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Öffentliches Beteiligungsverfahren zur Landesverordnung Natura 2000 hat begonnen

Seit dem 04. Oktober 2017 läuft das öffentliche Beteiligungsverfahren zur bevorstehenden Landesverordnung Natura 2000. Zweck der Verordnung ist die rechtssichere Unterschutzstellung der 298 in Sachsen-Anhalt befindlichen Natura 2000-Gebiete (d.h. der FFH- und Vogelschutz-gebiete).

Bis zum 4. Dezember 2017 besteht für Bürgerinnen und Bürger, Träger öffentlicher Belange, Eigentümer und Nutzungsberechtigte die Möglichkeit, den Entwurf der Landesverordnung bei den Städten und Gemeinden Sachsen-Anhalts einzusehen und sich im Verfahren durch Hinweise und Einwendungen zu beteiligen.

Eine Übersicht der Auslegungsorte findet sich unter: http://www.natura2000-lsa.de/natura_2000/upload/2_natura_2000/LVO/Auslegung_Gemeinden_Webseite.pdf wieder.

Darüber hinaus besteht auch die Alternative, sich die Unterlagen unter www.online-beteiligung.de/natura-lsa anzusehen und über ein Online-Formular Hinweise abzugeben oder Einwendungen zu erheben.

Im Salzlandkreis werden 16 Natura 2000-Gebiete von der Landesverordnung berührt. Diese umfassen eine Fläche von rund 8000 ha und damit ca. 0,055 % der Landkreisfläche. Hierzu zählen beispielsweise der Hakel, der Steckby-Lödderitzer Forst und die Auenwälder bei Plötzkau, um nur die größten Natura 2000-Gebiete im Salzlandkreis zu benennen.

Sinn und Zweck der Ausweisung von Natura 2000-Gebieten ist der Schutz und der Erhalt der in Europa einheimischen Arten und deren Lebensräume. Aus diesem Grunde wurde bzw. wird ein europäisches Schutzgebietsnetz, bestehend aus Natura 2000-Gebieten etabliert, um Wanderungskorridore und Rückzugsgebiete für die betroffenen (überwiegend vom Aussterben bedrohten) Arten und ihre Lebensräume zu schaffen.

Mit Hilfe der geplanten Landesverordnung Natura 2000 wird somit ein Beitrag zum Aufbau des europäischen Schutzgebietsnetzwerks geleistet.