis von 2015. Auf den Plätzen folgen Schönebeck mit 7,7 und Aschersleben mit 5 Millionen Euro. Diese Reihenfolge besteht nunmehr durchgehend seit 2013.

Die weiteren Platzierten sind die Verbandsgemeinde Saale-Wipper und die Städte Seeland und Nienburg.

Salzlands Mittelzentren haben 2016 jedoch, nach der deutlichen Steigerung im Vorjahr, etwa 2,5 Millionen Euro Gewerbesteuern weniger einnehmen können. Einzig Staßfurt verbuchte die erwähnt deutliche Steigerung.

Die Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden im Salzlandkreis betrugen insgesamt 49,2 Millionen Euro. Dies ist gegenüber dem bisherigen Hoch von 2015 ein Rückgang um 4,6 Millionen Euro und liegt auf dem Niveau des Jahres 2014. Die vier Mittelzentren dominieren mit einem nochmals gestiegenen Anteil von 70 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen des Salzlandkreises.

Kreisstadt auch Spitzenreiter bei der Steuereinnahmekraft.

Die Steuereinnahmekraft berücksichtigt neben den Gewerbesteuer- und den Grundsteuereinnahmen auch die Anteile der Gemeinden an der Einkommen- und Umsatz-steuer abzüglich der zu leistenden Gewerbesteuerumlage. Auch hier hat die Stadt Bernburg die Spitzenposition behauptet, die sie seit Jahren innehat. Bernburg weist eine Steuereinnahmekraft von 23 Millionen Euro auf (1,4 Millionen weniger als 2015). Neu auf Platz 2 ist Staßfurt mit 18,8 Millionen Euro (+ 1 Million im Vergleich zu 2015). Schönebeck mit 18,4 Millionen (unverändert) und Aschersleben mit 14,5 Millionen Euro (-1,1 Millionen) folgen dahinter.

Insgesamt betrug 2016 die Steuereinnahmekraft der Städte und Gemeinden 116 Millionen Euro, gegenüber 2015 ein Rückgang um 2,5 Millionen Euro, aber deutlich mehr als in den Jahren bis 2014.

Mittelzentren können sich im landesweiten Städtevergleich sehen lassen.

Bernburg, Aschersleben, Staßfurt und Schönebeck können sich in ihrer steuerlichen Leistungsfähigkeit messen lassen mit Sachsen-Anhalts Städten vergleichbarer Einwohnerzahl. Bernburg zum Beispiel hatte ähnliche Gewerbesteuereinnahmen wie Wernigerode und deutlich höhere als Merseburg. Staßfurts Gewerbesteuereinnahmen sind deutlich höher als in Köthen, Sangerhausen oder Zeitz.

Die Kreisstadt belegt bei den Gewerbesteuereinnahmen (ohne die kreisfreien Städte)  landesweit den achten Platz. Staßfurt steht neu auf Platz 10, Schönebeck weiterhin auf 16. Bei den kreisangehörigen Städten mit mehr als 30 000 Einwohnern rangiert Bernburg hinter Wittenberg, Bitterfeld-Wolfen und Wernigerode auf Platz 4.

Bei der Steuereinnahmekraft (ohne die kreisfreien Städte) sind landesweit alle Mittelzentren im Salzlandkreis unter den Top 20 gelandet. Bernburg erreicht Platz 7, Staßfurt Platz 11, Schönebeck Platz 13 und Aschersleben Platz 20.

Bei den Anteilen an der Einkommensteuer (ohne die kreisfreien Städte) rangieren die Mittelzentren sogar unter den Top 15: Platz 8 für Bernburg, Schönebeck auf 10, Aschersleben auf 13 und Platz 15 für Staßfurt.

Steuereinnahmen je Einwohner

Bezieht man die Steuereinnahmen auf die Einwohnerzahl stehen 2016 die Verbandsgemeinde Saale-Wipper bzw. die Stadt Staßfurt an der Spitze.

Bei den Gewerbesteuern je Einwohner ist die Verbandsgemeinde Saale-Wipper mit 403 Euro am stärksten im Salzlandkreis. Es folgen die Städte Staßfurt und Nienburg mit 396 bzw. 344 Euro je Einwohner. Hier reiht sich die Kreisstadt auf Platz vier ein. 

Bei der Steuereinnahmekraft je Einwohner liegt jetzt Staßfurt vorn mit 716 Euro, gefolgt von Stadt Seeland (693 Euro je Einwohner) und Vorjahressieger Bernburg (685 Euro je Einwohner).

Bei den Anteilen der Gemeinden an der Einkommensteuer steht erneut die Gemeinde Bördeland mit 272 Euro je Einwohner an der Spitze. Es folgen die Städte Seeland mit 247 Euro und Könnern mit 241 Euro je Einwohner.

Hintergrund:

Steuergegenstand der Gewerbesteuer ist jeder stehende Gewerbebetrieb bzw. Reisegewerbebetrieb, für den in der betreffenden Gemeinde eine Betriebsstätte unterhalten wird bzw. sich (bei Reisegewerbe) der Mittelpunkt der gewerblichen Tätigkeit befindet. Besteuerungsgrundlage ist der Gewerbeertrag.


 

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